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Verein verteidigt Spieler: Profi schickte Kinder in die Kita – obwohl er Corona hatte

Meerbusch -

Die Coronafälle im Profi-Fußball nehmen zu. Hertha BSC, Holstein Kiel, der SV Sandhausen, der Karlsruher SC oder Dynamo Dresden sind schon wegen mehrerer positiver Fälle in Quarantäne. Mitten in diese Nachrichten platzte vor einigen Tagen eine Nachricht aus Meerbusch, die viele fassungslos machte.

Die Kita Glückskinder musste wegen zahlreicher Coronafälle schließen. Zwei Kinder seien in die Kita gebracht worden, obwohl sich ihr Vater mit Corona infiziert hatte. Auch die Kinder hätten bereits Symptome gezeigt. Nun seien drei Kinder und zwei Erzieherinnen mit dem Virus infiziert. Beim Vater, so berichtete die RP, soll es sich um einen namhaften Fußballspieler handeln.

Kita in Meerbusch musste nach Coronafällen schließen

„Das ist doch unverantwortlich“, wurde Jürgen Eimer, Vorsitzender vom Osterather Betreuungsverein, zitiert. Sein Team schaltete das Gesundheitsamt ein, das forderte alle Eltern auf, ihre Kinder testen zu lassen. Eimer zeigte sich wütend auf die Eltern, die trotz Corona die Kinder gebracht haben. „Man müsste denen eigentlich den Vertrag kündigen.“

Schnell wurde spekuliert, um welchen Fußballer es sich bei dem Fall denn handelt. In den sozialen Netzwerken wurde heftig ausgeteilt. Der Karlsruher SC gab am Montag (12. April) eine Stellungnahme ab. Beim besagten Spieler handelt es sich um Verteidiger Philip Heise (29). Der gebürtige Düsseldorfer, der derzeit von Norwich City an den KSC verliehen ist, wurde beim Zweitligisten zunächst am 29. März positiv, tags drauf negativ und dann wieder positiv getestet.

Philip Heise: Erster Test positiv, dann negativ, dann wieder positiv

„Der erste Test wies einen so hohen Zweitwert auf, dass nicht von einer Ansteckungsgefahr ausgegangen wurde. Der Folgetest am Dienstag war negativ. Am Mittwoch trat bei einem weiteren Test ein positives Ergebnis auf, welches die Infektion bestätigte“, so der Klub. Daraufhin hätten die Badener in Absprache mit allen Beteiligten und dem zuständigen Gesundheitsamt alle notwendigen Maßnahmen im sportlichen und privaten Bereich eingeleitet. Philip Heise habe somit „zu jeder Zeit verantwortungsvoll gehandelt.“

Seit dem zweiten Positiv-Test befindet sich Heise in häuslicher Quarantäne. Der KSC-Hygienebeauftragte Marcus Schweizer sagte den Badischen Neuesten Nachrichten: „Philip hat sich durch die Aussage des Vereins, dass noch nichts passiert ist, sicher gefühlt und ist deshalb den Schritt nicht früher gegangen, in Meerbusch Meldung zu machen“. (msw)

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