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„Viel tödlicher als Covid-19“: Heftiger Streit zwischen China und Nachbarland über angeblich neue Lungenentzündung

China kommt in der Coronavirus-Pandemie nicht zur Ruhe. Die chinesische Botschaft warnt vor einer angeblich neuartigen Lungenentzündung in Kasachstan - das Nachbarland dementiert. Doch die Todesfälle häufen sich offenbar.

München - Was hat es mit den hohen Todeszahlen wegen Lungenentzündungen in Kasachstan auf sich?

Darüber ist zwischen chinesischen und kasachischen Behörden offenbar ein heftiger Streit entbrannt.

Der US-amerikanische Fernsehsender CNN verwies am Donnerstag (9. Juli) auf eine Erklärung chinesischer Beamter über eine angeblich neuartige Lungenkrankheit, die „viel tödlicher als Covid-19“ sei.

Nächstes Virus neben Corona in Asien? China gibt Warnung für Kasachstan aus

Die chinesische Botschaft gab demnach eine Warnung an ihre im Nachbarland lebenden Staatsbürger aus, wonach ein „nicht definierter Lungenentzündungsvirus“ in Kasachstan grassiere. Angeblich handele es sich dabei nicht um das Coronavirus, das weltweit zu einer Pandemie geführt hat.

Die Behörden registrieren täglich an manchen Orten Hunderte neue Fälle, hieß es CNN zufolge vonseiten der chinesischen Botschaft, und, dass Stand 9. Juli schon mehr als 1770 Menschen an dem unbekannten Virus gestorben seien.

„Als Reaktion auf diese Berichte erklärt das Gesundheitsministerium der Republik Kasachstan offiziell, dass diese Informationen nicht der Realität entsprechen“, hieß es tags darauf in einem Statement der kasachischen Gesundheitsbehörden.

Neuartige Lungenentzündungen in Kasachstan? Behörden verweisen auf Corona

Dass das entsprechende Virus nicht klassifiziert werden konnte, habe einen Grund: Und zwar, dass das Coronavirus bei den Verstorbenen mangels Laboruntersuchungen nicht nachgewiesen und bestätigt werden konnte. 

Aber: In einer Erklärung, die laut CNN in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, hat der kasachische Gesundheitsminister Aleksey Tsoy über eine Reihe an Fällen im ganzen Land informiert, die verschiedene Arten bakterieller, pilzlicher und viraler Lungenentzündungen umfassten - einschließlich einiger „nicht näher spezifizierter Ursachen“.

Coronavirus-Pandemie in Kasachstan: Viele Todesfälle - nur durch Covid-19?

Im selben Briefing habe Tsoy mitgeteilt, dass die Zahl der Lungenentzündungen in Kasachstan im Juni im Vergleich zum Vormonat 2019 um 300 Prozent zugenommen habe. Und, dass die damit zusammenhängenden Todesfälle im Vergleich zum Juni 2019 um 129 Prozent gestiegen seien.

Ob die Menschen an oder mit Corona gestorben sind, oder ob weitere Viren mit Lungenentzündungen als Folge um sich greifen, soll nun geklärt werden. 

Das fordert CNN zufolge zumindest China von seinem nordwestlichen Nachbarn in Zentralasien. (pm) *merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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