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Was die Horrormeldungen mit uns machen

„Was für eine Zeit, es ist so unreal“, schrieb mir gerade ein befreundeter Kollege. Unwirklich, ja, so fühlt es sich gerade an. Aber auch seltsam, dass gerade der umfassende Einbruch einer Menschheitskatastrophe so empfunden wird, wo es doch eigentlich umgekehrt ist: Denn einer der Effekte der gegenwärtigen Lage ist, dass vieles, was uns als selbstverständlicher Alltag und Normalität erschien, plötzlich als Schein, als Ideologie, als Flucht von existenziellen Wahrheiten erkannt wird. Das Reale ist die Krankheit, ist das Leben und der Tod.

Nehmen wir als banales Beispiel die Entertainment-Welt des Sports, die noch bis vor ein paar Wochen für Abermillionen Menschen absolut wichtiger Lebensinhalt war und plötzlich komplett irrelevant ist: Wer deutscher Meister wird, wen interessiert das gerade noch? Die schönste Nebensache der Welt ist nicht einmal mehr Nebensache: Ultras organisieren jetzt Bringdienste für Senioren.

Eigentlich hat unsere Wahrnehmung doch einen gewaltigen Realitätsschub erlebt:

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