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Steigende Corona-Zahlen in Bayern: Zahlreiche Schüler zurück im Distanzunterricht

Ein Großteil der bayerischen Kommunen und Landkreise liegen bei der Inzidenz über 100. Das heißt für viele Schüler wieder zurück in den Distanzunterricht.

München - Viele Schulkinder in Bayern konnten am heutigen Montag ihre Schulranzen in der Ecke liegen lassen. Für über die Hälfte der bayerischen Schüler ging es wieder zurück in den Distanzunterricht. Aufgrund der hohen Inzidenzwerte wird sich sobald wohl auch nichts daran ändern. Bei den Kitas zeigt sich ein ähnliches Bild. In vielen Regionen wird lediglich eine Notbetreuung angeboten.

Ab einem Inzidenzwert* von 100 heißt es für viele laut der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, dass der Unterricht wieder zu Hause stattfinden muss. Ausgenommen von der Regel sind lediglich die Schüler der Abschlussklassen, der vierten Jahrgangsstufe sowie die elften Klassen der Gymnasien und Fachoberschulen. Stichtag für diese Woche war dabei der vergangene Freitag (16. April). Lediglich vier Landkreise beziehungsweise Städte in Bayern lagen an diesem Tag unter einem Wert von 100. Laut BR waren das die Landkreise Tirschenreuth, Lindau und Miltenberg sowie die Stadt Bamberg.

Corona in Bayern: 70 Prozent der Schüler im Homeschooling

Für die Schüler der Kommunen und Kreise über 100 hieß es daher wieder zurück zum Homeschooling. Laut einer BR-Anfrage an das Kultusministerium am Montag betraf das 70 Prozent aller Schüler. „Für rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler würde Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand stattfinden“, so das Ministerium. Dass ab kommender Woche wieder mehr Kinder zurück an die Schulen kommen können, ist eher unwahrscheinlich. Heute meldete das RKI einen Inzidenzwert von 187,3 für Bayern und die Corona-Fallzahlen steigen weiter.

Die hohen Werte haben auch Auswirkungen auf die Kitas. Sie müssen ab einer Inzidenz von über 100 wieder auf die Notbetreuung umstellen. Zwischen 50 und 100 dürfen sie einen eingeschränkten Regelbetrieb anbieten. Das heißt, die Kinder bleiben in festen Gruppen zusammen. Erst bei einer Inzidenz von unter 50 gibt es Normalbetrieb.

Corona in Bayern: Zahlreiche Politiker plädieren für Unterricht im Freien

Statt auf Distanzunterricht setzen laut der Bild viele Politiker auf eine ganz besondere Form des Lernens. „Unterricht im Freien oder die weitere Reduzierung der Lerngruppengrößen sind zu durchdenken, bevor Schulen geschlossen werden“, sagte der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Marcus Weinberg, der Zeitung. Unterstützung bekam er von der stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Katja Suding. „Ich unterstütze alle sinnvollen Maßnahmen, die Unterricht in Präsenz wieder möglich machen“, sagte sie der Bild. „Schule im Freien könnte sinnvoll sein, Luftfilter und Hygienekonzepte in geschlossenen Räumen jedoch auch.“ Auch die Grünen und die SPD sind für einen Unterricht im Freien zu haben. (tel) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/dpa

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