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Syrien: USA prüfen Hinweise auf möglichen Chemiewaffeneinsatz


Das syrische Regime hat nach Einschätzung der USA möglicherweise vor wenigen Tagen Chemiewaffen im Nordwesten des Landes eingesetzt. In einer Erklärung des US-Außenministeriums ist die Rede von einer "mutmaßlichen Chlorgas-Attacke" am Morgen des 19. Mai. Demnach könnten die Chemiekampfstoffe während der Offensive in der von Dschihadisten kontrollierten Region Idlib zum Einsatz gekommen sein.

"Wir sammeln noch Informationen zu diesem Vorfall, aber wir wiederholen unsere Warnung, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten schnell und in angemessener Weise reagieren werden, falls das Assad-Regime Chemiewaffen benutzt", erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus.

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung haben dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht. Am Dienstag warf das US-Außenministerium der syrischen Führung und deren Verbündetem Russland zugleich vor, andere Gruppen fälschlicherweise des Einsatzes von Chemiewaffen zu bezichtigen.

Im Syrien-Konflikt wurde schon mehrfach Giftgas eingesetzt. Für einen Angriff mit dem Giftgas Sarin auf das Dorf Chan Scheichun im April 2017 mit mehr als 80 Toten hatte die Uno das Assad-Regime verantwortlich gemacht. Auch für einen Chemiewaffenangriff in der früheren Rebellenbastion Ost-Ghuta im April diesen Jahres, bei dem mehr als 40 Menschen getötet wurden, machten westliche Staaten das Regime verantwortlich.

Syrien und Russland wiesen solche Vorwürfe stets zurück. Damaskus gibt an, seit einem Abkommen von 2013 über keine Chemiewaffen mehr zu verfügen. Einem Bericht des Berliner Global Public Policy Institute zufolge gab es zwischen 2012 und 2018 in Syrien 336 bestätigte Chemiewaffenangriffe.

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