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Tag 10 im Dschungelcamp: Anastasiya Avilova packt aus - so wurde sie von ihrem Ex ausgenutzt

Tag 10 im Dschungelcamp : Anastasiya Avilova packt aus - so wurde sie von ihrem Ex ausgenutzt

Tag zehn im Dschungel. Endlich packt eine Kandidatin mit ihrer Lebensgeschichte aus, die lange im Hintergrund blieb: AnastaSIYA Avilova.

Es mussten tatsächlich zehn Tage im RTL-Dschungelcamp ins Land ziehen, bis passierte, worauf sich die Zuschauer wirklich nicht eingestellt hatten: Endlich plaudert AnastaSIYA Avilova bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“.

In der Folge von Sonntagabend lieferte sie zwar immer noch keine richtigen Erkenntnisse darüber, wieso sie denn so bekannt geworden ist, dass es für den Dschungel gereicht hat. Dafür plauderte sie aus ihrem intimsten Innenleben über einen fürchterlichen Ex-Freund. Denn als sie 16 Jahre alt war, hatte AnastaSIYA einen „ganz schlimmen Freund, der hat mir so viele Komplexe gemacht. Er hat immer gesagt, ich bin fett, hässlich und so. Ich habe mich dann sehr ausgehungert, weil ich mich immer so fett fühlte. Aber ich war ja nicht fetter als jetzt. Die Komplexe hatte ich dann noch sehr lange! Das war keine Liebe, das war Abhängigkeit. Das war Horror pur. Er war sehr eifersüchtig. Am Ende durfte ich keine Röcke tragen, mich nicht schminken. Er hat mich auch geschlagen. Ich war so naiv.“

Hätten die Zuschauer also auch das endlich mal geklärt, wie das Liebesleben von AnastaSIYA Avilova vor dem Date mit Ennesto Monte so aussah.

+++18. Januar 2020: Das passiert an Tag neun+++

Das ist Dschungel: Starkregen, der das Camp (und Teile der Camping-Mannschaft) überschwemmt. Gefährliche Spinnen. Känguru-Schwanz zum Abendbrot. Lagerfeuer. Es ist also nicht so, dass nichts los wäre. Nur bei den Campern nehmen Diskussionen an diesem Tag kaum Fahrt auf.

Aber immer der Reihe nach: Nachdem die Camper ihr von Elena Miras und Danni Büchner erspieltes Neun-Sterne-Dinner mit Gemüse, Litschis und Känguru-Schwanz (Raúl Richter: „Es schmeckt wie Rinderfilet“) genossen haben, wird die nächtliche Lagerstätte von einer Spinnen-Invasion heimgesucht. „Uah, das ist die Tödliche! Das ist auf jeden Fall so eine!“, ist sich DSDS-Sternchen Toni Trips beim Anblick der ersten Spinne sicher. Zweimal rücken danach Ranger an, um das Getier zu entfernen. Bei diesem handelt es sich übrigens laut den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich tatsächlich um die giftige Trichternetzspinne. „Ich setze mich nirgendwo mehr hin”, beschließt denn auch Raúl, der mit Toni Nachtwache gehalten hat.

Nun muss er sich aber auch erstmal um Danni Büchner – wen auch sonst – kümmern. Die ist im australischen Dauerregen nach eigener Aussage „überflutet“ worden, weshalb nun alles nass, ihr Bett nicht nutzbar und Danni völlig am Ende ist. „Ich werde mir den Tod holen”, ist sie überzeugt – und sicher, dass es mal wieder nur sie getroffen hat. Tatsächlich treffen die Auswirkungen des Starkregens jedoch nicht nur sie, sondern alle Camper, die deshalb kurzerhand ins Dschungeltelefon evakuiert werden.

Kurz darauf muss sich die Truppe von Mitcamper Marco Cerullo verabschieden: Er wurde als Erster von den Zuschauern aus dem Dschungel gewählt. „Da war der schwache Marco wohl zu schwach“, lautet sein trauriges Fazit. Deutschland sei nicht gemacht dafür, wenn ein Mann Schwäche zeige. Anders lautet die Analyse von RTL-Superhändler Markus Reinecke, der feststellt: „Ne Lücke wird er nicht reißen.” Schließlich habe Marco die meiste Zeit nur geschlafen.

Das Wetter hat derweil auch positive Auswirkungen: Nach dem Dauerregen ist es wieder erlaubt, ein Lagerfeuer zu zünden, die akute Brandgefahr wegen der Dürre in Australien ist im Gebiet rund um das Camp gebannt. „Jetzt ist richtig Dschungelfieber“, freut sich Sänger Prince Damien, während die Camper mit Feuerstein und Klopapier das Feuer entzünden.

Achja, und dann ist ja auch noch Dschungelprüfung. Verlauf und Ergebnis sind schnell erzählt, muss doch erstmals nicht Danni Büchner antreten, sondern Markus Reinecke. Ohne viel Drama absolviert er die Prüfung mit dem Namen „Ge-Fahrstuhl“ – jene Prüfung die Danni Büchner vor einigen Tagen bereits nach 13 Sekunden abgebrochen hatte. Von einem Aufzug aus geht es in drei Zimmer, wo es gilt, jeweils in drei Minuten zwischen Krokodil, Kröten und Schlangen die Sterne zu sammeln. Ruhig meistert Markus die Aufgabe – und bringt acht von zehn Sternen nach Hause.

Und so neigt sich auch dieser Tag der 14. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ dem Ende zu. Schnell verkünden Sonja Zietlow und Daniel Hartwich noch, dass Toni Trips das Camp verlassen muss und schon ist Schluss - und das ohne große menschliche Dramen. An einem langweiligen Dschungel-Setting hat es heute jedoch nicht gelegen.

„Jetzt ist richtig Dschungelfieber“

Bisher herrschte im Dschungelcamp ein striktes Feuerverbot - zu groß war die Brandgefahr wegen der Dürre. Jetzt ist Regen gefallen, und für die Teilnehmer bedeutet das: Sie dürfen es sich am Lagerfeuer gemütlich machen. Besonders ein Teilnehmer freut sich.

Der lang ersehnte Regen in Australien hat auch für die Dschungelcamp-Teilnehmer Vorteile: Sie haben jetzt die Erlaubnis, ein Lagerfeuer anzuzünden.

Bisher hatte wegen der Dürre ein Verbot von offenem Feuer geherscht, die Teilnehmer mussten sich mit Gaskochern behelfen. Jetzt haben die Behörden ihr offizielles OK für ein Lagerfeuer im Camp gegeben. „Jetzt ist richtig Dschungelfieber“, freut sich Prince Damien.

++++18. Januar++++

Marco Cerulla zweifelt an sich selbst

War er zu schwach? Mochten die zuschauer seine verletzliche Seite nicht? Marco Cerulla musste an Tag 8 das Dschungelcamp verlassen. Die Zuschauer hatten ihn als Ersten rausgewählt. Jetzt fragt sich das Model: Lag es daran, dass er zu viel Schwäche gezeigt hat?

In einem Interview mit RTL sagte er nach seinem Rausschmiss: „Ich hab' schon sehr gelitten.“ Er freue sich jetzt darauf Christina, seine Freundin wiederzusehen. Im Nachhinein denkt er, er hätte besser nicht so viele Gefühle zeigen sollen. „Schwäche will keiner sehen“, ist sein Fazit aus der Show.

Immer wieder kullerten bei Marco die Tränen, wenn er sich mit seinen Mitcampern unterhielt, wie zuletzt mit Sonja Kirchberger. Diese attestierte ihm sogar, er sei sehr sensibel. „Fast zu sensibel.“

Therapiesitzung im Starkregen - Sonja Kirchberger spielt die Hobbypsychologin

Tag acht im Dschungel – und vorbei sein könnte die Zeit der Langeweile. Doch zunächst einmal müssen alle evakuiert werden. In Australien regnet es so stark, dass die Campbewohner im Dschungeltelefon ausharren müssen.

Aber die Sendung muss weitergehen. Schließlich beginnt so langsam die heiße Phase. Die Zeit der Psychospielchen. Oder wie Danni es beschreibt: „Der Konkurrenzkampf beginnt. Die suchen einen, dem sie den Schwarzen Peter unterschieben können.“ Klar, dass die 41-Jährige das nicht auf sich sitzen lassen möchte und emotional zurückschießt. Schließlich ist es der letzte Tag, an dem die Zuschauer entscheiden, wer in die Prüfungen muss. Und vor allem, wer rausfliegt. Bedeutet das etwa das Ende der großen Danni-Show?

Zeit also für alle anderen Mitcamper, auch ein bisschen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zum Beispiel für Sonja Kirchberger, die zur großen Psychologie- und Philosophieoffensive bläst. Während der Nachtwache hält sie Prince Damian einen Monolog über das „Experiment der Menschlichkeit“, das Danni von Anfang an angenommen habe. Und als Marco offen seine Selbstzweifel äußert, therapiert Sonja ihn kurzerhand selbst. „In dir sitzt alter Schmerz, der hoch möchte. Du bist in einer starken Transformation. Du gehst sehr stark in dich hinein. Du hast eine große Traurigkeit hinter den Augen. Daran muss man arbeiten, woher die kommt“, analysiert sie. Und bilanziert schließlich: „Du bist sehr sensibel. Fast zu sensibel.“ Nach diesen Worten ist es um Marco geschehen und er muss die Flucht ergreifen. Dramatischer Abgang mit Tränen in den Augen. Irgendwie sensibel.

Den Stein ins Rollen zur Therapiestunde bringt allerdings Sven, als er ein Gespräch unter Männern schnell abbügelt. Er habe nie Selbstzweifel gehabt. Nie. Nie. Nie. Noch ein Mal mehr, und wir hätten es ihm fast geglaubt. Doch vor laufenden Kameras darf man als ehemaliger Profiboxer ja schließlich keine Gefühle zeigen. Nie.

Mit der Dschungelprüfung geht zunächst auch die große Danni-Show weiter. Zusammen mit Elena muss sie munter Fragen beantworten, während die beiden in Bottiche mit ekligem Inhalt getunkt werden. Perfekte Voraussetzungen eigentlich für eine weitere Prüfung mit magerer Ausbeute. Doch trotz teils eklatanter Wissenslücken (Wie heißt die CDU-Chefin Annegret mit Nachnamen?) greifen die beiden am Ende neun Sterne ab. Dafür wissen sie immerhin, wer die erste Ausgabe der Show gewann und wie die erfolgreichste RTL-Soap heißt. Respekt.

Erst dreht Danni am Rad, dann dreht sich wieder alles um sie. Auch den Mitcampern ist inzwischen bewusst, dass Danni eine „sehr geschäftstüchtige Frau“ ist, die sich exzellent in Szene setzen kann. Doch ein Mittel dagegen scheinen sie nicht zu finden. Bis auf Elena, die uns mit emotionalen Worten an ihren Sorgen teilhaben lässt. Es geht um ihr Kind. „Mich hat man beim Jugendamt gemeldet nach dem Sommerhaus, weil ich eine schlechte Mutter sei. Es gibt ein laufendes Verfahren. Diesen Monat bekomme ich Bescheid. Ich weiß nicht, ob alles gut ist“, sagt sie traurig. Ein offenes Ohr hat wieder einmal Sonja, doch bei den bewegenden Worten hat die Hobbytherapeutin keine passende Antwort parat und stöhnt immer nur geschockt.

Aufgrund der Regenfälle ist es dem Moderatoren-Duo gar untersagt, zur Verkündung der Entscheidung ins Camp zu gehen. Also wird via Dschungeltelefon kommuniziert. Am Ende muss Marco das Camp verlassen, seine Selbstzweifel dürften nach dieser Enttäuschung wohl nicht weniger werden. Immerhin hat der sensible Marco die Entscheidung mit Fassung getragen, ganz ohne Tränen.

Dschungelcamp-Macher trauern am Sendungsende um langjähriges Crew-Mitglied

Am Ende der Dschungelcamp-Sendung am Donnerstag haben sich die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich mit besonderen Worten von den Zuschauern verabschiedet. Sie trauern um einen verstorbenen Kollegen.

Die Macher von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ trauern um Kameramann Manni Friebe, der im Alter von 62 Jahren am Mittwoch gestorben ist. In der Sendung vom Donnerstag nahm das Team Abschied von Friebe, der seit dem ersten Camp 2004 Mitglied der Sendungscrew war. „Normalerweise plaudern wir doof an dieser Stelle oder machen blöde Witzchen, danach ist uns heute nicht“, sagte Moderator Daniel Hartwich kurz vor dem Ende der Sendung, sagte danach: „„Den sehr traurigen Grund sehen Sie gleich.“

Am Ende der Sendung blendete RTL eine Trauertafel mit dem Namen und dem Geburts- und Todesdatum von Friebe ein. Auf Facebook wurde die Tafel auch gepostet. Darunter war zu lesen: „Unser ganzes Team trauert um einen großartigen Kollegen. Kameramann Manni war seit der ersten Staffel mit vor Ort in Australien. Ruhe in Frieden.“ Der Sender RTL erklärte: „Die Einblendung war ein Gedenken an einen großartigen Kollegen, der seit der ersten Staffel dabei war.“

Großer Ärger bei Dschungelprüfung mit Danni Büchner

Es ist nicht so einfach mit dem diesjährigen Dschungelcamp. Zugegebenermaßen: Die Hauptdarstellerin Danni Büchner liefert große Schauspielkunst. Sie weint, sie schreit, sie lacht, sie würgt. Was zum Star fehlt? Sie bringt ihre Rolle einfach nicht authentisch rüber.

Dennoch scheinen die Zuschauer nicht genug von ihr zu bekommen. Und schicken sie Tag für Tag in die Dschungelprüfung. Bereits zum vierten Mal mit ihrer Lieblingsfeindin Elena Miras. Bei „Kaffee und Fluchen“ geht es um den Sendungsklassiker: Eklige Dinge essen.

Elena und Danni essen sich gemeinsam durch die klassische Tierteil-Palette von Schweinehoden und Fliegenlarven über Kakerlaken bis hin zu Fischaugen und Entenzungen. Zur Abwechslung in Kuchen- und Teilchen-Form gepresst. Die eine bleibt tapfer (Elena), die andere verzweifelt (Danni). „Ich schwöre, das schmeckt gut“, ruft Elena Kamelanus kauend. „Ich will nach Hause“, antwortet Danni.

Doch Danni wäre nicht Danni, wenn sie nicht für eine Überraschung gut wäre. Den letzten Gang, warmen Kuh-Urin, trinkt sie vor den Augen der verblüfften Elena in einem Zug weg. Sichert für ihre hungrigen Mitcamper damit einen von insgesamt nur zwei Sternen. Und provoziert den bislang skurrilsten Streit dieser Dschungelcamp-Staffel.

„Das Pipi durfte ich leider nicht probieren“, sagt Elena erst noch gefasst. „Bei diesem Spiel geht es um Teamarbeit. Zusammen“, ergänzt sie dann schon mit gekränktem Unterton. Was mit einem Glas Kuh-Urin begann, entwickelt sich zum handfesten Streit. Elena wirft Danni falsches Spiel vor. „Wenn die Kameras kommen, dann macht das so ‚Klick‘ bei dir“, sagt sie.

Im Camp erzählen beide ihre Pipi-Story. „Ich wollte einfach was Gutes zurückgeben, weil sie so viel für mich getan hat. Und das ist auch falsch? Ich hab keinen Bock mehr“, sagt Danni. Elena erzählt derweil Läster-Schwester Sonja Kirchberger, dass sie keinen Urin trinken durfte. Und man fragt sich: Reichen sieben Tage Dschungel für solche Streitigkeiten? Sind die immer so? Oder spielen alle ihren eigenen schlechten Film?

Wenn ja, ist Dannis Drehbuch („Ich bin hier, weil ich es meinem verstorbenen Mann versprochen habe“) das beste. Ob man es glaubt oder nicht. Das liegt vor allem an der Langeweile, die weiterhin den Rest des Camps durchströmt.

Die RTL-Eigengewächse Marco Cerullo, Prince Damian und Raul Richter spielen an Tag sieben überhaupt keine Rolle. Wendler-Ex Claudia Norberg und Anastasiya Avilova nur als zweifelnde Sidekicks von Danni. Bleiben Sven Ottke in der Rolle des ahnungslosen Harmonie-Ankers im Camp („Wer denkt denn, du spielst ein falsches Spiel Danni?“) sowie Elena und Sonja, die sich vor allem dadurch definieren, dass sie Danni Schauspielerei vorwerfen. Eigentlich aber nur sauer sind, dass sie nicht selbst für die Hauptrolle besetzt wurden. Wohl auch aus Langeweile macht in dieser Runde „Superhändler“ Markus Reinecke halbherzig mit.

Dass der Streit mit Danni die einzige Chance ist, überhaupt noch Sendezeit abzukriegen, merkt dann auch DSDS-Kandidatin Toni Trips. Und beginnt am Lagerfeuer mit ihr ein Gespräch darüber, wer jetzt zu wem respektlos ist. Beim gemeinsamen Besuch im Dschungeltelefon bekommt Toni, was sie erhofft hat. Danni wird sauer und stürmt wütend heraus („Das Gesabbel muss ich mir echt nicht anhören“). Mission erfüllt.

Achso. Danni und Elena müssen wieder zusammen in die Dschungelprüfung. Und… umarmen sich ausgelassen? Vielleicht gibt es ja doch noch einen neuen Film. Ein wenig Hoffnung wird ja noch erlaubt sein.

Das sagt Wolfgang Schäuble zu Günther Krauses Einzug ins Dschungelcamp

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble bedauert die Teilnahme von Günther Krause am RTL-Dschungelcamp. In der ARD-Talksendung „Maischberger. Die Woche“ beendete er den vorgegebenen Satz: „Dass Günther Krause, mit dem ich vor 30 Jahren den Einigungsvertrag ausgehandelt habe, am Dschungelcamp teilgenommen hat...“ mit „...hat mir weh getan“.

Krause, inzwischen 66 Jahre alt, war mit Schäuble Verhandlungsführer beim deutsch-deutschen Einigungsvertrag 1990 und danach Bundesverkehrsminister. Er war der erste Politiker, der an der Sendung „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ (IBES) teilnahm. Krause musste jedoch bereits am zweiten Tag das Camp wegen gesundheitlicher Probleme wieder verlassen. Er war der erste Prominente, der von Anfang für alle Prüfungen des Formates gesperrt war.

Tag 6: Dschungellagerkoller – und Legat liest Kafka

Nur eine Stunde dauert das Dschungelcamp an Tag sechs – es ist die bislang kürzeste Folge der Staffel. Und, wenn man mal ganz ehrlich ist: Das ist auch gut so. Denn wie in jedem Jahr gehen in dieser Phase zwischen Einzugs-Euphorie und Dschungelkronen-Schlussspurt den Showmachern die Ideen und den Kandidaten die Puste aus. Daher die Zusammenfassung von Folge sechs auch hier in aller Kürze:

Sie sehen: Das Dschungelcamp am Mittwochabend ist alles andere als eine schöne Bescherung. Da nützt es auch nichts, dass die Dschungelprüfung „Verlies Navidad“ heißt. Und um noch eine dritte Weihnachtsanspielung unterzubringen: Elena geht draus keinesfalls als „Oh, du Fröhliche“ hervor.

Denn schon vor der Dschungelprüfung in dem düsteren Verlies mit allerlei Getier ist sie die Blasseste der dahinvegetierenden Dschungelcamper. Auf dem Rückweg muss sie sich setzen, Schwindelanfall. Der Grund für Elenas Zustand liegt auf der Hand: „Wir sind alle müde, so wenig Essen, langsam wird es ernst.“ Der Dschungellagerkoller greift um sich.

Gibt es noch Hoffnung? Für den Moment nein. Das Einschalten lohnt wohl erst wieder an dem Tag, an dem nicht mehr die Zuschauer entscheiden, wer (also Danni Büchner und Elena Miras) in die Dschungelprüfung muss. Das wäre gleich in mehrfacher Hinsicht positiv: Weniger Sendezeit für die nervtötende Danni, mehr Sterne und Essen für die Camper, weniger Lethargie und Dschungellagerkoller – mehr Unterhaltung für die Zuschauer!

Tag 5: Der Prince besteigt den Thron - „Ich mache jetzt groß“

Ja ja, es war langweilig. Aber was lange währt, wird endlich gut. Denn das Dschungelcamp ist wie ein Harzer Roller, das muss erstmal reifen. An Tag 5 haben die Protagonisten nun ihre Rolle im Camp gefunden. Jeder weiß nun, was er zu tun hat: lästern.

Gleich zu Beginn die große Erleichterung, der Prince besteigt den Thron. „Ich mache jetzt groß“, sprach’s und verschwand. Der Haufen ist weg, lange lebe der Haufen. Doch die Freude verbreitete sich nicht im Volke. Danni ist das alles zu viel Nähe, außerdem wollte sie gerade Zähneputzen. Und überhaupt sucht sie ihren Hut: „Scheiße“. Im Dreck schlafen muss sie auch noch. Wie gut, dass sie als einzige Campbewohnerin in den Genuss einer Ablenkung kommt. Dschungelprüfung. Die Hoffnung auf Essen treibt’s an.

Blöd nur, dass alle draußen die drinnen lieber hungern sehen wollen. Du bist nicht du, wenn du hungrig bist, lautet eine bekannte Werbebotschaft. Im Dschungel kehrt erst der leere Magen das wahre Ich nach außen. Und Danni kehrt erwartungsgemäß ohne Stern vom „Gefahrstuhl“ zurück. Als sie die Schlange erblickte, spie sie den verbotenen Satz hinaus.

Mit der Aussicht auf kein Essen beginnen die Spielchen. Zielscheibe Danni: „Es wird halt nicht besser, wenn man sich darin suhlt“, predigt Raúl. „Danni ist nicht richtig. Sie ist falsch. Sie zeigt nicht ihr wahres Ich“, offenbart Elena und Sonja Kirchberger unterstellt Danni falsche Tränen.

Danni heult sich bei Sven Ottke aus, beklagt zu wenig Unterstützung der anderen Camper und beschwert sich über die Zuschauer: „Die geben jeden Tag 50 Cent für mich aus. Die Idioten.“ Man wolle sie leiden sehen. Moment. Sind die Prüfungen nicht eigentlich dazu da, dass die Teilnehmer über sich hinauswachsen können? Egal.

Zeit für Ablenkung. Im vergangenen Jahr veranstaltete der Yotta einen Grundkurs in „Postkarten-Phrasen dreschen und dabei irgendwas mit den Armen machen“, in diesem Jahr bietet die hohe Ü50-Dichte nur eines an: Seniorenturnen mit Boxweltmeister. Auf den Rücken legen, Beine hoch und die Knochen knacken lassen. Sonja Kirchberger ist begeistert, träumt davon, dass „Svenni“ ihr eine private Gymnastikstunde verpasst. „Ich würde gerne mal mit Svenni so richtig trainieren. Ich liebe das, wenn ich meinen Körper spüre.“ Dass es nicht erotischer wird, spürt auch der Trainer höchstpersönlich: „Das war mein Highlight des Tages“, sagt der Boxweltmeister. Richtig so, denn wenn du nichts erwartest, dann kannst du auch nicht enttäuscht werden.

Und so kam es, dass zehn von elf Dschungelcampern irgendwann fröhlich Bohnenwasser schlabbern und die Konsistenz loben. Als Raúl und Anastasiya dann sogar noch eine Zitrone beim Rätselspiel ergattern, träumen alle von einem besseren Leben.

Einzig für Claudia Norberg haben sich die Lebensumstände im Dschungel verbessert. Denn in den eigenen vier Wänden erwarten sie zwei Teenager und ihr Mann, von dem sie de facto zwar getrennt ist, der immer noch zusammenlebt. „Warum“, fragt Sven völlig entgeistert. „Völlig pervers, die ganze Nummer.“ Er rät zu einer Scheidung und einem Anwalt. Doch warum Claudia überhaupt mit dem Wendler verheiratet war, fragt keiner.

Und so endet Tag 5 wie er angefangen hat: Danni wird auch für die nächste Dschungelprüfung nominiert, gemeinsam mit Elena. Trotz der Androhung der Moderatoren, dass Thorsten Legat dann Kafka lesen werde. Wir freuen uns auf beides.

Die Wendler-Bombe ist eine große Luftnummer

Glaubt man den Erzählungen von Claudia Norberg, lief die Trennung von ihrem Ex Michael Wendler wie folgt ab: Man habe sich nach 29 Ehejahren einfach auseinander gelebt. Es habe "Differenzen" gegeben und dann habe sich der heute 47-Jährige in eine andere verliebt - die 28 Jahre jüngere Laura Müller. "Die neue Frau war der Trennungsgrund", sagte Claudia Norberg an Tag eins im Camp, das Auseinandergehen sei aber komplett einvernehmlich verlaufen.

Doch dann der Auftritt von Mitcamperin Elena Miras. Die meint, dass es zwei Versionen von der Geschichte gebe und geht damit seit dem Einzug im australischen Urwald hausieren. In chronologischer Reihenfolge:

Welche Wahrheit? Das fragen sich die Zuschauer jetzt schon seit Tag eins - auch weil Elena das Thema immer wieder ausgräbt. Dabei ist die Wendler-Bombe nichts als eine große Luftnummer. Es ist schon seit Monaten bekannt, was aus Sicht des Schlagersängers zum Ehe-Aus mit Claudia Norberg geführt hat. Denn der Wendler nahm im Juli 2019 gemeinsam mit Teenie-Freundin Laura Müller am "Sommerhaus der Stars" teil. Dort sagte er auf Claudia Norberg bezogen: "Und dann nachher hat sie es gemacht.“ Mit-Kandidatin Kate Merlan, die damalige Freundin von Ex-„Caught In The Act“-Sänger Benjamin Boyce, fragte: „Dich betrogen oder was?“. Und der Wendler nickte.

Claudia Norberg hat sich zu diesen Fremdgeh-Vorwürfen bis heute nicht geäußert. Ob sich das im Dschungelcamp 2020 noch ändert? Elena Miras zumindest wird es wohl weiterhin versuchen.

Tag 4: Der Fisch stinkt vom Kopf her

„Der Fisch stinkt vom Kopf her“ – diese Redewendung besagt, dass die Ursache eines Problems auf der oberen Ebene, also bei der Führung, zu finden ist. Im Falle des RTL-Dschungelcamps heißt sie aber zunächst einmal genau das, was dort Wort für Wort steht: An Tag vier stinkt der Fisch vom Kopf her – und zwar vom Kopf von Kandidatin Elena Miras.

Die muss gemeinsam mit Danni Büchner zur Dschungelprüfung „Heißer Stuhl“ antreten. Dabei sitzt Elena auf einem Brett über einem Becken voller stinkender Fischabfälle. Der Bikini sitzt zwar, Elena allerdings nicht sehr lange. Denn bei der Dschungelprüfung sind Feingefühl und Köpfchen gefragt – etwas, mit dem die kreischenden Kandidatinnen am Montagabend nicht wirklich aufwarten können. Und so plumpst Elena ein ums andere Mal in den Ekel-Bottich. Bedanken darf sich die fischig vom Kopf her stinkende Schweizerin dafür bei der mal wieder kopflos, panisch auftretenden Danni Büchner. Mehr oder minder nach dem Motto „Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn“ erspielen Elena und Danni immerhin fünf von elf Sternen.

Der nächste, der zutage bringt, dass er nicht mehr der frischeste Dschungelcamper ist, ist Sven Ottke. Der 52-Jährige sinniert übers Älterwerden. „Dann merkst du, dass der Körper das nicht mehr hergibt, was in deinem Kopf vorgeht. Die Differenz zwischen Körper und Geist wird immer größer“, stellt er fest und befindet: „In meinem Kopf bin ich jung.“ Dass das nur bedingt stimmen kann, zeigt der Ex-Boxer allerdings in der nächsten Szene."

Denn Sven Ottke bringt es nach inzwischen vier Tagen immer noch nicht zustande, sich die Namen seiner zehn Mitcamper zu merken. Für ihn heißen die anderen Kandidaten laut seiner eigenen Aufzählung unter anderem Helmut, Michael, Anna-Lena und „die, die von ihrem Ehemann verlassen wurde“. Außerdem gibt es da noch „den, der mit Prince Damien Nachtwache gemacht hat“. Immerhin ein richtiger Name war dabei. Bravo.

Ein weiterer Fisch im trüben Teich der Dschungelcamper ist Marco Cerullo. Der versteht die Regel, dass nachts immer zwei Camper die Feuerstelle bewachen müssen, einfach nicht. Aber nicht im Sinne von „die Regel hinterfragen“, sondern mehr im Sinne von „häää?“. „Sobald es hell ist, ist die Nacht doch rum. Ist das richtig?“, fragt der ratlose Marco. Dann versucht er noch „zwischen den Zeilen“ zu lesen, nur um am Ende zu diesem Ergebnis zu kommen: „Tag ist dann, wenn die Sonne untergeht.“ Alles klar.

Doch nicht nur in Australien, auch in Deutschland stinkt der Fisch vom Kopf her. Anders ist nicht zu erklären, dass die Zuschauer schon wieder – zum vierten Mal in Folge – Danni Büchner in die Dschungelprüfung wählen. Dabei sagt sie sogar in die Kamera, dass sie sich über jede Sendeminute, in der sie ihre nervtötende „Danni-Show“ abziehen kann, freut. Und die Zuschauer tun ihr auch noch den Gefallen anstatt mal für etwas Abwechslung zu sorgen.

Genau das ist es, was dem Dschungelcamp bei seiner inzwischen 14. Staffel fehlt: Abwechslung. Und damit gilt „Der Fisch stinkt vom Kopf her“ immer mehr auch für „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ als Ganzes. Die Showmacher lassen sich kaum Neuerungen einfallen, es ist immer das gleiche – völlig egal, ob Dschungelprüfung, Schatzsuche oder schlecht gescriptete Streitereien. Klar: Der Mensch sehnt sich nach Beständigkeit. Aber das Dschungelcamp ist nicht mehr be-, sondern rückständig. Es fehlt an frischen Ideen und neuen Konzepten, die den immer offensichtlicher schwindenden Schwung zurückbringen könnten.

Der einzige Lichtblick in dieser langweiligen Staffel ist bislang Ex-Camper Thorsten Legat: Der fehlt zwar in Folge vier und lief auch in den Tagen zuvor nur ein paar Mal grinsend oder mit Motto-Shirts durchs Bild – aber immerhin waren seine Auftritte mal etwas, mit nicht unbedingt zu rechnen war. Als Innovation für die Dschungelcamp-Rettung geht das Legat-Comeback natürlich trotzdem nicht durch. Denn wenn man mal ganz ehrlich ist: Auf die flachgründigen Sprüche des Ex-Kandidaten passt der in diesem Text viel beschworene Ausspruch ja irgendwie auch.

War Anastasiyas Entschuldigung im Dschungelcamp eine Lüge?

Während die D-Promis im Dschungelcamp ihre eigenen Süppchen köcheln, versucht mal wieder ein übriggebliebener Z-Promi von außen den Brei zu verderben. Die Rede ist von Ennesto Monté, Ex-Freund von Dschungel-Camperin Anastasiya Avilova. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Teilnahme bei der Nackt-Show "Naked Attraction" und machte dort vor allem durch eine Penis-Vergrößerung von sich Reden. Außerdem ersteigerte er eine Beziehung mit der Dschungel-Fürstin Helena Fürst und war mit ihr im "Sommerhaus der Stars" zu sehen. Zum Dschungelcamp hat es noch nicht gereicht - ganz im Gegensatz zu seiner neuesten Verflossenen Anastasiya.

Das Model und Reality-TV-Sternchen war acht Wochen mit Ennesto Monté zusammen. Nach der Trennung dichtete sie ihm öffentlichkeitswirksam eine Beziehung mit Danni Büchner, der Witwe des Kult-Auswanderers "Malle Jens", an. Im Dschungelcamp entschuldigte sie sich dafür bei ihrer Mitcamperin Danni. Alles eine Farce - behauptet jetzt Ennesto Monté: „Anastasiya würde jetzt die Kratzer ausfahren lassen, ihre Krallen. Das ist Anastasiya. Sie ist sehr emotional, sehr temperamentvoll.“ Zum Beweis, dass ihre demütige Entschuldigung nicht ernst gemeint gewesen sein könne, fasst er sich im RTL-Video an den Rücken und lacht anzüglich: „Ich habe immer noch einige Kratzer von ihr, weil sie so eine Wilde ist.“

Dass der Zoff zwischen Anastasiya und Danni im Dschungelcamp noch einmal hoch kocht, ist unwahrscheinlich. Beide Camperinnen wirken so, als ob sie damit abgeschlossen haben. Da kann sich Ennesto Monté noch so sehr wünschen, wieder im Mittelpunkt zu stehen: „Die sollen aufeinander losgehen.“ Dafür muss er sich schon eine neue Ex-Freundin suchen.

Tag 3 im Dschungelcamp: Die große „Danni-Büchner-Show“ – und täglich grüßt das Dschungeltier


Dritter Tag, selbes Bild: Danni Büchner. Wer beim RTL-Dschungelcamp einschaltet, kommt auch in der dritten Folge einfach nicht an der Witwe des Kult-Auswanderers „Malle Jens“ vorbei. Die schnappt sich Sendeminute um Sendeminute und strapaziert die Zuschauernerven mit kreischender Hysterie, kleinkindlichem Herumgejammer und vor allem kaum auszuhaltender Selbstdarstellung. Oder wie sie selbst sagt: „Das wird hier noch eine Danni-Show.“

Füllhorn ihrer Selbstbestätigungs-Kur ist ihre erneute Wahl in die Dschungelprüfung. Zum zweiten Mal wurde sie von den Zuschauern hineingewählt, insgesamt ist es am Sonntagabend schon ihr vierter Kampf um die Sterne. Es läuft also eigentlich alles wie immer: Die Zuschauer suchen sich die Kandidatin aus, die am zuverlässigsten versagt – um das bestellte Scheitern in der Dschungelprüfung dann gemütlich von der Couch aus zu beobachten. Das Problem: Danni Büchner redet sich die eigene Unbeliebtheit einfach schön. „Das ist doch gut, das ist meine Zeit, meine Sendezeit“, sagt die Fünffachmutter. „Der Zuschauer beschäftigt sich also mit mir – das hat ja auch was. Also scheine ich ja nicht so uninteressant oder langweilig zu sein.“ Eigentlich will man ihr allein schon wegen dieser Aussagen gar nicht erst den Gefallen tun, sich überhaupt weiter mit ihr zu beschäftigen. Doch es geht leider nicht anders. Schuld daran sind gleich zwei Personengruppen.

Zum einen die Zuschauer, die Danni Büchner in die Dschungelprüfung wählen. Danni sieht den Ausflug ins „Albtraumschiff“ als ihre „Bühne“ für den „Soloauftritt“ – und die Wahl als Aufforderung, sich noch mehr in den Mittelpunkt zu spielen. Dafür hat sie in der Prüfung elf Minuten Zeit. Und die nutzt sie. Ziellos und meckernd irrt und taumelt sie durch die Tiergehege mit Kamelen, Schlangen, Spinnen und Echsen. Sie schreit und jammert, während ihr Kakerlaken in den Nacken regnen. Am Ende hat sie vier von elf Sternen in ihrem Beutel. Wie auch immer das passiert ist.

Die anderen, die schuld sind, an dieser unnötigen, dritten Ausgabe von „Täglich grüßt das Dschungeltier“ mit Danni Büchner in der Hauptrolle, sind die restlichen Dschungelstars im Camp. Obwohl „Dschungelstatisten“ wohl treffender wäre. Denn die anderen Camper tun nicht wirklich etwas, um der nervtötenden Danni mal etwas Sendezeit streitig zu machen. Hier die spannendsten Beichten der anderen Camper: Marco hat Angst vor Heuschrecken. Toni Trips ist als Teenie von zu Hause ausgerissen. Prince Damien war noch nie verliebt. Sven Ottke ist als Kind mal aus dem Kindergarten rausgeflogen – der alte Bad Boy. Das ist aber immer noch besser als Raúl Richters Geständnis, dass er Klavier spielt – und zwar schon länger.

Die einzige, die zwischen Dannis dauerhaftem Genörgel, Generve und Geheische nach Aufmerksamkeit mal für etwas Abwechslung sorgt, ist Full-Time-Drama-Queen Elena Miras. Die hatte schon am Vortag angedeutet, mehr über die Trennung von Schlagerstar Michael Wendler und seiner Ex-Frau beziehungsweise Dschungelkandidatin Claudia Norberg zu wissen. Um sich weitere Sendezeit zu sichern, stellt sie am Sonntagabend noch einmal klar, wie dicke sie mit der neuen Adoptiv-Teenie-Freundin des Wendlers sei. „Die Laura hat mich angerufen und wollte, dass sie nicht immer als die Böse dargestellt wird. Klar, mache ich dann meine Schnauze auf“, sagt Elena

Claudia Norberg versucht derweil weiter ihre Geschichte von der einvernehmlichen Trennung nach einer auseinandergelebten Ehe zu erzählen. Doch Elena besteht darauf, ungefragt eine Lanze für Wendlers Neue Laura Müller zu brechen: „Du hast gesagt, Laura ist gekommen und er hat dich verlassen. Aber das war ja gar nicht so. Das war ja gar nicht der Grund für die Trennung. Der Grund war etwas völlig anderes. Da ist etwas passiert und deswegen habt ihr euch getrennt.“ Natürlich lässt Elena die angekündigte „Bombe“ noch nicht platzen – schließlich könnte sie sonst ja noch schneller langweilig werden als ohnehin schon

Die Zuschauer gönnen ihr etwas mehr Sendezeit: Elena darf in die nächste Dschungelprüfung. Vielleicht ist sie dann ja zu beschäftigt, um den nächsten verzweifelten Vorstoß in die Bekanntheits-Sphären der Wendler-Welt zu starten. Der einzige Haken ist, dass sie nicht allein in die Dschungelprüfung geht. Und so ist zu befürchten, dass es auch in der nächsten Folge wieder heißt: Die große „Danni-Büchner-Show“ – und täglich grüßt das Dschungeltier.

Tag 2 im Dschungelcamp: „Ich stehe auf der Seite von Laura und Michael“

Noch sind alle gut genährt und ausgeschlafen. Bis zur ersten Dschungelprüfung. Die Zuschauer haben gewählt, es trifft Elena Miras und Danni Büchner. Und endlich ist sie da, die schlechte Stimmung im Camp. „Bum bum, in ein paar Tagen sieht die Welt ganz anders aus“, ätzt Danni gegen die locker-flockige Urlaubsstimmung der anderen. Zur Prüfung müssen die beiden trotzdem. „Grauen Under“ heißt das Vergnügen. Doch bevor es in die Ekelgrotte geht, klären Danni und Elena erst, wer oben und wer unten ist. In elf Minuten können sie elf Sterne ergattern, die Danni ertaucht und Elena in der oberen Etage entgegennimmt.

Es sind elf Minuten pure Bedürfnisbefriedigung für alle, die wirklich hauptsächlich für die Prüfung einschalten. Die beiden gönnen sich die volle Zeit und schaffen es, keinen einzigen Stern nach draußen zu schaffen. Danni, schon vor dem Einstieg in die Grotte ein Nervenbündel, wittert in jeder Kabine Krokodile, und auch Elena kann sie trotz „Die haben mehr Angst vor dir...“-Beschwörungen nicht überreden, abzutauchen. Elena selbst, die sich vorher noch „Platzangst“ attestierte, bleibt erstaunlich ruhig. Wohl auch, weil bei Agoraphobie die Angst auf weiten Plätzen ausgelöst wird. Kein Stern, kein Essen. Dafür wissen die Zuschauer jetzt vermutlich, wen sie auch durch die nächsten acht Prüfungen schicken werden. Danni darf wieder ran.

Gut, dass das alles nur zweitrangig ist. Wichtiger, als das was im Dschungel passiert, ist das, worüber geredet wird. In diesem Fall: Pikante Details, was da genau mit dem Wendler, seiner Laura und Ex Claudia Norberg war. Die verrät jetzt: „Ja, die neue Frau war der Trennungsgrund. Das war nicht angenehm.“ Sonja und Raúl nicken mitfühlend. Auftritt Elena, die was weiß, was sonst niemand weiß. „Es ist auch krass, warum das so ist“, flüstert sie bedeutungsschwanger Pritschennachbarin Danni zu. Und dann der Satz, mit dem wohl niemand gerechnet hätte, als Elena noch im „Sommerhaus der Stars“ wohnte und mit den beiden nicht allzu gut zurechtkam: „Ich stehe auf der Seite von Laura und Michael.“ Es gebe zwei Versionen. „Das wird eine kleine, vielleicht auch eine größere Bombe, die platzen wird. Es tickt schon!“. Für Tag 2 bleibt’s dann aber noch beim Teaser, schließlich muss Elena ja Argumente haben, eine Runde weiterzukommen.

Nach dem frühzeitigen Abgang von Ex-Verkehrsminister Günter Krause gibt es wohl keinen Nachrücker, auch wenn Torsten Legat sich mehrfach in den Bildausschnitt schummelt, als Zietlow und Hartwig gerade erklären, wieso sich Anastasiya bei Danni entschuldigt hat. Genau, da war doch noch was. In Kürze: Anastasiya ist bekannt geworden als Freundin von Ennesto Monte, hauptberuflich Schlagersänger und seinerseits bekannt geworden, weil er sich vor der Teilnahme bei „Naked Attraction“ „Klein-Ennesto“ ein bisschen größer zaubern ließ. Danni und Ennesto sind gut befreundet. Nach der Trennung von Anastasiya streute diese das Gerücht, dass Danni Schuld sei. Stimmte wohl nicht so ganz, wie sie im Dschungel zugab.

Anlässe zu streiten gibt es also genug. Alle Hoffnungen für Gesprächsnachschub in der Kaffeeküche liegen dabei auf Krawalltante Elena, die schon bewiesen hat, wie Ausrasten im Reality TV richtig geht. An Tag 2 war sie ungewohnt empathisch und gelassen unterwegs - hoffentlich nur, um ihre Kräfte zu bündeln.

Das schnelle Aus des ehemaligen Bundesverkehrsministers Günther Krause hat auch die zweite Folge von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ am Samstagabend auf RTL dominiert. Der bekannte Politiker war nach nur 24 Stunden im Camp aus der TV-Sendung genommen worden – auf ärztlichen Rat. Wie RTL zeigte, erlitt der „Architekt der Einheit“ einen Schwächeanfall, wurde von Rangern aus dem Camp geholt und unmittelbar danach in ein Krankenhaus gebracht. Von dort meldete er sich während der Sendung zu Wort und gab Entwarnung. „Mir geht es heute schon besser als gestern. Ich hoffe, dass ich morgen wieder unter die normalen Leute kann. Ich wurde vor und im Dschungelcamp auf Herz und Nieren untersucht und alles war immer bestens“, sagte der Minister a.D. Trotzdem sei bei ihm gestern der Crash gekommen. „Scheinbar ist das Dschungelcamp doch etwas anstrengender als Campingurlaub. Ich würde gerne wieder zurück ins Camp gehen, aber es geht nicht.“

Als wir statt der Tiere den Wald verließen

Darf Deutschland das Dschungelcamp gucken, während der Dschungel brennt? Wenn die neue Staffel so läuft wie die Auftaktfolge am Freitagabend, lautet die Gegenfrage: Wozu?

Bevor Sonja Zietlow beinahe ernst wird, aber wirklich nur beinahe, denn mehr nimmt man ihr nicht ab, ruft sie uns zu: Juhuu. Es sind die ersten Worte der Moderatorin, und sie sollen uns zu verstehen geben: Australien mag brennen, aber du, lieber Zuschauer, bekommst auch in Staffel 14 das Dschungelcamp, das du von uns gewohnt bist. Danach erklärt sie, warum es okay ist, dass RTL das Dschungelcamp ausstrahlt, und warum es okay ist, dass wir uns das ansehen. Die australische Version von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ laufe seit 5. Januar, sagt Zietlow, und solle man betroffener sein als die Betroffenen? Sie verschweigt uns, dass das australische Dschungelcamp wie in jedem Jahr in Südafrika produziert wird.

Daniel Hartwich hat noch einen Grund fürs bedenkenlose Gucken vorzutragen. Australien sei schließlich nicht der einzige Brandherd, und sie wollten selbstverständlich helfen, deshalb habe RTL schon mal 100.000 Euro gespendet. Zietlow setzt noch einen drauf und liest ein Statement der australischen Botschafterin in Berlin vor, die ihre Dankbarkeit für die Fortsetzung der Produktion äußert. Selbst unserem mürben Freitagabend-Gehirn bleibt nicht verborgen, dass einer Vertreterin Australiens selbst die Aufnahmen deutscher Viertelpromis im Dschungel natürlich lieber sind als die Aufnahmen brennender Koalabären.

Aber wir spüren an diesem Freitagabend, dass da etwas nicht stimmt. Der Erfolg der Selbsterniedrigungsshow mit überwiegend Minimalstbekanntheiten beruht darauf, dass die Kandidaten zwar in den Dschungel gehen, die Zuschauer aber in den Dschungel fliehen. Die Campbewohner haben viel zu viel Zeit, um sich nicht irgendwann mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Wir, die Zuschauer, hingegen wollen über die kleinen Probleme der Kandidaten - die Toiletten, die Mahlzeiten, die Schlafgelegenheiten - die großen Probleme vergessen, die eigenen und die der Welt.

Doch an diesem Tag beginnen wir zu ahnen, dass das nicht mehr lange funktionieren wird. Heute bedroht das Feuer vielleicht nur unsere neben Länderspielen und Tatort beliebteste TV-Sendung, aber morgen bedroht es vielleicht schon unser eigenes Haus. In der Werbepause berichtet Ilka Eßmüller in der Vorschau aufs Nachtjournal, dass sich zwei Feuer zu einem Megafeuer zusammenschlossen hätten.

Um eine Bedrohung, die größer wird, zumindest vorübergehend zu vergessen, muss die Droge stärker werden, die wir einnehmen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wir haben das alle schon viel zu häufig gesehen und wir haben es schon besser gesehen. Die Leute, die etwas richtigzustellen haben. Die Leute, die aus dem Schatten eines früheren Partners treten wollen. Die Leute, die einfach nur dabei sind, weil das ihr Beruf ist, regelmäßig bei so was dabei zu sein. Es gibt keine Stars, es gibt bloß einige, die mal so was waren wie Stars (Sven Ottke, Sonja Kirchberger). Die meisten aber gehören zum Heer der namenlosen Bachelor-DSDS-Teilnehmer.

Wie sie vom Ranger aus dem Hotelschlaf gerissen werden. Wie sie im Hubschrauber in den Dschungel geflogen werden. Wie sie dann auf dem Weg ins Lager schon einmal Sterne gewinnen können. Das alles langweilt uns. Der Gang über die Wackelbrücke zieht sich bis ins Unendliche. Wir regen uns bei Twitter ein wenig über den übermotivierten Motivator Sven Ottke auf. Als Elena - Nachname egal - beim Schlüpfen in die Campkluft sagt, sie werde ihren Vertrag lesen, sobald sie zu Hause ist, um dann zu sehen, was sie gegen die aufdringliche Rangerin machen kann - da lächeln wir kurz in uns hinein.

Gegen 23.40 Uhr halten wir den Atem an. Eine Bildstörung. Nur kurz glauben wir, dass sich etwas Aufregendes zuträgt. Es geht dann einfach weiter. Mit der Dschungelprüfung, die auf „Dinner For One“ anspielt. Ein Zebrafell liegt vor der langen Tafel. Zietlow sagt: „Die gleiche Kotzedur wie jedes Jahr.“ Elena sagt: „Freude... Freude ist jetzt nicht vorhanden.“ Gegessen werden müssen Kakerlaken, Schweinevagina und Truthahnhoden. Wir überlegen, ob zumindest die Truthahnhoden neu sind. Das Team der zwölf beschränkt Haftbaren hat schon vorher kaum eine Gelegenheit ausgelassen, keinen Stern zu gewinnen. Der Lohn dafür, dass die meisten von ihnen gleich alles wieder ausspucken, sind drei Sterne. Am Samstag darf es Daniela Büchner, die Witwe des früheren Kandidaten Jens Büchner, zusammen mit Elena in der Dschungelprüfung versuchen. Es läuft auf eine Katastrophe hinaus.

Doch da ist immerhin Günter Krause. Er war Verkehrsminister unter Helmut Kohl, arbeitete zuvor als DDR-Vertreter an der deutschen Wiedervereinigung mit. Dann musste er zurücktreten und ließ sich weitere Dinge zu Schulden kommen, eines führte zu einer Verurteilung.

RTL hat ihn als ersten ins Camp geschickt, weil seine Gesundheit es nicht zulässt, auch nur irgendeine Prüfung zu absolvieren. Im Lager sehen wir ihn, wie er alleine herumläuft, T-Shirts faltet und trotzdem schwitzt. Später spricht er alle auf Russisch an, die auch nur halbwegs nach osteuropäischer Migrantin aussehen. Wir fühlen mit diesem Mann, dessen Zeit offenbar mehr als abgelaufen ist, und der trotzdem von sich sagt: „Als ehemaliger Bundesminister muss ich eine Führungspersönlichkeit sein.“ Als Ranger in der Nacht nach etwas im Camp suchen, glaubt er an eine Schlange, und sagt einen Satz, der die künftige Lage der Menschheit gut zusammenfasst: „Wenn es dunkel ist, sind wir strategisch im Nachteil.“

Doch noch in der ersten Folge beruft Dr. Bob ihn ab, weil sein Zustand so bedenklich ist wie der des Planeten. Die nächsten zwei Wochen darf er im Hotel verbringen. Als er das Camp verlässt, verlassen wir es ein wenig mit.

+++++10. Januar 2020+++++

Diese Tipps hat Evelyn Burdecki parat

Ab Freitagabend kämpfen wieder zwölf mehr oder weniger prominente Menschen in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ um die Dschungelkrone. Jemand, der bestens weiß, was die Kandidaten vor Ort erwartet, ist Evelyn Burdecki. Im vergangenen Jahr wurde die Düsseldorferin zur Dschungelkönigin gewählt und hat daher ein paar Tipps für die angehenden TV-Camper.

Die wichtigste Frage ist natürlich, welche Strategie die besten Chancen auf den Titel bietet. Doch da wiegt Evelyn Burdecki schnell ab. „Es gibt keinen Tipp, wie man Zuschauer für sich gewinnt!“ Sie selbst sei vor einem Jahr ohne einen Plan in das Camp gegangen. „Ich war einfach ich selbst, Evelyn, wie sie leibt und lebt.“ Sie habe immer gesagt, was sie denke und sich nicht verstellt. Diese authentische Art brachte ihr zwar auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Blitzbirne“ ein, verhalf ihr aber letztlich auch zum Sieg. Deshalb ihr Rat an die neuen Kandidaten: „Bleibt wie ihr seid, kämpft für den Sieg und bleibt fair“

Die größte Herausforderung im Camp war für Evelyn Burdecki der langweilige Alltag. Denn abseits der Prüfungen und Schatzsuchen gibt es im Camp nicht viel zu tun. Wer die Düsseldorferin im vergangenen Jahr erlebt hat, wird sich aber sicher nicht über ihren Ratschlag zur Bekämpfung der Langeweile wundern: „Reden, Reden, Reden“, sagt sie. Wobei das natürlich voraussetzt, dass man bei den berühmten Lagerfeuergesprächen auch etwas zu erzählen hat.

Das dürfte zum einen sicher für Sonja Kirchberger gelten, die auf eine lange Film- und Fernsehkarriere zurückblicken kann. Zum anderen wird auch Günther Krause die eine oder andere spannende Geschichte erzählen können. Denn mit ihm ist nicht nur der erste Politiker, sondern gleichzeitig auch der erste ehemalige Bundesminister unter den Kandidaten. Von 1990 bis 1991 war er Minister für besondere Aufgaben, danach bis 1993 Verkehrsminister, bis er nach einer Reihe von Skandalen schließlich zurücktrat. Bei der Frage nach ihrem Favoriten denkt Evelyn Burdecki deshalb zuerst an ihn. „Aktuell finde ich den Politiker sehr spannend! Ein Freund von Frau Merkel im Dschungel, Respekt.“ Einen richtigen Favoriten könne man aber erst nach den ersten Sendungen bestimmen.

Ekel-Höhepunkt werden vermutlich wieder die Essensprüfungen sein. Ob es einen Tipp gibt, ohne Erbrechen an die Sterne zu kommen? „Das hätte ich damals auch gerne gewusst“, scherzt Burdecki. Zwar schaffte sie es, schadlos einen Kamelpenis zu verspeisen, doch beim Lammhirn spielte ihr Magen nicht mehr mit. Essen ist aber auch ein gutes Stichwort bei einem anderen Thema: den Luxusartikeln, von denen jeder Kandidat zwei mit ins Camp nehmen darf. Anstelle von Kissen und Schminkutensilien hat Evelyn Burdecki eine andere Empfehlung hinsichtlich des perfekten Luxusartikels: „Süßigkeiten, auch wenn man das nicht darf. Einen Versuch wäre es wert.“ Denn neben der Langeweile ist das wenige Essen sicher die zweitgrößte Herausforderung für die Camper. Doch gegen den Hunger hilft laut Burdecki nur eins: „Warten bis der Magen kleiner wird und nicht mehr knurrt.“ Auch wenn das sicher ein paar Tage dauern dürfte.

Sonja Zietlow verteidigt „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“

Moderatorin Sonja Zietlow hat die RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ (IBES) gegen Vorwürfe verteidigt. „Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar, ihren Job bei IBES nicht (auch noch) zu verlieren!“, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. „Diese Arbeit sichert ihnen nicht nur im Januar gutes Einkommen.“

Zuletzt hatte sich Kritik an der Reality-Show aus dem australischen Dschungel geregt, da an der West- und Ostküste Australiens seit Oktober große Waldflächen brennen, mindestens 26 Menschen und viele Millionen von Tieren bereits gestorben sind. Tausende Häuser sind durch die Flammen schon verbrannt oder bedroht.

Das Dschungelcamp startet am 10. Januar in die 14. Staffel. Sonja Zietlow (51) und Daniel Hartwich (41) moderieren die Show aus dem australischen Dschungel. Ein RTL-Sprecher betonte: „Wir nehmen die Situation in Australien sehr ernst. Wir haben uns auch mit teils direkt betroffenen australischen Crewmitgliedern ein persönliches Bild von der Situation gemacht. Die Buschbrände werden in der Sendung thematisiert.“

Das sind die Wett-Favoriten auf die Dschungelkrone

Wer holt die Dschungelkrone bei „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ 2020 und tritt in die Fußstapfen von 2019-Siegerin Evelyn Burdecki?

Geht es nach den Wett-Buchmachern, hat der ehemalige GZSZ-Star Raúl Richter die besten Karten. Das hat das Portal Wettbasis veröffentlicht.

Mit einer Quote von 4,5 sehen die Buchmacher seinen Triumph am wahrscheinlichsten und zahlen in diesem Fall das wenigste Geld aus. Den zweiten Platz teilen sich Elena Miras und Prince Damien. Die Erfolgsaussichten des Reality-TV-Sternchens sowie des einstigen DSDS-Gewinners werden von den Wettanbietern mit einer Quote von 5 bewertet.

Die anderen Kandidaten haben laut der Buchmacher-Analyse keine Chance. „Bachelor in Paradise“-Teilnehmer Marco Cerullo und „Superhändler“ Markus Reinecke haben eine Quote von acht. Sprich: Bei einem Euro Einsatz bekommt man bei einem Sieg der beiden acht Euro zurück.

Die weiteren Quoten der Stars:

Die Kritik am RTL-Dschungelcamp in Australiens Katastrophenjahr 2020 reißt nicht ab. Nun fordert auch die Medienexpertin der Union im Bundestag den Privatsender auf, die Show angesichts der heftigen Buschbrände auszusetzen. „In Australien brennen die Wälder, ein ganzer Kontinent leidet unter dem Feuer. Menschen und Tiere sterben, viele verlieren ihre Häuser. Die Umwelt wird großflächig zerstört. Dies ist nicht die geeignete Szenerie für eine leichte Unterhaltungssendung wie das "Dschungelcamp"“, teilte die medienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, die Bremer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann, am Donnerstag mit.

„Die breit geführte, emotionale Debatte bei uns zeigt, dass viele Menschen es als hochgradig geschmacklos empfänden, wenn RTL das Dschungelcamp dennoch aus Australien ausstrahlen würde.“ Sie empfehle dem Sender daher, „das Dschungelcamp dieses Jahr nicht in Australien durchzuführen“. Die Entscheidung müsse der Sender als privates Medienunternehmen aber selbst treffen.

Die Moderatorin Sonja Zietlow verteidigte ihre Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ (IBES) gegen die Kritik. „Unsere australischen Kollegen sind mehr als dankbar, ihren Job bei IBES nicht (auch noch) zu verlieren!“, schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite. „Diese Arbeit sichert ihnen nicht nur im Januar gutes Einkommen.“

Peer Kusmagk fordert Spenden von Dschungelcamp-Teilnehmern

Ex-Dschungelkönig Peer Kusmagk wünscht sich, dass der Gewinner dieses Jahr die Siegprämie spendet. „Ich würde es begrüßen, wenn man sagt: "Die 100 000 Euro Gewinnprämie nehmen wir dieses Jahr, um den Leuten vor Ort zu helfen, die von dieser Naturkatastrophe betroffen sind"“, sagte der 44-Jährige der „Bild“.

Sein Vorschlag: „Alle Kandidaten sagen: "Diese 100 000 Euro will keiner von uns haben. Diese Summe spenden wir – und das beschließen wir gemeinsam."“ Seit Jahren gilt es als offenes Geheimnis, dass viele der Kandidaten in erster Linie aus finanziellen Nöten zusagen.

Die Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ steht derzeit in der Kritik, weil sie stattfindet, während nur Hunderte Kilometer entfernt verheerende Buschfeuer weite Teile Australiens verwüsten.

„Das ist ein großes Problem, da überhaupt Vorfreude für das diesjährige Dschungelcamp aufkommen zu lassen“, sagte Kusmagk, der die Show 2011 gewann. Aus seiner Sicht sollte man - „gerade wenn man sich in einem fremden Land bewegt und aus einem fremden Land so eine große Unterhaltungsshow sendet, darauf eingehen, was da gerade passiert“. Er sei sich aber sicher, „dass die Kollegen von RTL das auf dem Schirm haben“. Weiter Unterhaltung zu senden, sei wichtig, sagte er. „Denn es ist auch eine Chance, den Leuten in Deutschland aus erster Hand zu erzählen, was dort abgeht. Ein Fernsehsender wie RTL hat in diesen Tagen eine sehr große Verantwortung. Wenn man mit so einer Monsterproduktion aus Australien live sendet, sollte man darauf achten, etwas zurückzugeben.“

Erste deutsche Politiker fordern TV-Aus für Dschungelcamp

Das Dschungelcamp 2020 steht unter schlechten Vorzeichen. Die großen Waldbrände in Australien sorgen für Regeländerungen im Camp und für Ausnahmezustände im Land. Nun haben sich erste deutsche Politiker zu Wort gemeldet und das Aus des Dschungelcamps in diesem Jahr gefordert. SPD-Politiker Karl Lauterbach forderte gegenüber „Bild“ das Ende von „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“. Er sagte: „Ich finde es angemessen, während dieser Brände die Sendung Dschungelcamp, die ich persönlich aber auch grundsätzlich entbehren könnte, dort nicht weiter zu drehen“. Das Ganze, so Lauterbach, erinnere an den Tanz auf dem Vulkan.

Auch der medienpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Thomas Hacker, sieht die Ausstrahlung des Dschungelcamps kritisch. Er sagte: „Eine gewisse Sensibilität darf man, besonders angesichts dieser tragischen Katastrophe in Australien, schon erwarten. ‚The same procedure as every year‘ sollte RTL daher unter diesen Umständen aussetzen.“

Dschungelcamper dürfen nur noch genau an einer Stelle im Camp rauchen

Die Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ finde in diesem Jahr unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt, teilte der Sender am Montag mit.

Zwei Alarmsysteme würden alle Personen im Camp mit Sirenen über einen Notfall benachrichtigen. Außerdem seien alle Campbewohner darüber informiert worden, wie sie sich zu verhalten hätten, um einen Brand zu verhindern. Dazu zähle auch, dass Raucher in diesem Jahr nur rund um die Kochstelle zur Zigarette greifen dürfen, wo keine Pflanzen wachsen. Die Stummel müssen anschließend in eine verschließbare Box geworfen werden. „Der Teamchef hat als Einziger ein Spezialfeuerzeug, das von Sicherheitskräften freigegeben wurde“, heißt es in einer Mitteilung von RTL vom Montag.

Die Show, die am Freitag beginnt, muss auch zum ersten Mal ohne ein Lagerfeuer als Camp-Mittelpunkt auskommen. Stattdessen werde das Essen auf einem Gasfeuer gekocht, so RTL.

Seit Oktober wüten in Australien heftige Buschbrände. Insgesamt 24 Menschen kamen dabei landesweit ums Leben. Tausende Häuser wurden zerstört. Bis Anfang Januar waren mehrere Millionen Hektar Land abgebrannt. Dennoch sieht RTL keine Gefahr für die von Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderierte Sendung: Die Brände seien mehrere hundert Kilometer von dem Camp entfernt, teilte der Sender mit.

Ernster sind die Brände aber für Camp-Arzt Dr. Bob zu nehmen, der mehrere hundert Kilometer vom Camp nahe der Brandgebiete lebt. Weil die Flammen immer dichter an sein Haus kämen, musste er es räumen, teilte RTL mit. „Nun hoffen wir auf den richtigen Wind und dass die Feuerwehr das Schlimmste verhindern kann“, sagte er.

Raul Richter will Teil seiner Gage australischen Feuerwehrleuten spenden

Kritisch merkt er an, dass es durchaus bedenkenswert sei, in dieser Situation nach Australien zu fliegen. Ein Abbruch der Veranstaltung komme aber nicht infrage: „Aus gegebenem Anlass ist es tatsächlich paradox, dass wir für eine Unterhaltungsshow in ein Land fliegen, in dem gerade Menschen um ihr Leben kämpfen und viele viele Tiere diesen Kampf bereits verloren haben Ich will meine aktuell gute Reichweite dazu nutzen, um euch für das Thema Klimawandel zu sensibilisieren. [...] Um das nochmal klarzustellen: Wir haben alle Verträge unterschrieben und sind verpflichtet diese einzuhalten! Natürlich spende ich auch einen Teil meiner Gage.“

Dschungelcamp-Teilnehmerin wird mit Sex-Film erpresst

Es gebe eine Person, die sie erpressen wolle, sagte die 31-Jährige, die ab dem 10. Januar an der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus“ teilnehmen wird, in einer Instagram-Story. „Das lasse ich einfach nicht zu. Ich zahle keinen Cent an so eine Person.“

Hintergrund sei ein Film, den sie vor acht Jahren gedreht habe. „Das ist kein Porno, es geht um Soft-Erotik“, betonte sie in der Story, die sie am Freitag veröffentlichte. Die gebürtige Ukrainerin sei damals noch nicht lange in Deutschland gewesen, habe als Aushilfe in einem Ein-Euro-Shop und einem Baumarkt nicht viel verdient. Darum habe sie auf eine Anzeige geantwortet, in der Frauen für einen Film gesucht wurden, in dem sie sich „sexy präsentieren“ sollten. 1250 Euro habe es dafür gegeben. „Das war für mich ein Vermögen.“

Sie wolle diese Geschichte auch öffentlich machen, um Frauen zu ermutigen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. „Ich werde mich nicht erpressen lassen“, betonte sie. Avilova war vor ihrem Engagement für den RTL-Dschungel in der Show „Temptation Island – Versuchung im Paradies“ zu sehen und ließ sich 2019 für den „Playboy“ fotografieren.

+++++3. Januar 2020+++++

Auf eine Sache müssen die Dschungelcamper dieses Jahr verzichten

Auf eine Sache müssen die Dschungelcamper dieses Jahr verzichten

Wegen der schweren Waldbrände in Australien muss die RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ ohne den traditionellen Camp-Mittelpunkt auskommen.

Es werde „diesmal nur gasbetriebenes Feuer geben“, teilte der Sender auf Anfrage mit. Auch die britische Ausgabe der Show „I'm a celebrity - Get me out of here“ hatte im vergangenen Monat bereits auf ein offenes Feuer verzichtet. Die Kandidaten bereiteten ihr Essen auf einem Gaskocher zu. Es war das erste Mal in der 17-jährigen Geschichte der britischen Show, dass das berühmte Feuer fehlte, wie englische Medien berichteten.

In weiten Teilen Australiens wüten seit Wochen heftige Buschbrände. Mindestens 17 Menschen starben seit dem Ausbruch der ersten Feuer. Dutzende werden vermisst. Nach Behördenangaben verbrannten schon mehrere Millionen Hektar Land. Auch das Nachrichtenportal „Watson“ berichtete über die Vorsichtsmaßnahmen im RTL-Camp.

„Wir verfolgen die dramatische Situation in Australien genau“, sagte ein Sprecher des Senders auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Das Areal, auf dem sich das Dschungelcamp in Australien liegt, ist von den Buschbränden nicht betroffen. Es ist auch nahezu ausgeschlossen, dass die Brände das Gebiet des Dschungelcamps erreichen können.“ Die Show, die am 10. Januar startet, werde darum wie geplant stattfinden können - nur eben ohne Lagerfeuer und ohne Kerzen.

Das Feuer spielte bislang eine wichtige Rolle in der von Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderierten Show. Es war viel mehr als nur die Kochstelle. Stets musste es nachts von mindestens zwei Campern bewacht werden, damit es nicht erlischt. So kam es dann oft zu den großen, tränenreichen Dschungel-Geständnissen oder fiesen Lästereien, die die Show ausmachen.

+++++1. Januar 2020+++++

Das sind die Dschungelcamp-Teilnehmer 2020

Gerüchte und unbestätigte Meldungen gab es schon länger - jetzt hat RTL bekanntgegeben, welche Kandidaten bei der 14. Staffel von „Ich bin ein Star - holt mich hier raus!“ zu sehen sein werden. Sie startet am 10. Januar 2020.

Folgende Camper werden dann um die Dschungelkrone kämpfen:

+++++18. Dezember 2019+++++
Dschungelcamp-Arzt Dr. Bob bekommt eigene Sendung

Mehr als 5000 Kilometer mit Evelyn Burdecki und Thorsten Legat verbringen. Wem nur bei dem Gedanken daran schon ganz anders wird, der kann beruhigt sein: Dr. Bob hat diese Bürde für uns auf sich genommen und war zwei Wochen lang mit der noch amtierenden Dschungelkönigin und dem pausenlos „Kasalla“ schreienden Ex-Profi-Fußballer in Australien unterwegs.

„Dr. Bob’s Australien“ heißt die Sendung, die bei RTL am 12. Januar 2020 um 20.15 Uhr zu sehen sein wird. Darin zeigt Dr. Bob der rotlippigen Evelyn und dem testosteronhaltigen Thorsten seine Heimat. Mit einem Geländewagen begibt sich das Trio ans Great Barrier Reef, in den Regenwald und ins Outback. Dabei erwarten sie laut RTL nicht nur kuschelige Koalas und Känguru-Babys, sondern auch ein Aufeinandertreffen mit der giftigsten Schlange der Welt.

Es bleibt abzuwarten, was Dr. Bob mehr abverlangen wird: Die tierische oder die menschliche Gesellschaft.

+++++9. Dezember 2019 +++++

RTL gibt Starttermin für Dschungelcamp 2020 bekannt

Es ist offiziell. Das Dschungelcamp 2020 startet am 10. Januar. Das teilte der Sender RTL am Montagabend mit. Auch im neuen Jahr kämpfen wieder zwölf Stars bei „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ um die Dschungelkrone und die Nachfolge der letztjährigen Gewinnerin Evelyn Burdecki. RTL verspricht, dass die Kandidaten neue Prüfungen absolvieren müssen und „viele Überaschungen überwinden“.

Das Finale findet am 25. Januar um 22.15 Uhr statt. Bis dahin sendet der Kölner Sender jeden Tag eine Folge aus Australien. Einen Tag nach dem Finale findet das „Große Wiedersehen“ statt und wird um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

+++++08. November 2019+++++

Diese Stars könnten ins Dschungelcamp ziehen

Noch ist es etwas hin, bis das TV-Großereignis „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“ aus dem australischen Dschungel gezeigt wird. Schon jetzt kursieren erste Namen von möglichen Teilnehmern, die wahrscheinlich im Januar in das Dschungelcamp einziehen werden.

Wie die „Bild“ berichtet (kostenpflichtiger Inhalt), sollen unter anderem Boxer Sven Ottke, der ehemalige Verkehrsminister Günther Krause und DSDS-Sieger Prince Damien von RTL verpflichtet worden sein. Krause hatte eigenen Angaben zufolge bereits im vergangenen Jahr eine Anfrage von RTL bekommen – lehnte damals aber ab. Sieht es 2019 anders aus? Eine Bestätigung des Fernsehsenders steht freilich noch aus.

Dem Bericht zufolge geht es auch für „Love Island“-Kandidatin Elena Miras (27) und Sonja Kirchberger nach Australien. Die 54-Jährige ist vor allem für den Film „Die Venusfalle“ aus dem Jahr 1988 bekannt. Eher nur Insidern bekannt sein dürfte Anastasiya Avilova. Die 31-Jährige war kurzzeitig mit Ennesto Monté zusammen und trat bei „Temptation Island“ auf. Sie soll laut Bild nun genauso mit an Bord sein wie „Trödelfuchs“ Markus Reinecke aus der RTL-Show „Die Superhändler“.

Zuvor war spekuliert worden, ob auch Sharon Trovato dabei ist. Das ist die Tochter von TV-Detektiv Jürgen, der sich kürzlich bei „Promi Big Brother“ auf Sat.1 versuchte.

Danni Büchner, nicht begeistert über die Kakerlakendusche
Danni Büchner, nicht begeistert über die Kakerlakendusche. Foto: TVNOW/ Arya Shirazi

Gute Karten könnte auch Ennesto Monte, der Ex-Freund von TV-Psychologin Helena Fürst haben. Auch sie wohnte schon im „Sommerhaus“ und im Dschungelcamp.