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Germany

Stein oder nicht Stein

Guten Morgen Deutschland! Schläfst du schon wieder? Oder bist du noch wach? Hier in Pyeongchang, über 8000 Kilometer entfernt, acht Stunden voraus, geht es heute etwas ruhiger zu. Die deutschen Biathleten, Langläufer und Alpin-Sportler haben Pause. Die Curler spielen zum Abschluss der Vorrunde gegen Kanada und Finnland.

Foto: Thilo Rückeis
Foto: Thilo Rückeis  
Kimchi, comme ça (8)
Küchenphilosophien von und mit Birgitt Claus

Gold für Mehlspeise im Hemd

Goldmedaillen bekommen die Weltbesten. Korea bekommt  eine für Mandarinen (speziell für Hallabong), Österreich für Mehlspeisen und Deutschland für Brot*. Weder bei den Olympischen noch bei den Paralympischen Spielen gibt es diese Disziplin. Ach, irgendwie doch! Denn bei allen Weltmeisterschaften gibt es in der Umgebung des z.B. olympischen Dorfes "Ländervertretungen". Wer, wie ich, nicht so häufig als Spitzensportler, Funktionär oder Journalist bei internationalen Wettkämpfen dabei ist, weiß vielleicht nicht, was in so einem Haus geschieht. Hier treffen sich am Abend alle geladenen Gästen, um gemeinsam Edelmetalle zu feiern. Deutschland ist bei den Paralympischen Spielen gemeinsam mit Österreich und der Schweiz im "Alpenhaus". Bei den Paralympics spielen die deutsche und die österreichische Küchenmannschaften mit- nicht gegeneinander, die Schweitzer liefern Käse.

Das wichtigste für Österreichs Küchenchef Gottfried A. Gansterer ist, dass seine Gäste im "Alpenhaus" Authentisches auf den Teller bekommen. Seit dreißig Jahren ist er immer wieder dabei, zuerst bei den Olympischen Spielen in Japan 1988. Wie schafft man das, authentische Österreichische Küche, wenn ich beim Einkaufen schon beim Vanillepuddingpulver scheitere?

Wir sind hier in einer Südkoreanischen Provinzstadt, aber Seoul ist "nur" 150 km entfernt, von da kommen Mehl, Zucker, Schweinebraten, ach, einfach alles, was man braucht, um in Pyeongchang authentische Alpenküche zuzubereiten. Es klappt super. Gab's mal Probleme? Natürlich, immer ist irgendetwas: In Sotchi, 2014, wurden die Straßen gesperrt, wenn Putin irgendwohin musste. Dann kam die Lieferung fünf Stunden später. Blöd, das Essen muss ja immer pünktlich fertig sein, Präsidententransfair hin oder her. Semmelbrösel gibt's hier leider nicht, wie soll das Wiener Schnitzel da gelingen?

Zum Glück gibt's hier die deutsche Backstube im Haus. Die haben ihre gesamte Backstubeneinrichtung mit nach Südkorea gebracht: Knetmaschinen, Portioniermaschinen, Rührmaschinen, alles, was in so einen Container passt. Kaisersemmeln, Kornspitz, Brezeln, Weizen-, Dinkel-Vollkornbrot, verschieden Kuchen und Apfelstrudel und ganz wichtig: Sacher Torten. Eine davon bekommt jeder Medaillengewinner als Anerkennung für seine Leistungen vom deutschen Konditor überreicht. Und wenn das Semmelmehl fürs Wiener Schnitzel fehlt, dann kann hier in der deutschen Backstube ausgeholfen werden. Die beiden jungen deutschen Männer strahlen übers ganze Gesicht. Sie sind hier, um täglich den Gästen des Hauses deutsche Backwerke zu schenken, was für eine schöne Arbeit! Den ganzen Tag kommen Fans vorbei, um sich an ihrer Backkunst zu erfreuen.

Damit es wie zuhause schmeckt, wurden nicht nur eine komplette Backstube angeliefert, sondern auch alle Spezialzutaten, Dinkelmehl etwa und getrocknete Äpfel für den Apfelstrudel. Und das Mehl? Da haben sie hier ein tolles Weizenmehl entdeckt! Französischer Machart. Ist das etwa besser als das deutsche? Der Bäckermeister schmunzelt und lässt die Antwort offen. Mehl, das brauchen die Österreicher auch für ihre Mehlspeisen. Scheint zu klappen, Kaiserschmarrn wird hier allabendlich Kilowiese verspeist. Und Buchteln. Und eine andere Mehlspeise aus Nüssen, Semmelbröseln, Schokolade, Eiern und Sahne, die seit zwei-drei Jahren nur noch beim politisch korrekten Namen genannt werden darf, sagen wir hier einfach mal "österreichische Mehlspeise im Hemd".

* Eine traurige Nachricht: das Land Berlin ist im Bundeswettbewerb um das beste Brot nicht mal in die Qualifizierungsrunde gekommen


Olympia war gestern: Auf einem Schrottplatz in Pyeongchang

Foto: Birgitt Claus
Foto: Birgitt Claus  
Positive Halbzeitbilanz
Deutschlands Chef de Mission, Karl Quade, hat ein positives Halbzeit-Fazit gezogen. „Wir sind insgesamt zufrieden. Egal, ob man es nach Medaillen oder nach Platzierungen betrachtet“, sagte Quade am Mittwoch in Südkorea. „Auch wenn die Medaillen etwas ungleich verteilt waren. Die Damen waren schon sehr dominant.“

Alle zwölf deutschen Medaillen hatten bis zum Mittwoch Frauen gewonnen. Mit den zwölf Podestplätzen hat der Deutsche Behindertensportverband (DBS) die Gesamtzahl von 15 Medaillen aus Sotschi bei den vorherigen Spielen 2014 aber schon fast erreicht. Allerdings hat er bisher deutlich weniger Gold eingefahren, vier im Gegensatz zu neun nach den Spielen in Russland. „Insgesamt sind wir aber auf einem guten Weg“, sagte Quade.

Die Paralympics enden am kommenden Sonntag. (dpa)


Dinge, die man vermissen wird... (3)

Foto: PZ
Foto: PZ  

Die beheizte Klobrille. Und eine Fernbedienung auf der Toilette.

"Die Medaillen sind weg"

Foto: Salome Berblinger
Foto: Salome Berblinger  

Für uns geht es eigentlich nur noch um eine gute Platzierung. Die Medaillen sind weg, ganz klar. Wenn wir eine geholt hätten, wäre das sowieso eine Sensation gewesen.

Wolfgang Meißner (links) zu PZ-Reporterin Salome Berblinger

Foto: dpa
Foto: dpa  

Georg Kreiter hat sich bei einem Sturz einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Der 33 Jahre alte Monoskifahrer wurde nach dem Sturz im ersten Lauf des Riesenslaloms am Mittwoch zunächst auf der Strecke behandelt und anschließend zum Röntgen gefahren. Ob Kreiter zurück nach Deutschland fliegt, war zunächst unklar. Teamkollege Thomas Nolte stürzte ebenfalls, blieb jedoch unverletzt. (dpa)

Was war los, Anna Schaffelhuber?

Da bin ich heute absolut überfragt. Am Material lag es nicht. Ich muss meine Leistung analysieren, dann weiß ich hoffentlich mehr.

PZ-Reporter Benjamin Brown traf die Monoskifahrerin nach ihrem fünften Platz im Riesenslalom

Das kann doch nicht Stein!

Foto: Salome Berblinger
Foto: Salome Berblinger  

Das deutsche Team hat beim Rollstuhl-Curling im vierten End den letzten Stein. Doch es hilft nicht: Zur Halbzeit steht es 7:1 für die Schweiz.

Ich konnte meine Leistung abrufen und hatte zwei gute Läufe. Ich bin zufrieden mit der Silbermedaille! Aus dem Zweikampf zwischen mir und Marie ist ein Dreikampf mit Mollie geworden. Das ist für die Zuschauer ein sehenswerter Wettkampf.

Andrea Rothfuss zu PZ-Reporter Benjamin Brown

Das Bayer Leverkusen des Wintersports

Foto: Benjamin Brown
Foto: Benjamin Brown  

Andrea Rothfuss hat in Pyeongchang ihre vierte Silbermedaille gewonnen. Nach zwei Durchgängen fehlten der 28-Jährigen im Riesenslalom 2,26 Sekunden auf Dauer-Rivalin Marie Bochet aus Frankreich. Rothfuss hatte in der stehenden Kategorie bereits in der Abfahrt, im Super-G und in der Super-Kombination zweite Plätze belegt.

Anna-Maria Rieder, die ihre Paralympics-Premiere feierte, belegte Rang sechs. (dpa)


 

Den deutschen Rollstuhl-Curlern droht nach der dritten Niederlage in Serie das Aus in der Vorrunde. Gegen Großbritannien verlor die Mannschaft um Skip Christiane Putzich mit 3:8 und ist bei einer Bilanz von nun 4:4 vor den letzten drei Spielen Sechster. Nur die besten vier Teams erreichen das Halbfinale. Das nächste Spiel bestreitet Deutschland gerade gegen die Schweiz. (dpa)

Ehler landet im Sprint der Männer (stehend) leider nur auf Platz fünf. Deutschland verabschiedet sich damit aus der nordischen Disziplin mit einer Medaille: Silber für Eskau!

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