Die Barcodes besprüht, die Displays eingeschlagen, Bremsleitungen durchtrennt. Täglich werden Dutzende E-Scooter in der Hauptstadt demoliert.

Dennoch will der größte Anbieter „Lime“ (2,5 Millionen Fahrten seit Juni) seine Flotte im Frühjahr erweitern!

Vor allem die linksradikale Szene ruft immer wieder dazu auf, E-Scooter zu zerstören. Diese Gefährte seien überflüssige Stromfresser mit einer schlechten Öko-Bilanz. „Wir erachten Sabotage als ein legitimes und wirksames Mittel“, heißt es in einem Aufruf im Internet. Außerdem wird darin explizit beschrieben, wie die Scooter unbrauchbar gemacht werden können.

Von diesem „Lime“-Roller wurde der Barcode schwarz übermalt. Die Mechaniker des Unternehmens haben ihn wieder soweit sichtbar gemacht, dass er gescannt werden kann (Foto: Axel Lier)
Von diesem „Lime“-Roller wurde der Barcode schwarz übermalt. Die Mechaniker des Unternehmens haben ihn wieder soweit sichtbar gemacht, dass er gescannt werden kann (Foto: Axel Lier)

Reparaturen in Reinickendorf

Der Anbieter „Lime“ beschäftigt deutschlandweit 100 Mechaniker. Repariert werden die defekten Roller aus Berlin, deren Akkus bis zu 16 Monate halten, in einer Werkhalle in Reinickendorf.

Lesen Sie auch

► Die Berliner Polizei auf der Jagd nach den E-Scooter-Rowdys

► Schon über 1200 Anzeigen gegen E-Scooter in Mitte

„Lime“-Manager Jashar Seyfi zur B.Z.: „Fälle, bei denen E-Scooter in der Spree oder anderen Gewässern landen, halten sich zum Glück in Grenzen.“

Eigene Parkzonen

Seyfi rechne in den kommenden Monaten mit einer „steigenden Nachfrage“ und „einem kräftigen Wachstum. Deshalb werde man „die Anzahl der E-Scooter entsprechend anpassen“.

Noch in diesem Jahr sollen in den Bezirken Parkzonen für E-Scooter entstehen – außerhalb der Gehwege auf Autoparkplätzen. Die markierten Flächen bekommen sogar ein eigenes Verkehrsschild: „Elektrokleinstfahrzeuge“.