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Germany

Sukzessives Vorgehen für betreffenden Straßenabschnitt Auf der Schlicht

HOCHHEIM - Ausbau der Straße „Auf der Schlicht“, westlich der Hausnummer 24 bis Weinbergstraße, so heißt die offizielle Bezeichnung eines umfangreichen Straßen- und Tiefbauprojektes im Westen Hochheims, das endlich in Angriff genommen werden kann und muss. Gebrochene Wasserleitungen, die des Öfteren schon Wasser in Keller von Häusern spülten, zuletzt mit einem Pegelstand von 50 Zentimetern Wassertiefe, so etwas geht nicht, da muss gehandelt werden durch die Stadt, betont der Bürgermeister Dirk Westedt in der Versammlung. In der Aula der Heinrich-von-Brentano-Schule finden sich am Dienstagabend vor allem diejenigen Hochheimer ein, die es direkt betrifft: die Anwohner des Straßenabschnitts, der von Grund auf erneuert wird. Da diese Informationsveranstaltung als Bürgerversammlung, weshalb auch immer, deklariert werden muss, ist es Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Weltin, die zu diesem spezifischen Infoabend für unmittelbar Betroffene eingeladen hat und rund vierzig Zuhörer begrüßt, darunter auch Stadtverordnete und Mitglieder des Magistrats. Es sei eine große Maßnahme, bei der die Stadt 450.000 Euro bereits im Haushalt zur Verfügung gestellt habe, die Stadtwerke übernehmen 140.000 Euro, um den Straßenbau mit 590.000 Euro zu finanzieren. 630.000 Euro kosten die über die Gebühren finanzierten neuen Kanalrohre und deren Verlegung, und 158.000 Euro die neue Wasserleitung. Hinzu kommt noch die Syna, die dort Leitungen verlegt und für die neue Beleuchtung sorgen wird.

A rne Werner vom Ingenieurbüro Drillig, das mit der Projektplanung und Betreuung beauftragt ist, erläuterte die grundlegenden Maßnahmen, die demnächst in Angriff genommen werden. Die Baustelle soll in der 13. KW, 23. März, eingerichtet werden. Danach werden durch zwei bis drei Gruben im Microtunneling-Verfahren die neuen Mischwasserkanalrohre durchgepresst. Die geschlossene Bauweise ist auf einer Strecke von 172 Meter möglich, danach wird im östlichen Abschnitt auf einer Strecke von 145 Metern im offenen Verfahren gearbeitet. Der verlegte Kanal erhält damit ein natürliches Gefälle von Osten nach Westen, was eine erhebliche hydraulische Entlastung mit sich bringt, so Werner.

In diesem Zuge werden auch die Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich erneuert. Gleiches gilt für die Hausanschlüsse der Wasserversorgung. Im Zuge der neuen 335 Meter langen Wasserleitung werden 13 Hausanschlüsse erneuert und fünf umgebunden.

Die Zuwegung zu den Grundstücken soll erhalten bleiben, die ausführenden Firmen würden rechtzeitig Kontakt mit den betreffenden Anwohnern aufnehmen, wenn temporäre Zugangssperrungen unabwendbar wären, betonte der Rathausleiter. Was den Wegfall an öffentlichen Parkplätzen in der Bauphase anbelangt, so bat der Bürgermeister, auf benachbarte Straßen auszuweichen.

Für die Straßengestaltung sind zwei Aufpflasterungen vorgesehen, um den Autoverkehr abzubremsen. Die Fahrbahnbreite von 4,75 Meter wird zudem ein wenig schmaler ausfallen als die bestehende. Hier erhofft sich der Bürgermeister geschwindigkeitsminimierende Effekte.

Für die zu errichtenden Bürgersteige kam der Wunsch auf, anstelle der existierenden Berg-und-Tal-Fahrt eine durchgängig ebene Fläche zu gestalten. Wobei die Bordsteine aus Inklusionsgründen absichtlich niedrig gehalten werden.

Bei der Wahl der geplanten Baumpflanzungen habe man sich davon leiten lassen, keine Zuwegung auf ein Grundstück zu behindern und so wenig als möglich Stellplatzfläche zu verlieren. Auch musste Rücksicht genommen werden auf die bereits im Erdreich vergrabenen Leitungen. So kamen die Standorte der in der Grafik grün dargestellten Pflanzen zustande. Dem Wunsch nach weiteren Bäumen will der Bürgermeister aus den oben genannten Gründen prüfen lassen.

Mit dem Straßenbau und der Straßengestaltung wird erst nach Abschluss aller Kanal- und Leitungsarbeiten begonnen. Geplant ist, damit in der zweiten Augustwoche zu beginnen und die Gesamtmaßnahme bis Ende September 2020 abzuschließen.

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