Am Freitagnachmittag kam es in Berlin-Rudow zu einem illegalen Autorennen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Dabei flüchtete vier (!) Insassen eines Miet-Minis vor einer Polizei-Kontrolle.

Der Fall ereignete sich kurz vor 18 Uhr, als Zivilfahnder der Polizei den Mietwagen in der Neuköllner Straße anhalten und die vier Insassen überprüfen wollten. Sofort beschleunigte der Fahrer den Wagen, der in Richtung Waltersdorfer Chaussee unterwegs war.

An der Kreuzung zur Groß-Ziethener Chaussee kollidierte das Fahrzeug mit den Warnbarken einer Baustelle, setzte die Fahrt aber trotzdem fort. An der nächsten Kreuzung zur Schönefelder Straße kam es dann zum Zusammenstoß mit zwei Fahrzeugen, die an der roten Ampel warteten. Alle vier Insassen des Mietwagens ergriffen daraufhin die Flucht in unterschiedliche Richtungen.

Schwere Nackenverletzungen

Weitere alarmierte Einsatzkräfte konnten wenig später zwei mutmaßliche Insassen des Mini festnehmen, die nach einer Überprüfung wieder entlassen wurden.

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Beim Zusammenstoß mit den wartenden Fahrzeugen wurden zwei Autos beschädigt, zwei Insassen erlitten dabei schwere Nackenverletzungen und mussten durch Rettungskräfte der Feuerwehr in eine Klinik zur stationären Behandlung gebracht werden. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 4 hat die Ermittlungen übernommen.

Die beiden am Ort entlassenen mutmaßlichen Insassen des Mini müssen sich auch wegen des Verstoßes gegen die SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung verantworten.