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Struff, Thiem und Nadal weiter: Kerber geht gegen 19-Jährige völlig unter

Angelique Kerber ist in Paris in der ersten Runde krachend gescheitert. Gegen eine 19-Jährige kann die Deutsche in keiner Phase mithalten und verliert nach nur einer Stunde Spielzeit. Jan-Lennard Struff zieht dagegen nach großem Kampf in die nächste Runde ein, drei Favoriten haben keine Probleme.

Angelique Kerber warf ihren Schläger in die Tasche und wollte nur noch weg von Platz 14: Nach einem schwer enttäuschenden Auftritt ist die deutsche Nummer eins wie im Vorjahr krachend in der ersten Runde der French Open gescheitert. "Angie Kerber und die rote Asche von Paris werden nicht mehr beste Freunde", sagte Boris Becker bei Eurosport.

Die 32 Jahre alte dreimalige Grand-Slam-Siegerin unterlag der erst 19 Jahre alten Slowenin Kaja Juvan nach nur 67 Minuten mit 3:6, 3:6 und stapfte bitter enttäuscht davon. "Ich bin ein bisschen schockiert, aufgrund der klaren Niederlage", sagte Barbara Rittner, Head of Women's Tennis beim Deutschen Tennis Bund: "Dass es schwer werden würde gegen eine frei aufspielende 19-Jährige, war klar."

Kerber, die durch ihre Erstrundenniederlage in Rom ohne viel Matchpraxis in die französische Hauptstadt gekommen war, hatte gegen die Weltranglisten-103. von Beginn an Probleme und fand nie zu ihrem Spiel. Nach einer runden halben Stunde verlor sie den ersten Satz und suchte auch im zweiten Durchgang vergebens nach einer Lösung, die ihr Landsmann Jan-Lennard Struff ein paar Plätze entfernt fand.

"Es wird sehr, sehr schwer"

Der 30-Jährige aus Warstein erreichte die zweite Runde mit einem 3:6, 7:6 (7:5), 6:3, 6:7 (2:7), 6:3 gegen Frances Tiafoe. Andrea Petkovic scheiterte unterdessen bei ihrem Comeback auf der großen Tennisbühne nach fast einem Jahr genauso wie die Hamburgerin Tamara Korpatsch. Petkovic verlor gegen die Bulgarin Zwetana Pironkowa 3:6, 3:6, Korpatsch hatte keine Chance gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova beim 2:6, 0:6.

Kerber, musste viel Geduld beweisen, ehe sie endlich ran durfte. Ausgerechnet auf ihrem Platz 14 lieferten sich der Italiener Lorenzo Giustino und der Franzose Corentin Moutet mit 6:05 Stunden Spielzeit das zweitlängste Duell in Roland Garros seit 1968, das Giustino im fünften Satz mit 18:16 für sich entschied. Ursprünglich hätte die deutsche Starspielerin schon mittags antreten sollen, nun ging es erst kurz vor 20 Uhr los.

Und es lief von Beginn an wenig zusammen für Kerber, der der Pokal aus Paris noch in ihrer Trophäensammlung bei den vier großen Turnieren fehlt. Das langsame Spiel bei den kühlen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit hatten aber schon vor dem Turnierbeginn Skeptiker auf den Plan gerufen, die Kerber nur geringe Außenseiterchancen zurechneten. "Es wird sehr, sehr schwer", sagte selbst Barbara Rittner bei Eurosport. Sie sollte Recht behalten.

Williams greift weiter nach Nummer 24

Sehr enttäuscht zeigte sich auch Petkovic nach ihrer Niederlage mit einem dicken Eisbeutel auf dem Knie bei der Pressekonferenz. "Ich habe es in den ersten paar Spielen richtig gemerkt, dass ich gestresst war", sagte die frühere Weltranglistenneunte. Besser wollen es am Dienstag Philipp Kohlschreiber (Augsburg), Laura Siegemund (Metzingen) und Julia Görges (Bad Oldesloe) sowie Kevin Krawietz/Andreas Mies. Im vergangenen Jahr hatte das Duo aus Coburg/Köln sensationell im Doppel triumphiert.

Unterdessen hielten sich die großen Stars des Turniers schadlos. Rekordsieger Rafael Nadal (Spanien), der am Bois de Boulogne seinen 13. Titel ins Auge fasst, erreichte genauso wie Dominic Thiem, frischgebackener US-Open-Champion, in drei Sätzen die zweite Runde. Auch Serena Williams kann nach einem sicheren Sieg weiter davon träumen, endlich ihren 24. Grand-Slam-Titel zu gewinnen.

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