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Stichwahl in Kerpen: Dieter Spürck muss im Stadtrat neue Mehrheiten finden

Kerpen -

Das war ein spannender Wahlabend in Kerpen: Nur mit 3,6 Prozent Vorsprung gewann Amtsinhaber Dieter Spürck die Stichwahl vor Herausforderer Andreas Lipp (SPD), der damit ein beachtliches Ergebnis erzielte. Spürck bekam 51,8 Prozent der abgegebenen Wählerstimmen, Lipp 48,2 Prozent. In absoluten Zahlen sind dies 9520 Stimmen für Spürck und 8854 für Lipp. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,6 Prozent.

Spürck hat den Wahlabend im Schützenheim an der Alten Landstraße verbracht, wo die CDU eingeladen hatte. Die Stimmung dort wurde besser, nachdem immer mehr Wahlergebnisse aus den einzelne Stimmbezirken eintrafen und es sich zeigte, dass Spürck seinen knappen Vorsprung halten konnte.

„Ich hatte nicht gedacht, dass wir so nahe beieinanderliegen“, sagte Spürck hinterher. „Es ist knapp, aber Mehrheit ist Mehrheit.“ Er wolle nun versuchen, im Rat stabile politische Mehrheitsverhältnisse hinzubekommen. Es habe eine deutliche Verlagerung des Rates hin zu mehr Ökologie gegeben. Er wolle deshalb mehr mit den Grünen zusammenarbeiten, ohne die bisherigen Partner der CDU aus dem Auge zu verlieren. Dabei sei es ihm wichtig, nach den Auseinandersetzungen der Vergangenheit die politische Kultur im Rat zu verbessern.

Mit den Grünen verhandeln

So sieht es auch Fraktionsvorsitzender Klaus Ripp, der angab, mit dem Wahlergebnis zufrieden zu sein. Man wolle nun mit den Grünen verhandeln. Ob es eine Zusammenarbeit geben könne, sei offen. Ripp wies daraufhin, dass diese früher schon einmal ganz gut funktioniert habe. Der grüne Stadtverordnete Bernd Krings stellt da schon mal Bedingungen: Er könne sich eine Zusammenarbeit mit der CDU vorstellen, „wenn wir dann unsere Ziele durchsetzen können“, sagte er. So wünschten sich die Grünen mehr sozialen Wohnungsbau.

Bei der SPD war die Stimmung trotz der knappen Wahlniederlage nicht schlecht: Andreas Lipp verfolgte mit seiner Frau Sandra und Parteifreunden die Wahlergebnisse im Fraktionsbüro und war gegen 18.30 Uhr noch optimistisch. Da waren erst rund ein Drittel der Wahlbezirke ausgezählt und der Unterschied zwischen ihm und Spürck betrug nur etwa ein Prozent.

Skeptischer Blick auf schwarz-grüne Zusammenarbeit

Gegen 20 Uhr war dann klar, dass es für ihn knapp nicht gereicht hat: „Immerhin hat fast die Hälfte der Wähler gesagt, dass sie einen Wechsel wollen. Das zeigt mir, dass ich einiges richtig gemacht habe.“ Er will nun politisch weiter arbeiten und hofft, auch als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt zu werden. „Das würde mich freuen.“

Die zukünftig mögliche schwarz-grüne Zusammenarbeit im Rat sieht er skeptisch. „Ich bin neugierig, welche großen grünen Themen in dieser Konstellation dann auch umgesetzt werden.“

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