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Wasserwirtschaftsamt schnürt Maßnahmenpaket

Kampf gegen die Fluten: Damit es nicht wieder zu einem Hochwasser wie hier im Juni 2013 kommt, schnürt das Wasserwirtschaftsamt ein ganzes Maßnahmenpaket für die Leitzach bei Hammer.

Die Planung für den Hochwasserschutz an der Leitzach im Fischbachauer Ortsteil Hammer schreiten voran. Aktuell prüft das Wasserwirtschaftsamt die Entwurfsplanung. Die zeigt auf, wo Deiche und Mauern entstehen sollen. Besonders spannend ist, was mit den Brücken passiert: nichts.

Fischbachau – Wenn nach oben keine Luft ist, dann gräbt man eben nach unten. So lässt sich – stark vereinfacht ausgedrückt – nach aktuellem Planungsstand die Lösung für das Hochwassernadelöhr an der Leitzachbrücke über die Staatsstraße 2077 im Fischbachauer Ortsteil Hammer beschreiben. Wie Hans Heigenhauser vom für das Projekt verantwortlichen Wasserwirtschaftsamt Rosenheim erklärt, wurden die ursprünglich angedachten Varianten einer Anhebung der Brücke oder eines Bypasses mittlerweile verworfen. Prüfungen hätten ergeben, dass Aufwand und Nutzen in keinem akzeptablen Verhältnis gestanden hätten.

Entschärft werden soll die Engstelle mit einem ganzen Maßnahmenpaket: Das Bett der Leitzach wird im Brückenbereich eingetieft, und weiter flussaufwärts wird ein Wildholzrechen installiert, um Verklausungen durch Treibholz zu verhindern. „Damit stellen wir sicher, dass der HQ 100-Standard für den gesamten Hochwasserschutz an der Leitzach eingehalten wird“, erklärt Heigenhauser. Dies sei entscheidend für die Bewilligung der Maßnahme durch den Freistaat Bayern, der – bis auf den kommunalen Eigenanteil in Höhe von 30 Prozent – die Kosten übernimmt.

Eins steht aber fest: „Brücken sind immer eine Schwachstelle“, sagt der Experte. Flussaufwärts würden sich an der Leitzach drei weitere befinden: eine für einen landwirtschaftlich genutzten Feldweg, eine fürs Bahngleis und der hölzerne Fußgängersteg. Lediglich Letzterer würde die neuesten Richtlinien einhalten, sagt Heigenhauser. Da eine Entschärfung aller Brücken nicht wirtschaftlich darstellbar wäre, müsse man Kompromisse eingehen.

Um die Anwohner dennoch vor Überflutungen zu schützen, plant das Wasserwirtschaftsamt an den entsprechenden Flussabschnitten eine Kombilösung aus Erdaufschüttungen für Deiche sowie Mauern für beengte Stellen. Gespräche mit den Grundstückseigentümern – darunter auch die Stadtwerke München, die an der Leitzach im Bereich Hammer ein Wasserkraftwerk betreiben – hätten bereits stattgefunden. Mit der Gemeinde Fischbachau sei abgesprochen, dass – sobald es die Corona-Lage zulässt – der neue Gemeinderat über den aktuellen Planungsstand informiert wird.

Auch wenn das Großprojekt weitere Fortschritte gemacht hat: Einen fixen Zeitplan gibt es nicht. Zu viele Unwägbarkeiten liegen im langen Planfeststellungsverfahren, das im ersten Quartal 2022 gestartet werden soll. Die Beteiligung aller Fachstellen, Naturschutzverbände und der Öffentlichkeit samt Erörterungstermin und Abwägung könne leicht ein Jahr in Anspruch nehmen, schätzt Heigenhauser.

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Ist alles durch und damit die Baureife festgestellt, geht der Ball zurück an die Gemeinde. Die müsse sich um den eventuell notwendigen Grunderwerb kümmern und den Eigenanteil finanzieren. Um welche Summe es sich handeln könnte, dazu kann Heigenhauser derzeit keine gesicherte Aussage treffen. Erst müsse die Entwurfsplanung des Ingenieurbüros vom Wasserwirtschaftsamt und der Regierung von Oberbayern geprüft werden. „Das läuft gerade“, sagt Heigenhauser. Alles in allem sei ein Baubeginn vor Ende 2023 nicht realistisch, meint der Experte.

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Die Anwohner der Aurach, um deren Hochwassergefahr sich die Gemeinde kümmert (wir berichteten), würden zwar von der Maßnahme an der Leitzach nicht direkt profitieren, sie bräuchten aber auch keine Verschlechterung fürchten. „Das“, sagt Heigenhauser, „ist eine zwingende Voraussetzung für jedes Hochwasserschutzprojekt.“

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