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Tourismus im Corona-Sommer: Die Schicksalssaison

Erst das Formular, dann der Urlaub: In Spanien wollen es Behörden ganz genau wissen: Niemand soll nahezu unerkannt auf Mallorca landen. Wo lebt der Gast, auf welchem Sitzplatz in welchem Flugzeug schwebt er ein, in welchem Hotelzimmer residiert er, wie fühlt er sich gesundheitlich? Touristen müssen Fragen online abarbeiten – am Ende sollen sie einen Code auf ihr Smartphone bekommen. Der wird am Zielflughafen gescannt und ist so wichtig wie anderswo das Visum: Ohne Code keine Einreise. Auch Griechenland setzt auf solch ein Verfahren. Die Balearen-Inseln führen gar eine weitreichende Maskenpflicht ein. Nach dem Corona-Zwangsstopp ist Urlaub 2020 anders.

Mancher Urlauber klagt, dass die neue Registrierungssoftware in der Startphase auch mal hakt. Für die Datenverarbeiter dürfte es da eine Erleichterung sein, dass die Zahl der Ankommenden weit hinter den Vorjahreszahlen zurückbleibt. Der Deutsche Reiseverband (DRV) meldete, dass Reiseveranstalter zum Monatsbeginn erst ein Viertel des Sommer-Buchungsvolumens aus dem Vorjahr erreicht hatten – ein historisch niedriger Wert.

Urlauberstaus auf deutschen Autobahnen bleiben

Zum gleichen Zeitpunkt 2019 waren laut Marktforschungsdaten 81 Prozent des Sommer-Volumens von 2018 verbucht – und das war im Langfristvergleich ein schlechter Wert. Die aktuellen Zahlen zeigen, das Last-Minute-Geschäft wird die Saison 2020 nicht retten können. Der DRV prognostiziert Einbußen von bis zu 20 Milliarden Euro, 2019 hatten Reiseveranstalter 35,4 Milliarden Euro umgesetzt. Etwa die Hälfte des Geschäfts fiel den Virusfolgen zum Opfer.

Ein anderes Bild ergibt sich im Inland. Der ADAC kommt um seine traditionelle Stauprognose für Autobahnen nicht herum: Die Fahrbahnen rund um Hamburg, die Küstenurlauber passieren müssen, sind – wie jedes Jahr – auf der Landkarte tiefrot gefärbt. Man gehe davon aus, dass „mehr Deutsche Autourlaub im eigenen Land“ machen. „Tagesausflüge und spontane Kurztrips werden zunehmen, weil auch etliche Urlauber zu Hause bleiben“, heißt es.

An Nord- und Ostsee sieht man das mit gemischten Gefühlen. Zahlreiche Hotels sind ausgebucht. Das hilft, die finanzielle Last der Leere aus dem Frühjahr zu lindern. Schließlich wurden laut Statistischem Bundesamt deutschlandweit im Mai fast 75 Prozent weniger Übernachtungen gezählt als im Jahr zuvor. Damit am Wasser das Abstandhalten nicht scheitert, haben Orte in der Lübecker Bucht eine Online-Strandampel geschaltet. Streben zu viele Besucher auf den Sand, springt sie auf Rot. In Scharbeutz wurden an einzelnen Tagen Gäste schon gebeten umzukehren. Wenn das Wetter das Sonnenbad verhindert, bemängeln Einheimische in Sankt Peter-Ording und Westerland auf Sylt Besucherpulks in den kleinen Ortszentren.

Trübsal in Stadthotels

Deutschland ist aber das Ziel der Hoffnungen der Reisebranche. Der Reiseveranstalter FTI – ansonsten stark im Geschäft mit vorerst wegen Reisewarnungen nicht möglichen Türkei- und Ägyptenurlauben – bewirbt die nahen Ziele. „Viele Gäste entdecken 2020 die eigene Heimat oder das nahe Ausland und sind erstaunt, was auch die Mittelgebirgs- oder Seeregionen zu bieten haben“, sagt Martin Katz, bei FTI verantwortlich für die Eigenanreise-Destinationen – also alle Ziele, die nicht mit dem Flugzeug, sondern mit dem Auto erreicht werden. Er räumt ein, dass viele Unterkünfte seit Wochen belegt seien. „Das spiegelt aber nicht die Gesamtsituation an der Nord- und Ostseeküste wider.“ Es seien noch Betten frei. Wirtschaftlich ist das Interesse an nahen Zielen sowieso ein Lichtblick. „Die Aufenthaltsdauer sei deutlich länger als in den Vorjahren.“

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