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Trauer um Gerd Honymus: Der Merseburger Machertyp ist überraschend verstorben

Merseburg -

Er sei immer optimistisch gewesen, sagen andere über ihn. Im positiven Sinne ein Machertyp. Statt zu sagen, dass etwas nicht funktioniere, habe er gesagt: „Es wird sich schon ein Weg finden.“ Eine ehrliche Haut sei er gewesen - mit dem Herzen am richtigen Fleck. Für viele war die Nachricht vom Tod von Gerd Honymus ein Schock.

Am 31. Oktober wäre der Merseburger 76 Jahre alt geworden, am 23. Oktober ist er völlig überraschend verstorben. Am Vorabend hatten er und seine Frau noch mit Freunden zusammengesessen. Alles schien in Ordnung zu sein.

Geboren in Gießen

Den meisten war Gerd Honymus als Begründer der Honymus-Stiftung bekannt, die seit mehr als zehn Jahren unzählige Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung und Wohlfahrtspflege unterstützt hat. Wieder andere erinnern sich an sein politisches Engagement in der Wendezeit.

Geboren in Gießen, hatte Honymus von 1963 bis 1968 Chemie studiert, machte sein Diplom und kam 1970 als Assistent an die Technische Hochschule „Carl Schorlemmer“ in Merseburg. Er promovierte 1977 und bildete Studenten aus. Später war er im Bereich Biochemie tätig und gründete in Halle-Neustadt eine Laborgemeinschaft.

Im Neuen Forum in Merseburg aktiv

In der Wendezeit war Gerd Honymus im Neuen Forum in Merseburg aktiv und vertrat die Bürgerbewegung am Runden Tisch. Unter anderem gemeinsam mit Vertretern von SPD, evangelischer und katholischer Kirche wollte er dort Veränderungen in Merseburg voranbringen. Er wurde in den ersten Kreistag nach der Wende gewählt und wurde Beigeordneter des Landrates Herbert John. Allerdings sei das damals kein hauptamtlicher Job wie heutzutage gewesen, erzählen Wegbegleiter.

Nach der Wende wurde Gerd Honymus Chef des Medizinisch-Diagnostischen Labors in Halle. 2009 verkaufte er seine Anteile an das Unternehmen Amedes und gründete im Dezember desselben Jahres gemeinsam mit seiner Frau Ingrid die Honymus-Stiftung. Geld aus der Stiftung kommt zum Beispiel den Vereinigten Domstiftern zugute, die davon zu einem großen Teil den „Orgelklang 12“ finanzieren.

„Das Leben hat es gut mit mir gemeint“

Das Festspiel der deutschen Sprache in Bad Lauchstädt wird ebenso geförderte wie Konzerte oder Jugendprojekte bei den Merseburger Orgeltagen oder die Motetten im Dom. Die Sanierung der Gerhard-Orgel in der Merseburger Stadtkirche hatte die Stiftung mit 25.000 Euro unterstützt. Gerd Honymus war unter anderem Schatzmeister des Vereins der Freunde und Förderer der Vereinigten Domstifter.

Der Merseburger Hans-Hubert Werner gehört zu den Menschen, die Gerd Honymus wohl am besten gekannt haben. Beide waren fast 50 Jahre befreundet. „’Das Leben hat es gut mit mir gemeint, und davon möchte ich etwas zurückgeben’, hat er mal zu mir gesagt“, erzählt der Geschäftsführer des Freundeskreises Musik und Denkmalpflege, Domherr und CDU-Stadtrat. Er hatte sich gemeinsam mit Honymus und anderen beim Neuen Forum engagiert. „Ich werde seine Freundschaft sehr vermissen.“ (mz)

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