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Germany

TB Uphusen: Großer Jubel mit einem Wermutstropfen

Verschwunden in der Jubeltraube aus Spielern und Fans: Faruk Celik, der Torschütze des 1:0 für den TB Uphusen.

Verschwunden in der Jubeltraube aus Spielern und Fans: Faruk Celik, der Torschütze des 1:0 für den TB Uphusen. (Björn Hake)

„Wenn man gewonnen hat, will man nur das Positive mitnehmen.“ Bei diesem Satz hat Achim Hollerieth ausschließlich die zweite Halbzeit des TB Uphusen gegen die FT Braunschweig im Sinn gehabt. Denn erst eine deutliche Leistungssteigerung nach der Pause bescherte dem TBU und seinem Trainer in der Fußball-Oberliga Niedersachsen einen 2:0 (0:0)-Heimerfolg.

Die erste Halbzeit konnte dem Uphuser Coach nämlich keinesfalls gefallen. Von Beginn an machten die Braunschweiger dem TBU das Leben schwer, indem sie die Gastgeber hoch anliefen und sie dadurch zu langen Bällen zwangen. Das schmeckte den Arenkampkickern überhaupt nicht, die wiederum keinen Zugriff auf die Freie Turnerschaft bekamen. Insbesondere Braunschweigs Sechser Damir Vrancic hatte zu viel Raum und Zeit, um das Spiel zu lenken. Vrancic war es auch, der die dickste Chance in Hälfte eins initiierte. Er legte in Minute 19 per Kopf auf Lukas Döring ab, der aus vier Metern an Christian Ahlers-Ceglarek scheiterte. Auch Hollerieth wusste im Nachhinein um die Bedeutung dieser Parade: „Das war ein entscheidendes Ding von ‚Zecke‘.“ In der Folge lag das 0:1 förmlich in der Luft: Ein Vrancic-Freistoß landete am Pfosten (25.), Benedict Chandra zielte etwas zu hoch (32.) und erneut Vrancic köpfte völlig frei nach einer Ecke neben das Tor (34.). Das einzig Positive für die Gastgeber zur Halbzeit: Es stand weiter 0:0.

In der Kabine wurde dann nochmals auf der Taktiktafel angeprangert, wie Hollerieth und sein Co-Trainer Sven Apostel die Uphuser agieren sehen wollten. Und diesmal verstand die Truppe. Uphusen spielte nun Fußball, näherte sich langsam dem Tor der Gäste an und in Minute 65 brach dann der große Jubel aus. Philipp-Bruno Rockahr setzte Rilind Neziri in Szene, der den Weg in den Sechzehner suchte und quer auf den einlaufenden Faruk Celik passte – 1:0. Anschließend war Celik für kurze Zeit nicht mehr zu sehen, denn er verschwand am Spielfeldrand in einer Jubeltraube aus Spielern und Fans. „Das war eine deutliche Leistungssteigerung. Mit dem 1:0 kommt dann auch die Sicherheit“, freute sich Hollerieth. Fortan zeigte sich nur noch der TBU gefährlich, verpasste zunächst aber das 2:0 nach zwei Kontern (74./76.). Dann dezimierte sich die Freie Turnerschaft selbst: Niklas Neudorf sah nach einer Tätlichkeit die Rote Karte (77.). Direkt forderte Hollerieth: „Ihr dürft jetzt nicht nachlassen, ihr müsst drauflegen.“ Zunächst berücksichtigten seine Mannen diese Worte. Rockahr scheiterte in Minute 80 am Pfosten.

Doch dann geriet der TBU langsam wieder ins Wanken und verlor in Minute 87 zudem Viktor Pekrul. Bei einem Konter wartete er zu lange mit dem Abspiel, geriet in einen Zweikampf und stürzte bei diesem unglücklich auf die Schulter. „Krankenwagen, die Schulter ist raus“, rief Pekrul direkt. Braunschweig witterte nun trotz Unterzahl die Chance und hatte sie auch zweifach: Döring (89.) und Chandra (90.) verpassten das 1:1 jedoch. „Wenn du ein Mann mehr bist, weiß ich, wie das im Kopf ist. Dann spielst du nur mit halber Kraft. Dann hatten wir viel zu viel den Ball am Fuß, dann musst du die Kugel laufen lassen, damit die müde werden“, erklärte Hollerieth, wie es hätte laufen sollen. Doch der TBU sollte nicht mehr bestraft werden, er antwortete hingegen mit der Entscheidung: Ramien Safi war bei einem Konter nicht mehr zu halten und behielt die Übersicht vor dem FT-Keeper. Er legte quer auf Miguel Mendoza, der ins leere Tor zum 2:0-Endstand einschieben konnte (90.+3).

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt, aber das war eine deutliche Leistungssteigerung. Wir haben gewonnen – passt.“ Achim Hollerieth nimmt halt bei Siegen nur das Positive mit. Und als positiv erwiesen sich die drei Punkte – zweiter Sieg im vierten Spiel unter dem neuen Coach – auch mit Blick auf die Tabelle. Der TBU steht mit 16 Zählern wieder über dem Strich.

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