Auf einem staubigen Parkplatz am Rand von Berkeley haben sich die weed warriors verabredet, die Unkrautkrieger. Im Hintergrund glänzt die Golden Gate Bridge, der Berufsverkehr wälzt sich über die zehnspurige Interstate 580, vorn plätschert das Brackwasser der Bay von San Francisco. Es ist ein Trupp freundlicher Rentner, die von hier aus in den Kampf ziehen. Jeden Dienstag geht es gegen wucherndes Grünzeug, das nicht hierhergehört. Mal befreien sie einen Bachlauf von Unkraut, mal einen ganzen Uferstreifen. Heute haben sie es auf Mittelmeer-Ginster und Pampasgras abgesehen, das aus Südamerika eingeschleppt wurde. "Die Leute pflanzen das in ihre Gärten, weil es toll aussieht", erklärt die Anführerin Susan Schwartz, "aber es kann bis zu drei Meter hoch werden. Es verstopft unsere Bäche und erhöht die Feuergefahr." Also weg damit!