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Unterhaltungsriese Disney tief in rote Zahlen gestürzt

Die Corona-Krise hat tiefe Spuren im Unterhaltungskonzern Walt Disney hinterlassen. Das Unternehmen meldete am Dienstag nach Börsenschluss für das abgelaufene Quartal einen ungewohnten Nettoverlust von 4,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz stürzte um 42 Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar ab. Besonders dramatisch ist die Lage in der Sparte, zu der die Freizeitparks, Kreuzfahrtschiffe und Disney-Läden gehören. Hier fiel der Umsatz um 85 Prozent von 6,6 Milliarden Dollar auf nur noch 983 Millionen Dollar.

Die meisten Disney-Parks waren im Berichtsquartal, das am 27. Juni endete, geschlossen. Der Park in Schanghai öffnete im Mai wieder, in Hongkong wurden Ende Juni zunächst wieder Besucher zugelassen, aber im Juli wurde der Standort abermals geschlossen. Die Parks in Paris und Florida wurden im Juli wiedereröffnet, Disneyland in Kalifornien kann noch immer nicht besucht werden. Bei der Wiedereröffnung geht Disney behutsam vor und begrenzt die Zahl von Gästen. Disney sagt, allein in der Sparte mit den Freizeitparks habe die Corona-Krise das Betriebsergebnis um 3,5 Milliarden Dollar gedrückt.

„Mulan“ auf dem heimischen Fernseher

Auch andere Teile des Konzerns sind von der Pandemie schwer getroffen worden. In der Filmsparte fiel der Umsatz um mehr als 50 Prozent. Angesichts geschlossener Kinos hat Disney die Veröffentlichung neuer Filme verschoben oder gestrichen. Und der Konzern kämpfte mit hohen Vorgaben aus dem Vorjahr, als der Superheldenfilm „Avengers: Endgame“ herauskam. Disney leidet auch darunter, dass die Produktion von Filmen und Fernsehserien wegen der Corona-Krise zeitweise ausgesetzt wurde. Hier hatte Vorstandsvorsitzender Bob Chapek aber immerhin eine gute Nachricht und sagte in einer Telefonkonferenz, die Arbeiten an neuem Material seien sowohl in Amerika als auch im Ausland wiederaufgenommen worden.

Der große Hoffnungsträger des Konzerns ist derzeit die Videoplattform „Disney+“, die mit Netflix konkurriert. Sie startete im vergangenen November in Amerika, seit März ist sie auch in Deutschland verfügbar. Chapek sagte, sie habe nun 60,5 Millionen Abonnenten, und das liege weit über den ursprünglichen Planungen. Verglichen mit Anfang Mai, als Disney zum letzten Mal Zahlen nannte und von 54,5 Millionen Kunden sprach, war der Zuwachs aber überschaubar, zumal Disney+ vor wenigen Wochen das mit Spannung erwartete Musical „Hamilton“ ins Programm nahm. Auch Netflix berichtete kürzlich bei der Vorlage von Quartalszahlen, dass sich der anfängliche Schub bei den Abonnentenzahlen im Zuge der Corona-Krise wieder abgeschwächt hat.

Über alle seine Videoplattformen hinweg, zu denen neben Disney+ auch Hulu und ESPN+ gehören, hat Disney jetzt mehr als 100 Millionen zahlende Kunden. Und Chapek kündigte den Start eines weiteren Videodienstes unter der Marke „Star“ für das nächste Jahr an. „Disney+„ wiederum soll nun eine zentrale Rolle bei der Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten Films „Mulan“ spielen. Disney wollte den Film eigentlich schon im Frühjahr in den Kinos zeigen, hat ihn dann aber wegen der Corona-Krise wiederholt verschoben, zuletzt sogar auf unbestimmte Zeit. Jetzt soll der Film in Amerika und auch einigen europäischen Märkten am 4. September auf „Disney+“ verfügbar gemacht werden, kann dann also am heimischen Fernseher angeschaut werden. Allerdings wird das nicht im Abonnement inbegriffen sein. Wer den Film in Amerika ansehen will, muss dafür nach Chapeks Worten zusätzlich 29,99 Dollar bezahlen.

Der drastisch geschrumpfte Konzernumsatz von Disney im abgelaufenen Quartal war niedriger als von Analysten vorhergesagt, das bereinigte Ergebnis je Aktie lag aber über den Erwartungen. Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass der Aktienkurs von Disney nachbörslich zeitweise um mehr als fünf Prozent gestiegen ist. Nachdem die Corona-Krise den Konzern mit Wucht erfasste, ist der Aktienkurs zunächst dramatisch gefallen. Seit dem Tiefpunkt im März ist er aber wieder um mehr als 35 Prozent gestiegen. Die Aktie kostet aber noch immer weniger als zu Jahresbeginn.

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