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Germany

Sprungbrett statt Abkürzung: «The Voice Kids» und der frühe Ruhm

Max Giesinger und Michael Schulte sind mittlerweile aus den deutschen Musikcharts nicht mehr wegzudenken. Ihre Karrieren begannen 2011 bei «The Voice of Germany».

Auch die Kinderausgabe, die an diesem Sonntag (20.15 Uhr) auf Sat.1 in die siebte Staffel geht, brachte bereits Stars hervor. Allen voran die beiden Teenie-Idole Mike Singer und Lukas Rieger.

Beide sind mittlerweile 19 Jahre alt, bringen demnächst neue Alben heraus und haben zusammen über drei Millionen Follower bei Instagram. Ein Vorbild für die aktuellen Kandidaten, dennoch: «Die wenigsten, die hierher kommen, glauben, dass die Show eine Abkürzung zum Berühmtsein ist», glaubt Mark Forster. Der Songwriter («Chöre», «Einmal») bewertet bereits seit mehreren Staffeln die Auftritte der jungen Talente - alle zwischen 8 und 15 Jahren alt.

Die Show sei für die Kandidaten vor allem eine Art Klassenfahrt - kann aber auch ein Sprungbrett sein wie für Singer und Rieger. Andere Ex-Teilnehmer treten auf Galas wie «Ein Herz für Kinder» auf oder posten auf Facebook Coversongs. Die meisten gehen aber ganz normal zur Schule - so wie die Gewinnerin der vergangenen Staffel, die mittlerweile 11-jährige Anisa aus Bayern. Sie geht in die fünfte Klasse und will nach der Schule Musik studieren.

Die Siegerin der Premierenstaffel im Jahr 2013, Michèle Bircher, ist heute volljährig, macht eine Ausbildung zur Friseurin in Basel und bastelt im Studio an eigenen Songs. «Eine Castingshow kann ein guter Start sein, auch um Erfahrungen zu sammeln. Aber sie macht niemanden berühmt. Man muss dafür selbst hart arbeiten, wenn man das möchte», sagte die Schweizerin der Deutschen Presse-Agentur.

Die meisten der stimmgewaltigen Kinder und Jugendlichen im «Voice»-Studio treten in der ersten Runde, den sogenannten «Blind Auditions», zum ersten Mal vor Publikum auf - und sorgen bei den Zuschauern für den ein oder anderen Wow-Effekt. Wie der 11-jährige Davit, der mit James Browns Welthhit «It's a Man's Man's Man's World» alle Coaches umhaut. Neben Forster sind diesmal Lena Meyer-Landrut, Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß und die Country-Rocker von The BossHoss neu dabei.

Auch wenn die Nachwuchssänger die Show nicht als «Abkürzung zum Ruhm» (Forster) sehen: Neue Fans in den sozialen Medien erhoffen sich viele schon. «Die Selbstdarstellung auf Instagram ist vielen Kindern sehr wichtig», sagt Meyer-Landrut. Die ESC-Gewinnerin von 2010 gibt nach zwei Jahren Pause ihr Coach-Comeback. «Viele Kids haben uns gefragt, ob wir ihrer Seite folgen können. Es ist mittlerweile so etwas wie ihre Währung, wie viele Follower sie haben. Das hat sich verändert.»

Die wichtigste Währung für Sat.1 sind Quoten und Zuschauerzahlen - und die lagen in der vergangenen Staffel im Schnitt bei ordentlichen 2,45 Millionen, zumal parallel das ARD-Flagschiff «Tatort» läuft. Und so hat sich die Kinderausgabe neben den regulären «Voice of Germany»-Shows und dem kürzlich erstmals ausgestrahlten Senioren-Format zum Quotengarant für ProSieben und Sat.1 entwickelt.

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