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Germany

Stellenabbau angekündigt: Politik sucht Lösung für Enercon-Mitarbeiter

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Ein Windrat steht hinter dem Verwaltugsgebäude des Enercon-Werks in Magdeburg.

(Foto: dpa)

Nach der Ankündigung, 3000 Stellen abzubauen, will der Windkraft-Anlagenbauer Enercon in Gesprächen mit Landes- und Bundespolitik nach einer Lösung suchen. Von den Grünen kommt derweil prinzipielle Kritik an fehlenden Hilfen für die Branche der erneuerbaren Energien.

Nach der Ankündigung eines drastischen Stellenabbaus beim Windkraft-Anlagenbauer Enercon suchen Politik und Wirtschaft nach Auswegen. Im Laufe der Woche seien Gespräche mit der Landes- und Bundespolitik geplant, sagte ein Enercon-Sprecher im ostfriesischen Aurich. Enercon hatte am Freitag angekündigt, nach Absatzeinbrüchen bis zu 3000 Stellen abzubauen. Weltweit beschäftigt der Enercon-Verbund nach eigenen Angaben etwa 18.000 Mitarbeiter.

Die Grünen-Europaparlamentarierin Viola von Cramon-Taubadel kritisierte, während für die Umstrukturierung der Kohleindustrie und für die Landwirtschaft immer noch Milliarden ausgegeben würden, könne die Branche der erneuerbaren Energiewirtschaft nicht auf großzügige Hilfen hoffen. "Schlimmer noch: Durch die wankelmütige Politik der Bundesregierung in den letzten Jahren ist auch noch der letzte Funken Hoffnung auf Planungssicherheit für diese Branchen erloschen." Dagegen betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU: "Die Erhaltung der Arbeitsplätze im Bereich der Windenergie ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung."

"Der Abbau betrifft das eigene Unternehmen und direkte Produktionspartner", sagte Konzernsprecher Felix Rehwald. Aber auch Zulieferer, Handwerksbetriebe und regionale Zeitarbeitsfirmen bekämen die Folgen zu spüren. Ostfriesland und Magdeburg seien besonders stark betroffen. Der genaue Umfang an den einzelnen Standorten oder die Auswirkungen auf die Lieferketten seien noch nicht abzusehen.

Das Unternehmen habe 2018 erstmals ein Minus verbucht und einen Verlust von 200 Millionen Euro geschrieben, sagte Rehwald weiter. Für das laufende Jahr werde ein noch höherer Verlust im dreistelligen Millionenbereich erwartet. Deutschlandweit habe das Unternehmen in den ersten zehn Monaten dieses Jahres nur 65 Windkraftanlagen errichtet, 2017 seien es noch 711 gewesen.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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