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Germany

Voller Licht und Symbolik: Ickinger Kirche Heilig Kreuz feiert Wiedereröffnung

Icking – „Wir haben einen weißen, nahezu symbollosen Raum mit Farbe und Symbolen gefüllt“: So beschreibt Pfarrer Peter Johannes Vogelsang die Sanierung des Kirchenraums der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Icking. Nach eineinhalbjähriger Bauphase feiert die Gemeinde die Wiedereröffnung des Gotteshauses. Das künstlerische Gesamtkonzept entwickelte Restaurator Erwin Wiegerling aus Gaißach. Die bauliche Leitung übernahm Architekt Hermann Thurner aus Bad Tölz.

Farbglasfenster bringen den eher schlichten Innenraum der im Jahr 1953 gebauten Kirche zum Leuchten. Die Morgensonne taucht den Altarraum in gelboranges Licht, rötlich-goldene Lichtreflexe zeichnen Muster auf Boden und Wände. „Die Farbglasfenster im Osten symbolisieren den Morgen, das neue kühlere blaue Glas im Westportal, das bisher eine geschlossene Holztüre war, die hereinbrechende Nacht“, erklärt Pfarrer Vogelsang.

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Bei der Sanierung sei man behutsam vorgegangen. Aus Respekt vor der Gründergeneration hat man sich etwa gegen die Anschaffung eines neuen Altars entschieden. Der bestehende erhielt zwölf Bronzefüße. Sie symbolisieren die zwölf Apostel. Unter dem Altar steht jetzt ein Glaskubus, der in mehreren übereinander liegenden Schichten Erde vom Sinai, aus Israel, Rom und unserer Heimat enthält. „In diesem vielschichtigen Mutterboden, der über sehr lange Zeit entstanden ist, wurzelt unser heutiger Glaube und das Leben unserer Gemeinde“, so der Pfarrer.

Die in die Jahre gekommene Orgel wurde durch eine neue digitale ersetzt. Das Gehäuse ist allerdings geblieben. Zu der Neugestaltung gehört auch, dass das ursprüngliche, wiederentdeckte Kreuz freischwebend über dem Altar angebracht wurde. Zu sehen sind daran symbolische Wundmale, die mit Rosenblütenblättern angedeutet sind.

Sanierung kostet rund eine Million Euro

Die Kreuzigungsgruppe, bisher über dem Tabernakel, wurde gereinigt und hat an der nördlichen Wand einen neuen Platz gefunden. Außerdem wurde das Taufbecken in den Eingangsbereich verlegt. Freistehende Hocker in einem Halbkreis bieten Sitzgelegenheiten. Zudem wurden zwei Trennwände aus Gußstein zum Eingang hin eingezogen, die den Raum schützen und beruhigen sollen.

Hell und barrierefrei ist das Gotteshaus nun. Die Holzdecke ist gereinigt. Die grauen Wände wurden von der alten Wandfarbe befreit und in einem gedämpften Weiß gestrichen. Auch wurde die gesamte Elektrik in der Kirche und der Sakristei erneuert. Eine neue computergesteuerte Beleuchtungsanlage ermöglicht die Steuerung der Lichtfarben zu den jeweiligen Anlässen. Zudem gibt es in der Kirche noch viele weitere symbolträchtige Details zu entdecken, etwa Olivenzweige, die an verschiedenen Stellen angebracht sind.

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Rund eine Million Euro hat die Sanierung gekostet. Den Hauptteil übernimmt die Erzdiözese, rund 70.000 Euro muss die Pfarrei selbst aufbringen. Pfarrer Vogelsangs ist zufrieden mit der Sanierung: „Es ist im Großen und Ganzen alles rund gelaufen.“ Großartig findet er, dass die Gemeinde und insbesondere die Kirchenverwaltung sowie der Pfarrgemeinderat den Mut hatten, das Projekt in Angriff zu nehmen. „Ich freue mich schon darauf, in der sanierten Kirche mit der Gemeinde Gottesdienste zu feiern“, sagt der Pfarrer. „Und auf die Taufe meiner Großnichte hier in der Kirche.“ Yvonne Zuber

Den Heiligen Josef stellt Kirchenmaler Stefano an den richtigen Platz.

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