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Tödliche Badeunfälle im Rhein: „Niemand würde auf der Autobahn spielen“

Köln -

Herr Grohe, warum raten Sie vom Schwimmen im Rhein in Köln ab?

Weil der Rhein vor allem eine international genutzte Wasserkraftstraße ist, quasi wie eine Autobahn im Wasser. Und niemand würde auf die Idee kommen, auf der Autobahn zu spielen. Dazu kommt die starke Strömung, die der Fluss ohnehin hat und die von der Berufsschifffahrt noch verstärkt wird. Man muss nur mal an Gegenständen, die im Rhein schwimmen, beobachten, mit welchem Tempo die unterwegs sind.

Michael Grohe DLRG

Was unterscheidet den Rhein von Flüssen und Bächen, in denen sich problemlos baden lässt?

In Köln gibt es viele Uferbauwerke am Rhein. Es gibt Häfen, Brücken und Kaimauern, die das Schwimmen hier noch gefährlicher machen. Dazu kommt selbst im Hochsommer die sehr niedrige Temperatur. Durch die Hitze wärmt sich nur das Wasser direkt an der Oberfläche auf, darunter sind die Temperaturen viel niedriger. Auch das erhöht nochmals das Risiko.

Spricht denn etwas dagegen, an den Flussstränden mit den Füßen oder als Kind bis zum Bauch ins Wasser zu steigen?

Ja. Das kennt doch jeder: Wenn man einmal anfängt, will man mehr. Für Kinder gilt das ganz besonders. Stellen Sie sich vor, wenn ein Kind bis zum Bauch im Wasser steht und durch die Bugwelle eines großen Schiffs das Wasser weggezogen wird. Da hat das Kind den Drang, dem Wasser hinterherzulaufen. Und wenn die Welle das Wasser wieder zurückbringt, steht es plötzlich einen halben Meter höher als vorher und der ganze Kopf ist unter Wasser. Kinder können die Gefahren nicht voll einschätzen und Eltern können nicht alles kontrollieren. Deshalb sagen wir: Lieber gar nicht erst ins Wasser gehen.

Wenn man Zeuge wird, wie jemand im Rhein schwimmt und sich nicht mehr halten kann – ist es sinnvoll, ins Wasser zu steigen und zu helfen?

Davon raten wir ab, es sei denn, jemand ist wirklich ausgebildet und trainiert in Menschenrettung. Denn selbst wenn der Reflex sehr menschlich ist: Das kann gründlich danebengehen. In Köln hatten wir leider auch Fälle, dass die Helfer selbst so großes Risiko eingegangen sind, dass sie verunglückt sind. Der Fall Ali Kurt ist jedem Kölner ein Begriff. Sicherer ist es, den Notruf zu wählen und andere – auch den in Not geratenen selbst – darauf hinzuweisen, dass Hilfe unterwegs ist. Wenn ein Stück Holz, ein Stock, ein Rettungsring oder etwas anderes, das Auftrieb bringt, greifbar ist, können Sie das der Person im Rhein zuwerfen.

Wird an Kölns Ufern genug vor den Gefahren gewarnt?

Mehr zu informieren, ist nie verkehrt. Aber man erreicht eben nie alle, sondern immer nur die, die Warnschilder oder Flyer gerade lesen. Es ist ein stetiger Kampf, mit dem DLRG und Feuerwehr konfrontiert sind. Es sind jedes Jahr die gleichen Themen, und eigentlich müssten es inzwischen alle verstanden haben. Aber trotzdem gibt es selbst Kölner, die immer noch die Gefahr unterschätzen und sagen: „Meine Eltern sind früher auch im Rhein geschwommen und es war ungefährlich.“ Diejenigen vergessen aber zum Beispiel, dass die Lastkähne auf dem Rhein vor 60 Jahren noch viel kleiner waren als heute.

Das Gespräch führte Alexander Holecek

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