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USA beklagen steigende Opferzahl: "Florence" drückt Wasser tief ins Land

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Hoch steht das Wasser in Fayetteville, der Bürgermeister fürchtet, das Schlimmste könnte noch kommen.
Hoch steht das Wasser in Fayetteville, der Bürgermeister fürchtet, das Schlimmste könnte noch kommen.(Foto: picture alliance/dpa)

Im Südosten der USA legt sich der Sturm, doch ganze Landstriche sind überflutet. Die Wassermassen drängen tief ins Landesinnere. Kleinere Orte fürchten bereits, unwiderruflich ausradiert zu werden. Erdrutsche drohen, Strom fällt aus, Menschen verlieren ihr Leben.

Der Hurrikan ist vorbei, doch die Wassermassen bleiben: Der Südosten der Vereinigten Staaten kämpft nach dem Sturm "Florence" mit enormen Fluten, die noch schlimmer werden sollen. Die Zahl der Toten ist auf mindestens 15 gestiegen. Bislang seien im Bundesstaat North Carolina zehn Tote registriert worden, weitere fünf Todesopfer in South Carolina, teilten die Behörden mit. Nach einer Zählung der "Washington Post" waren am Sonntag bereits 17 Menschen durch Folgen des Unwetters ums Leben gekommen, darunter zwei kleine Kinder. Entwurzelte Bäume waren auf Häuser gestürzt, in denen sie gelebt hatten. Große Teile der Bundesstaaten North Carolina, South Carolina und inzwischen auch Gebiete im Süden Virginias sind überschwemmt.

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Sturmfluten im Atlantik haben die Pegel der Flüsse auf Rekordstände gebracht. Ihr Wasser drückt immer weiter ins Inland: Überflutungen wurden am Sonntag selbst aus der Stadt Fayetteville gemeldet, die rund 150 Kilometer landeinwärts liegt. Der Bürgermeister der Stadt, Mitch Colvin, sagte: "Das Schlimmste steht uns noch bevor." In einigen kleinen Gemeinden herrschte Sorge, dass die Orte ganz ausradiert und nie wieder aufgebaut werden könnten - wie es bereits 2016 nach Hurrikan "Matthew" an einigen Orten geschehen war.

Zahlreiche Straßen waren unpassierbar, Rettungskräfte holten Menschen mit Booten aus ihren überfluteten Häusern. Autofahrer mussten teils Umleitungen von hunderten Kilometern in Kauf nehmen. Die Behörden befürchteten, dass die Wassermassen über die Flüsse bis in die Mittelgebirge gedrückt werden und dort Erdrutsche auslösen könnten. Andernorts gab es aber erste Anzeichen von Entwarnung. Das Nationale Hurrikan Zentrum nahm seine Sturmwarnungen für weite Teile der Küste zurück. Am Flughafen des Urlauberortes Myrtle Beach wurde am Sonntag der Flugbetrieb wieder aufgenommen.

"Florence" war am Freitagmorgen als Hurrikan der niedrigsten Kategorie 1 in North Carolina auf Land getroffen. Die Windgeschwindigkeiten schwächten sich dann weiter deutlich ab. Die Tücke an dem Sturm ist allerdings nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Wasser, die er an die Küste getragen hat. Ein Problem ist auch, dass der Sturm sehr lange über dem Küstengebiet verweilt. Er bewegte sich am Sonntag nur mit minimalem Tempo von zuletzt acht Kilometern pro Stunde vorwärts, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum mitteilte. Die Region ist dadurch über lange Zeit starkem Regen ausgesetzt.

Nach Behördenangaben sind derzeit fast eine Million Menschen ohne Elektrizität. Der regionale Stromversorger Duke Energy hatte zeitweise mehr als 10.000 Fachkräfte im Einsatz, um die Stromversorgung wieder herzustellen. Die Experten können jedoch an vielen Orten erst aktiv werden, wenn die Fluten zurückgehen.

Die Behörden hatten hunderttausende Menschen entlang der Südostküste aufgerufen, sich vorsorglich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen - bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle waren dem Aufruf gefolgt. US-Präsident Donald Trump will in der kommenden Woche in das Gebiet an der Südostküste reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Quelle: n-tv.de

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