Germany

Trotz Corona-Lockdown: Ansturm auf Skigebiet in Garmisch - „Hat die gar nicht interessiert“

Skibetrieb – Fehlanzeige. Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Bahnen und Lifte nicht fahren. Trotzdem tummeln sich zahlreiche Wintersportler in den Skigebieten und lassen dabei völlig außer Acht, dass sie sich in der freien Natur bewegen.

Garmisch-Partenkirchen/Oberammergau – Der nächste Schnee kommt, schon heute Früh soll es laut Deutschem Wetterdienst wieder schneien. Mit ihm zieht es auch wieder mehr Tourengeher ins Skigebiet Garmisch Classic. Von denen halten sich aber nicht alle an die vorgegebenen Spielregeln – zum Unverständnis der Mitarbeiter der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) und der Ehrenamtlichen, die sich in der Lawinenkomission Alpspitzgebiet engagieren. Noch deutlich erinnert sich Obmann Andreas Schütz an den Tag nach den ersten massiven Schneefällen. Er und weitere Mitglieder der Expertenrunde machten sich im Skigebiet ein Bild von der Situation, erkannten die große Lawinengefahr und mussten doch mit ansehen, wie eine Gruppe Tourengeher einfach an ihnen Richtung Hochalm vorbeizog. Der Hinweis auf die Lawinenlage „hat die gar nicht interessiert“. Schütz sagt’s ganz nüchtern, gegen die Unvernunft mancher Wintersportler ist man eben machtlos. „Dabei wäre wünschenswert, dass sie auch mal weiterdenken.“ Zum Beispiel an die Retter, die sich dann selbst in Gefahr begeben müssen, um sie im Ernstfall wieder rauszuholen.

Trotz Corona-Lockdown jede Menge Tourengeher: Pistenraupenfahrer müssen Arbeit unterbrechen

Auch die Pistenraupenfahrer, die aktuell mit der Präparierung der Weltcupstrecke beschäftigt sind, sollten sie berücksichtigen. Erst vor wenigen Tagen mussten diese ihre Arbeit unterbrechen. „Weil so viele Tourengeher unterwegs waren, das war ihnen zu unsicher“, bestätigt BZB-Sprecherin Verena Altenhofen. Erst mit Einsetzen der Ausgangssperre nach 21 Uhr konnten ihre Kollegen weitermachen. Denn um die steilen Abschnitte an der Kandahar- und der Olympia-Abfahrt herzurichten, hängt die Raupe am Seil. Wer damit kollidiert, riskiert sein Leben.

Skigebiet wegen Corona für Touristen gesperrt - nur die Rennsptrecke wird präpariert

Nachdem das Skigebiet wegen der Corona-Pandemie nach wie vor für Touristen gesperrt ist, präpariert die BZB abgesehen von der Rennstrecke keine Pisten. Damit verbunden kommt es auch zu keinen Lawinen-Sprengungen. Folglich „muss man sehr vorsichtig sein“, betont Schütz. Die Beurteilung der Schneelage, bei der der Wind ebenfalls eine große Rolle spielt, sei sehr komplex. Wer sich also nicht auskennt, nur mit neuester Technik ausgerüstet startet und die gar nicht bedienen kann, dem rät er von Touren in der freien Natur dringend ab. Genau als diese gilt das Skigebiet derzeit, schließlich fahren die Bahnen der BZB nicht. Wer also momentan mit Tourenskiern, Schneeschuhen oder Schlitten zwischen Hausberg und Osterfelder unterwegs ist, macht das auf eigene Verantwortung.

Garmisch Classic: Herrscht kein Skibetrieb, werden Pisten und Schneekanonen nicht gesichert

„Wenn kein Betrieb herrscht, dann sichern wir Pisten und Schneekanonen nicht“, bestätigt Altenhofen. Lediglich zum Schutz betrieblicher Abläufe oder Versorgungsfahrten werde gesprengt. Dazu kommt laut Schütz der Hochalmweg. Die Verbindung zwischen Kreuzeck und Hochalm gilt als eingetragener Fahrweg und muss auf Anordnung der Sicherheitsbehörde freigehalten werden.

Immer wieder stellen Tourengeher aber eine Verbindung zwischen den Pisten und den 15 Euro her, die sie an der Hausberg- und Kreuzeck-Talstation zahlen müssen. „Dafür stehen ihnen ein geräumter Parkplatz und die Toiletten zur Verfügung“, sagt Altenhofen. Ein Garmisch-Partenkirchner, der namentlich nicht genannt werden will, echauffiert sich trotzdem über diese Gebühr. Ihm zufolge handelt die BZB völlig verantwortlos und riskiert Unfälle, indem sie die Pisten nicht herrichtet.

Auch am Oberammergauer Kolben werden 15 Euro fällig

Vor diesem Hintergrund wird am Kolben in Oberammergau präpariert. „Tourengehen findet statt, ob’s uns gefällt oder nicht“, sagt Geschäftsführer Klement Fend. Um geordnete Verhältnisse zu haben, verlangt auch er in dem wesentlich kleineren Skigebiet 15 Euro. Dafür lässt er den Parkplatz räumen, öffnet die Toiletten, stellt einen Mitarbeiter als Ansprechpartner ab und sorgt – „nicht täglich“ – für eine gewalzte Piste. „So sind wir auch vorbereitet, um möglichst schnell aufmachen zu können.“ Noch hofft Fend nämlich, dass die Bahnen und Lifte nach dem Lockdown fahren dürfen.

Lesen SIe dazu auch: Erste Bewährungsprobe bestanden: Ausflügler akzeptieren Parkgebühren

Football news:

Ole-Gunnar Sulscher: Du bist am falschen Ort, wenn du bei Manchester United bist und gerne verlierst. Vielleicht bin ich der schlechteste Verlierer im Verein
Co Art-die Masken von Barça werden als die besten in Spanien anerkannt. Wirksamkeit-94%
Klopp gab zu, dass er über Trent und Robertson in der Innenverteidigung nachgedacht habe
Wir haben direkt nach dem vergessenen Elfmeter verpasst (Bologna-Torwart Lukasz Skorupski parierte einen Schuss von Ciro Immobile-ca. Sovsport). Das passiert. Aber als ehrgeiziges und starkes Team müssen wir anders reagieren. Wir haben gut gespielt, dominiert, am Ende aber eine 0:2 - Niederlage kassiert. Diese beiden Niederlagen müssen wir vergessen (am Dienstag verlor Lazio bei den Bayern 1:4-ca. Sovsport)
Tuchel gab zu, dass PSG versuchte, Brune zu unterschreiben: Hart gekämpft, um ihn zu bekommen
Ex-Schiedsrichter Andujar Oliver: Messi hat für den Kampf gegen Kunde keine zweite Gelbe verdient. Bereits die erste war übertrieben
Trainer Spartak-2 Pilipchuk über Roche: Mochte. Es war ein gutes Spiel, beide Mannschaften haben inhaltlichen Fußball gezeigt. Es gab viele Momente, Fußball kann man nicht Frühling nennen. Ich denke, dass für das erste Spiel das Ergebnis uns irgendwo befriedigt hat