Die Polizei in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) sucht mit einem Großaufgebot nach einem kleinen Jungen. Der Vierjährige ist mitsamt eines Transporters verschwunden.

Wie eine Sprecherin in Neubrandenburg mitteilte, sei der Transporter in der Nacht in Stralsund verschwunden – mutmaßlich mit dem Jungen an Bord. Der Fahrer des zu einem Wohnmobil umgebauten Fahrzeugs – er soll auch der Vater des Kindes sein – sei gegen 4.55 Uhr in verwirrtem Zustand und mit etlichen Gedächtnislücken allein in Stralsund angetroffen worden. Er habe weder sagen können, wo sein Fahrzeug ist, noch eine genaue Beschreibung seines Sohnes geben können.

Polizisten hatten den 39-jährigen Mann und das Kind drei Stunden vorher noch in dem Transporter im Stadtgebiet gesehen. Die Polizei sieht eine Gefahr für das Kind, das allein in dem abgeschlossenen Fahrzeug sein könnte. Ein Polizeisprecher: „Wir suchen mit allen Mitteln.“

Nach bisherigen Ermittlungen sollen Vater und Sohn allein mit dem zum Schlafen geeigneten Transporter aus Königs-Wusterhausen bei Berlin unterwegs gewesen sein.

Hinweise auf Alkohol- oder Drogeneinfluss gebe es nicht – entsprechende Tests seien negativ ausgefallen. Die Polizei vermutet eine gesundheitliche Ursache für den Zustand des Mannes. Weitere Hintergründe des Falles seien noch unklar. So habe auch die Mutter noch nicht erreicht werden können.

Der VW-Transporter ist nach Angaben der Polizei oben weiß und unten orange lackiert, hat Fahrradträger, einen Dachaufbau und das Kennzeichen KW-AO333. Der gesuchte Junge hört auf den Namen Frederick.