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WAHLEN IN WEISSRUSSLANd - Diese Frau fordert Europas letzten Diktator heraus

Sie ist DIE Hoffnung auf ein freies Weißrussland!

Dort finden am kommenden Sonntag die Präsidentschaftswahlen statt. Die einzig wahre Oppositions­kandidatin: Swetlana Tichanowskaja. Ihr Gegner: Alexander Lukaschenko (65), Weißrussland-Chef seit 26 Jahren – der letzte Diktator ­Europas!

Nachdem der Ehemann der Lukaschenko-Gegnerin, Sergej Tichanowskij (41), seine Kandidatur angekündigt hat, steckte ihn der Diktator in den Knast. SIE hat den Platz ihres Mannes eingenommen und kämpft nun für die Demokratie!

BILD hat mir der Präsidentschaftskandidatin gesprochen.

Wahlkampf in Weißrussland: Swetlana Tichanowskaja grüßt ihre Fans.
Wahlkampf in Weißrussland: Swetlana Tichanowskaja grüßt ihre FansFoto: Sergei Grits / AP Photo / dpa

BILD: Haben Sie Angst vor Lukaschenko?

Swetlana Tichanowskaja: „Ja, ich habe Angst. Ich sehe, was er bereit ist zu tun, um an der Macht zu bleiben. Ich habe Angst, wenn ich auf die Straße gehe, wenn ich auf dem Podium stehe. Angst ist ein ständiger Begleiter.“

Warum tun Sie es dann?

Tichanowskaja: „Weil ich von einem Land träume, in dem die Menschen keine Angst davor haben, eine eigene Meinung zu haben. Es muss Ihnen erlaubt sein, Ihre Regierung zu kritisieren. Jetzt ist es einfach nur gefährlich. Das will ich ändern.“

Andere Präsidentschaftskandidaten, darunter Ihr Ehemann, wurden verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Warum glauben Sie, dass man Ihre Kandidatur zugelassen hat?

Tichanowskaja: „Meinem Mann Sergej gelang es, die Massen zu mobilisieren und Einheit zu schaffen. Er wurde für Lukaschenko zu einem zu gefährlichen und starken Konkurrenten. Mich hat die Regierung nicht ernst genommen. Sie ließen mich zu, um mich nur auszulachen: Niemand würde mich kennen, ich wäre nur irgendeine Frau.“

Und jetzt?

Tichanowskaja: „Jetzt kommen Tausende Bürger zu unseren Wahlkampfveranstaltungen, stehen schon seit Stunden Schlange, um für mich zu unterschreiben. Wir sind die Mehrheit.“

Swetlana Tichanowskaja (m.) mit ihren Unterstützerinnen Maria Kolesnikova (r.) und Waleri Zepkalo
Swetlana Tichanowskaja (m.) mit ihren Unterstützerinnen Maria Kolesnikova (r.) und Waleri Zepkalo Foto: picture alliance/AP Photo

Sie haben zwei Kinder. Wie geht es ihnen?

Tichanowskaja: „Als ich sagte, dass ich den Platz meines Mannes einnehmen werde, erhielt ich einen anonymen Anruf: Wenn ich meine Kandidatur nicht zurückziehe, werde ich ins Gefängnis gesteckt und meine Kinder kommen in ein Waisenhaus. Nach dem Anruf schickte ich meine Kinder sofort an einen sicheren Ort ins Ausland.“

Wie kommen Ihre Kinder damit zurecht?

Tichanowskaja: „Mein 10-jähriger Sohn hat gerade von dieser ganzen Situation erfahren. Davor habe ich ihm immer gesagt, dass sein Vater auf einer Geschäftsreise sei. Jetzt rief er mich an und sagte: ‚Mama, ich habe Angst um dich.‘ Das hat mich noch mal gestärkt: Ich will nicht in einem Land leben, in dem meine Entscheidung zu kandidieren, meine Kinder in Gefahr bringt.“

Langzeit-Diktator Alexander Lukaschenko
Langzeit-Diktator Alexander Lukaschenko (65)Foto: Sergei Gapon / dpa

Ihr Land wird seit über 26 Jahren von Lukaschenko regiert. Was hat er für Weißrussland getan?

Tichanowskaja: „Lukaschenko hat das Land verödet. Er hat Weißrussland zu einem Land gemacht, in dem ein Bürger entscheiden muss: Kaufe ich heute ein Stück Brot oder eine Packung Milch oder ein Medikament? Die Massen sind arm, und unsere Wirtschaft ist schwach. Die Menschen leben von Gehalt zu Gehalt. In Urlaub fahren, sich ein Taxi leisten, davon kann man nur träumen. Das ist die wirtschaftliche Situation. Weißrussland ist ein Land der Angst. Die Regierung kann immer einen Grund erfinden, dich ins Gefängnis zu stecken.“

Was wollen Sie für Weißrussland?

Tichanowskaja: „Ich will ein Land, in dem freie Menschen leben, nicht eingeschüchterte Menschen. Ich will einen Präsidenten, der nicht alles in seine eigenen Taschen steckt. Ich verstehe nicht, wie ein Mensch jeden Tag mit dem Wissen aufwachen kann, dass die Bürger – milde ausgedrückt – ihn nicht mögen. Ich verstehe nicht, wie er weiterhin Präsident sein kann.“

Haben Sie eine Botschaft an Bundeskanzlerin Merkel?

Tichanowskaja: „Frau Merkel, setzen Sie sich mit Lukaschenko in Verbindung. Sagen Sie ihm, dass wir keinen Krieg wollen. Alles, was wir wollen, sind faire Wahlen. Wir sind es satt von diesem Diktator regiert zu werden. Wir sind müde.“

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