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Trump deutet Kandidatur 2024 an: „Und ansonsten sehe ich euch in vier Jahren“

Der scheidende amerikanische Präsident Donald Trump hat bei einer Weihnachtsparty im Weißen Haus eine abermalige Kandidatur für das Jahr 2024 angedeutet. „Es waren phantastische vier Jahre“, sagte Trump den zahlreichen Republikanern, die zu der Feier gekommen waren, am Mittwoch. „Wir versuchen, noch mal vier Jahre zu machen. Und ansonsten sehe ich euch in vier Jahren.“

Die Republikanerin Pam Pollard, Teilnehmerin der Party, die am Dienstag stattgefunden hatte, teilte ein Video davon auf Facebook. Darin sind Dutzende Menschen auf engem Raum zu sehen, von denen viele keine Maske tragen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, wies Kritik an solchen Veranstaltungen in Corona-Zeiten zurück. Die Gästeliste sei viel kürzer gewesen als in den Vorjahren und man unterstütze es, wenn die Gäste Abstand halten.

In dem Video behauptete Trump einmal mehr, bei der Wahl Anfang November sei es zu massivem Betrug gekommen. „Es war definitiv ein ungewöhnliches Jahr. Wir haben eine Wahl gewonnen. Aber das mögen sie nicht“, sagte er. „Ich nenne es eine manipulierte Wahl und das werde ich immer tun.“ Sogar sein Justizminister William Barr hatte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag gesagt, es gebe keine Hinweise auf umfassenden Wahlbetrug.

Ein Indiz dafür, dass Trump weiter politisch aktiv sein will und damit den Republikanern vorstehen, sind außerdem zwei von ihm geplante Wahlkampfveranstaltungen im Bundesstaat Georgia. Dort will er zur Unterstützung der zwei republikanischen Kandidaten David Purdue und Kelly Loeffler für den amerikanischen Senat auftreten. Das kündigte Trump bei Twitter an. Die Veranstaltung soll am Samstag (Ortszeit/Sonntag 1 Uhr MEZ) in Valdosta im äußersten Süden des Bundesstaates stattfinden, wie Trumps Wahlkampfteam später konkretisierte. Purdue und Loeffler sollen auch dabei sein. Sie ziehen am 5. Januar in eine Stichwahl gegen ihre demokratischen Herausforderer.

Die Wahl ist von herausragender Bedeutung, weil sie über die Mehrheitsverhältnisse im mächtigen amerikanischen Senat entscheidet. Die Demokraten konnten bei der zur Präsidentenwahl zeitgleichen Kongresswahl ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verteidigen. Sollte es ihnen gelingen, am 5. Januar die beiden Senatssitze in Georgia zu gewinnen, gäbe es in dieser Kammer ein Patt. Dann hätte die gewählte Vizepräsidentin Kamala Harris bei Stimmengleichheit das letzte Wort – und die Demokraten damit faktisch eine Mehrheit.

Trump ist seit der Wahl nur noch selten öffentlich aufgetreten. Die Kundgebung in Georgia ist seine erste Kundgebung seit seiner Niederlage.

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