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Umfrage liefert nächsten Dämpfer für Laschet - Neuer CDU-Chef baut schon mal vor: „Söder hat deutlich gemacht ...“

Armin Laschet beim CDU-Parteitag - nach der Vorsitz-Wahl drohen die nächsten Debatten.

Bei Merz-Fans hat Armin Laschet am Wochenende gepunktet - doch die Umfragen bleiben für den neuen CDU-Chef schwierig. Er baut für etwaige Wahl-Flops vor.

Berlin/Düsseldorf - Fast ein Jahr hat der Wahlkampf gedauert - nun darf Armin Laschet* als CDU-Chef loslegen: Seit Freitag ist der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen als Parteivorsitzender offiziell bestätigt. Am Montag leitet er nun seine erste Vorstandssitzung. Auch eine erste Pressekonferenz ist für 13.30 Uhr geplant. Möglich allerdings, dass sich Laschet dabei mit einigen eher unerfreulichen Nebenkriegsschauplätzen beschäftigen muss.

CDU: Armin Laschet feiert am Montag Parteichef-Premiere - Umfrage liefert kleinen Grünen-Schock

Denn die Union hat nach überstandenem Tauziehen um den Führungsposten in den Umfragen nicht zugelegt: Bei einer Sonntagsfrage der Instituts Kantar im Auftrag der Bild am Sonntag haben CDU und CSU sogar eingebüßt. Bei 35 Prozent, einem Punkt weniger als vor Wochenfrist sieht die Erhebung die Unionsparteien. Hinzugewonnen haben hingegen ausgerechnet die Grünen. Die Öko-Partei - die sich selbst mit Kanzlerfragen herumschlägt* - hat zwei Prozentpunkte gewonnen und steht bei nunmehr 20 Prozent.

Die Frage nach dem Kanzlerkandidaten hatte am Wochenende erneut auch Laschet und seinen „Tandem“-Partner Jens Spahn in ihren Bann gezogen. „Armin Laschet führt unsere CDU, und er ist damit der natürliche Kanzlerkandidat“, sagte der Gesundheitsminister der Bild am Sonntag. Laschet selbst äußerte sich weiterhin nicht zu möglichen Kanzler-Ambitionen - Spahn hatte schon beim Wahl-Parteitag mit einer Werbeauflage für Unmut gesorgt. In einer Rede vor Parteifreunden in Stuttgart warb Laschet hingegen für die Einbindung seines unterlegenen Rivalen Friedrich Merz.

Laschet hielt dort am Samstag seine erste Rede als Parteichef auf einem CDU-Landesparteitag - in Baden-Württemberg, wo sein Rivale Merz besonders viele Unterstützer hatte. Laschet wies in seiner Ansprache selbst auf diesen Umstand hin, und fügte hinzu: „Ich bin auch Friedrich-Merz-Fan.“ Das kam offenbar an: „Er wurde gefeiert von denen, die ihn verhindern wollten“, sagte ein Funktionär im Anschluss an den Auftritt der dpa.

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Laschet, Söder und die Kanzlerkandidatur: Landtagswahlen als Knackpunkt? Neuer CDU-Chef baut schon mal vor

Laschet kündigte auch an, mit einem Kurs der Mitte für seine Partei bei der Bundestagswahl ein Ergebnis von über 35 Prozent erreichen zu wollen. In Umfragen stehe die Union derzeit bei „35 Prozent plus x“, sagte er. Für die CDU komme es nun darauf an, „dass wir die Wähler der Mitte bei uns halten“. Das „x“ liegt allerdings zumindest laut der Kantar-Umfrage aktuell beim Wert null.

Die beiden Landtagswahlen in Baden-Württemberg* und Rheinland-Pfalz* gelten als erster Stimmungstest für den neuen CDU-Chef. Laschet und sein mutmaßlicher Kanzlerkonkurrent Markus Söder (CSU) haben sich bereits geeinigt, die Urnengänge abzuwarten, bevor sie sich auf einen Kandidaten festlegen*. Aber in beiden Ländern wird es schwer für die CDU. Laschets Zukunft hängt ausgerechnet von zwei Spitzenkandidaten ab, die es sehr schwer haben dürften gegen die populären Amtsinhaber Malu Dreyer (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne). Umfragen sehen Söder aktuell in der Gunst der Wähler vor Laschet.

Das weiß auch Laschet. Auf die Frage, ob er die Kanzlerkandidatur an Söder abtreten müsse, wenn die Wahlen in den beiden Ländern nicht so gut ausgehen sollten, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Markus Söder hat deutlich gemacht, dass es sich um Landtagswahlen mit eigenen Konzepten und eigenen Spitzenkandidaten handelt.“(fn/AFP/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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