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Germany

Trotz Drohungen: Große Mehrheit bei Ameos stimmt für Generalstreik

Bernburg/Aschersleben/Magdeburg -

Seit Freitagabend steht fest: An den vier Ameos-Kliniken im Salzlandkreis sowie in Haldensleben wird es unbefristete Streiks geben, die schon am kommenden Montag, 27. Januar, mit Beginn der Frühschicht um 6 Uhr beginnen.

Die Gewerkschaft Verdi rief die Beschäftigten dazu auf, fortan täglich montags bis freitags zwischen 6 und 22 Uhr die Arbeit niederzulegen.

Zuvor hatten an allen fünf Standorten 92 Prozent der Verdi-Mitglieder an der Urabstimmung teilgenommen. Mit 99,7 Prozent von ihnen votierte eine überwältigende Mehrheit für die Arbeitskampfmaßnahmen zur Durchsetzung ihrer Forderungen nach einem Tarifvertrag, der sich mit seinen Konditionen an jenen im Öffentlichen Dienst für Krankenhäuser anlehnt.

99,7 Prozent der Verdi-Mitglieder stimmten für den Arbeitskampf 

„Das Ergebnis zeigt, wie geschlossen die Beschäftigten bei Ameos hinter der Tarifforderung stehen und sich nicht einschüchtern lassen“, so Verdi-Verhandlungsführer Bernd Becker nach der Auszählung.

Die bei Ameos beschäftigten Ärzte, die im Marburger Bund gewerkschaftlich organisiert sind, hatten bereits im Dezember für unbefristete Streiks votiert.

Bislang verweigerte sich der Arbeitgeber trotz mehrfacher Aufforderung jeglichen Verhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft. Der Versuch, wie vor sieben Jahren stattdessen mit den Betriebsräten über ein eigenes Angebot zu verhandeln, scheiterte, weil die Betriebsräte die Tarifautonomie nicht untergraben wollen und entsprechende Signale aus der Belegschaft erhielten.

Für den Fall des nun beschlossenen Erzwingungsstreiks hatte Ameos-Regionalgeschäftsführer Lars Timmmit dem Abbau von bis zu 800 Arbeitsplätzen in Sachsen-Anhalt gedroht. Für Bernd Becker ein Unding: „Ein Klinikbetreiber kann doch nicht mit der Schließung von Abteilungen und ganzer Standorte drohen, weil ihm die Tarifforderung der Beschäftigten nicht passt. 

Verdi will die angebotene Notdienstvereinbarung einseitig umsetzen

Es geht um die elementare Gesundheitsversorgung der Menschen. Da dürfen solche Methoden und kommerzielle Interessen keinen Einzug halten.“ Um die Sicherheit der Patienten während der Streikzeiten zu garantieren, setzt Verdi nach eigenen Angaben eine dem Arbeitgeber angebotene Notdienstvereinbarung einseitig um. (mz)

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