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Vorwürfe gegen Nürnberger Erzieher: Kind hat gelogen

Mitarbeiter hat seinen Job verloren - Ermittlungen wurden eingestellt - vor 17 Minuten

Der Bub und seine Zwillingsschwester besuchten seit September 2016 die Einrichtung an der Heimerichstraße. Ein Kinderarzt versorgte ihn und dokumentierte die Verletzungen: eine Platzwunde, ein blutunterlaufenes Auge und eine Schädelprellung. Mutter und Großmutter erstatteten Strafanzeige; der Vierjährige behauptete in der Polizeiinspektion West, der .

Die Ermittlungen der Polizei zeichnen allerdings ein anderes Bild. Ein anderes Kind berichtete nämlich seiner Mutter, dass es von dem Vierjährigen zuvor am Kopf festgehalten worden sei. Der Erzieher habe den gewalttätigen Vierjährigen weggezogen und mit ihm geschimpft. Danach sei der Vierjährige mit dem Kopf gegen eine Kiste gefallen. Weitere Kinder aus der "Schaukel", die von den Beamten befragt wurden, machten widersprüchliche Angaben, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Antje Gabriels-Gorsolke, auf Anfrage.

"Man kann ihm keinen Vorwurf machen"

Laut einer repräsentativen Umfrage für die Universitätsklinik Ulm gibt es bei sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche keine Entwarnung. © Patrick Pleul/Symbolbild (dpa)


Der Erzieher schilderte den Ermittlern ebenfalls, dass der Vierjährige ein anderes Kind angegangen hatte und er die beiden trennen musste. Der Bub habe dann auf einem Sitzsack gesessen und sei ziemlich aufgedreht gewesen. Er habe versucht, den Jungen zu beruhigen. Als dieser auf ein anderes Kind zukrabbeln wollte, habe er ihn in den Sitzsack gedrückt. Dieser habe ihn dann mit Spielzeug beworfen, heftig gestrampelt, sich gewunden – und sei dabei mit dem Kopf gegen die Kiste geschlagen. Diese Kiste habe er zuvor nicht wahrgenommen, so der Erzieher.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist er unschuldig, weshalb das Ermittlungsverfahren vor einigen Tagen eingestellt wurde. Es sei kein Tatnachweis zu führen, sagte Gabriels-Gorsolke. "Man kann ihm keinen Vorwurf machen."

Schlingerkurs des Kindergartens

Die Darstellung des Erziehers passt zu der Tatsache, dass der Vierjährige im Kindergarten "Schaukel" immer wieder mit aggressivem Verhalten aufgefallen war. Eine Anruferin informierte die Lokalredaktion seinerzeit darüber. Die Großmutter (45) des Jungen bestätigte dies auf Anfrage. Er reagiere aggressiv und schlage um sich, wenn er sich in die Ecke gedrängt fühle oder wenn er sich verbal nicht mehr zu helfen wisse. Der Bub befinde sich deswegen seit geraumer Zeit in Behandlung.

Vollkommen unklar ist, ob der Erzieher seinen Arbeitsplatz in der "Schaukel" zurückbekommt. Die Einrichtung hatte im November einen schwer nachvollziehbaren Schlingerkurs gefahren. Erst stellte sich die Leitung hinter den Erzieher und schloss sogar den Vierjährigen und dessen Zwillingsschwester kurz nach dem Vorfall von der Betreuung aus. Drei Tage später wurde diese Kündigung mit Bedauern zurückgenommen, gleichzeitig wurde der Erzieher suspendiert sowie gekündigt.

Kündigung der Kindergartenplätze zurückgenommen

Der Sprecher des Klinikums, Bernd Siegler, teilte auf Anfrage dazu mit, das Klinikum nehme "zu Personalangelegenheiten grundsätzlich öffentlich nicht Stellung". Zudem sei das Klinikum an der "Schaukel Kinderbetreuung gGmbH" nicht beteiligt. Tatsächlich bestehen deutliche personelle und organisatorische Verflechtungen zwischen Klinikum und "Schaukel". So ist der Kindergarten beispielsweise an die Telefonzentrale des Klinikums angeschlossen.

Der Personalmanager des Klinikums, Roland Fichtner, nahm im Dezember 2017 die genannte Kündigung der Kindergartenplätze des Vierjährigen und seiner Zwillingsschwester zurück. Und: Die Geschäftsführerin der "Schaukel", Barbara Plato, sitzt in der Organisationsentwicklung des Klinikums. Beobachter gehen deshalb davon aus, dass Personalentscheidungen der "Schaukel" tatsächlich im Einflussbereich des Klinikums getroffen werden. 

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