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Sturmtief überrollt Deutschland und bringt Flut-Gefahr: DWD warnt eindringlich - „vermeiden Sie ...“

Von: Martina Lippl

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Sturmtief „Daniel“: DWD warnt vor Orkanböen an der Küste und Böen bis 100 km/h im Landesinneren.
Sturmtief „Daniel“: DWD warnt vor Orkanböen an der Küste und Böen bis 100 km/h im Landesinneren. © Screenshot Twitter DWD

Schwere Sturmlage im Anmarsch! Von der Nordsee zieht Sturmtief „Daniel“ auf. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor schweren Orkanböen.

Update vom 1. Dezember, 20.49 Uhr: Die schweren Sturmböen, vor denen der Deutsche Wetterdienst insbesondere in Norddeutschland gewarnt hat, haben Deutschland erreicht. Im Norden kam es bereits zu Verkehrsbehinderungen. Vielerorts stürzten Äste oder Bäume auf Straßen. Polizei und Feuerwehr sind bereits im Einsatz.

Zwischen Flensburg und Schleswig blockierte ein umgestürzter Baum am Mittwochnachmittag die Gleise der Regionalbahn von Flensburg nach Hamburg, wie die Bahn bei Twitter mitteilte. Ein Zug fiel auf der Teilstrecke aus. Auch in Hamburg blockierte ein Baum auf den Gleisen der U3 den Zugverkehr. Die Hamburger Feuerwehr verzeichnete bis zum frühen Abend 36 Sturmeinsätze, die nach Angaben des Lagedienstes von heruntergefallenen Ästen über herumfliegende Planen bis zu umgestürzten Baugerüsten reichten. Die Lage sei überschaubar, hieß es. Verletzt worden sei niemand.

Erstmeldung vom 1. Dezember: München/Offenbach - In den vergangenen Stunden sorgte Tief „Christian“ schon für eine intensive Wetterlage. Jetzt rast Sturmtief „Daniel“ auf Deutschland zu. Ein schwerer Sturm droht dem Norden. An der Nordseeküste sind Orkanböen bis 120 km/h möglich. Am Abend peitscht der Wind das Wasser Richtung Insel und Küsten - Sturmflut-Gefahr!

Das Sturmtief „Daniel“ zieht von der Nordsee über Süddänemark zur Ostsee, teilt der Deutsche Wetterdienst DWD mit. Alarmstufe Rot! Der DWD hat eine amtliche Unwetterwarnung vor Orkan-Böen mit Windgeschwindigkeiten um 125 km/h für Regionen an der Nordseeküste in Niedersachsen und Bremen und später an der Ostseeküste (Mecklenburg-Vorpommern) herausgegeben. Die Warnung gilt von Mittwoch, 21 Uhr, bis Donnerstag, 3 Uhr. Der Wetterdienst warnt vor möglichen Gefahren: „ACHTUNG! Hinweis auf mögliche Gefahren: Es können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Der Wind legt an der Nordseeküste bereits am Mittwochnachmittag kräftig zu. Schwere Sturmböen (um 95 km/h) sind laut DWD-Experten zunächst an der Nordsee zu erwarten. Im Binnenland gibt es demnach Sturmböen bis 85 km/h.

Abends sind auf den Ostfriesischen Inseln über Helgoland bis nach Sylt orkanartige Böen (110 km/h) zu erwarten. Vereinzelt wüten Orkanböen mit Tempo 125 (Bft 12) aus Nordwest bis Nord. Auch im Binnenland sind in den Abendstunden vorübergehend schwere Sturmböen aus West bis Nordwest wahrscheinlich. Das Frontensystem beeinflusst den ganzen Norden Deutschland. Fast überall ist der Wind zu spüren. Auch in Berlin und Brandenburg, Sachsen und NRW gibt es in der Nacht teils schwere Sturmböen (100 km/h).

Niedersachsen-BremenAuf den Inseln orkanartige Böen um 110 km/h (Bft 11) wahrscheinlich und vereinzelt Orkanböen um 125 km/h (Bft 12)0 Grad und Glätte durch überfrierende Nässe und Schneematsch, im Bergland Schnee
Mecklenburg-VorpommernAn der Küste Mecklenburgs in der Nacht zeitweise orkanartige Böen (Unwetter) bis 110 km/h (Bft 11).Regen, später Schneeregen und Schnee. Dabei gebietsweise Glätte durch Schneematsch, mit geringer Wahrscheinlichkeit auch 1 bis 3 cm Neuschnee.
Schles­wig-Hol­stein und Ham­burgAuf den Ostfriesischen Inseln orkanartige Böen (UNWETTER) um 110 km/h (Bft 11) und Orkanböen (125 km/h)Frost, Schneematsch und etwas Schnee
Sach­sen-An­haltAuf den Brocken (extreme) Orkanböen zwischen 120 und 150 km/h (Bft 12) aus Südwest.Frost und leichter Schneefall
Berlin-BrandenburgIn Berlin sowie in der Nordhälfte Brandenburgs vorübergehend auch schwere Sturmböen bis 100 km/h (Bft 10)Schneeregen und Glätte durch Schneematsch

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) geht von einem bis zu 1,5 Meter höheren Wasserstand in der Nacht an der ostfriesischen Küste sowie im Weser- und Elbegebiet und von bis zu 75 Zentimetern an der nordfriesischen Küste aus. Von einer Sturmflut spricht man an der Nordseeküste, wenn das Hochwasser mehr als 1,5 Meter höher als normal aufläuft.

Dänemark schneit komplett ein und auch Schweden bekommt richtig viel Schnee ab, prognostiziert Meteorologe Jan Schenk vom Wetterportal The Weather Channel. Von Kiel bis Greifswald schneit es noch in der Nacht zum Donnerstag. Und: Auf der Rückseite von „Daniel“ wird es kälter. Pünktlich zum meteorologischen Winteranfang am 1. Dezember. Während für die Meteorologen und Meteorologinnen der Winter immer an diesem Datum startet, beginnt der kalendarische Winter später - dieses Jahr am 21. Dezember 2021. Der Kalender richtet sich nach den astronomischen Jahreszeiten. (ml)

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