Ein Arbeitgeber, der seinen Angestellten vermisste, löste am Montagabend in Schöneberg einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus.

Von Katharina Metag und Dirk Böttger

Nachdem der Mann eine Woche nicht zur Arbeit erschienen und auch telefonisch nicht zu erreichen gewesen war, meldete der Arbeitgeber des 65-Jährigen seinen Angestellten als vermisst. Polizeibeamte des zuständigen Abschnitts, die daraufhin die Adresse des Vermissten an der Martin-Luther-Straße überprüften, machten an der Wohnungstür des Mannes eine verdächtige Feststellung.

Polizei und Feuerwehr vor dem Haus in der Martin-Luther-Straße nach einem Bombenalarm (Foto: spreepicture)
Polizei und Feuerwehr vor dem Haus in der Martin-Luther-Straße nach einem Bombenalarm (Foto: spreepicture)

Nach B.Z.-Informationen entdeckten die Polizisten dort Drähte. Da über die Umstände des Verschwindens des Mieters und dessen Vorgeschichte nichts bekannt war und um jedes Risiko auszuschließen, alarmierten die Beamten die Sprengstoffspezialisten des LKA hinzu. Die entschieden nach Begutachtung der verdächtigen Drähte, zunächst in die Wohnung zu sehen und riefen die Feuerwehr zur Unterstützung.

Einsatzkräfte vor dem Haus des Vermissten in Schöneberg (Foto: spreepicture)
Einsatzkräfte vor dem Haus des Vermissten in Schöneberg (Foto: spreepicture)

Die Helfer rückten daraufhin mit einem Kran an, so dass die Ermittler von außen durch die Fenster sehen konnten, um sich ein Bild der Lage zu machen. Da nichts Verdächtiges festgestellt werden konnte, entschieden die LKA-Beamten schließlich, die Wohnungstür zu öffnen. Tatsächlich hatten die Drähte keine Funktion, sondern waren vermutlich als Deko an die Tür geklebt worden.

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In der Wohnung des 65-Jährigen fanden die Beamten dann auch den leblosen Vermissten. Der 65-Jährige war nach ersten Erkenntnissen eines natürlichen Todes verstorben. Hinweise für ein Fremdverschulden habe es laut Ermittlern nicht gegeben.