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Wetter in Deutschland: Polarwirbel bringt den Winter zurück

Der Polarwirbel ist zerbrochen und kann auch das Wetter in Deutschland beeinflussen. Prognosen deuten auf harten Wintereinbruch mit Schnee und Eis hin.

Offenbach am Main – Der Winter in Deutschland ist längst nicht vorbei. Nachdem es vor allem in Regionen in höheren Lagen bereits zu geschlossenen Schneedecken kam und die Temperaturen nach einem zunächst recht milden Dezember in vielen Regionen in den unteren einstelligen Bereich gefallen waren, war die Hoffnung groß, dass es beim Wetter so weitergeht.

Zeigt der Winter im Februar 2021 also noch einmal, was er kann? Erste Prognosen geben Aufschluss darüber, ob es eisig weitergeht oder doch ein ganz anderes Wetterbild wahrscheinlicher ist.

Wetter in Deutschland: Die Prognose für den Februar – kommt der Winter zurück?

Nach meteorologischer Zeitrechnung geht der Winter in Deutschland noch bis Ende Februar. Die Tage werden zwar wieder ein paar Minuten länger, deutlich mehr Sonneneinstrahlung gibt es aber nicht – es bleibt frostig. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es jedoch nicht so kalt wie im Vormonat Januar. Mit einer Durchschnittstemperatur von 1,5 Grad ist der Februar nach dem Januar der zweitkälteste Monat des Jahres (Temperaturmittel: 1991-2020). Es könnte mit dem winterlichen Wetter also durchaus weitergehen.

JahrDurchschnittstemperatur im Februar in Deutschland
20173,0 Grad
2018-1,7 Grad
20193,9 Grad
20205,3 Grad
(Quelle: DWD)

Schaut man sich das vergangene Jahr an, lässt sich jedoch schnell erkennen, dass der Februar auch durchaus mal mild und nass ausfallen kann. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach war der Februar 2020 der „zweitwärmste Februar seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881“. Außerdem auch der zweitnasseste seit Aufzeichnungsbeginn. Dazu geführt hatten eine lange Reihe kräftiger Tiefdruckgebiete, die sehr milde Meeresluft nach Deutschland brachten. Wird es beim Wetter im Februar 2021 ähnlich aussehen?

Wetter im Winter: Schnee und Eis dank Polarwirbel im Februar?

Anfang Januar ist der Polarwirbel, ein großflächiges Höhentief über der Arktis, zerbrochen. Dieser sogenannte Polarwirbel-Split kann laut „weather.com“ eisiges Wetter im Februar oder März bringen und für einen heftigen Wintereinbruch sorgen. Dass er Europa und Deutschland trifft, sei derzeit noch nicht sicher „aber die Gefahr für einen späten und harten Wintereinbruch ist sehr hoch“, heißt es in einem Bericht des Portals.

Ein zerbrechender Polarwirbel könnte dafür sorgen, dass das Wetter in Deutschland im Februar erneut sehr winterlich wird. (Symbolbild)

Erste Langzeitprognosen führender Wetterdienste sagen jedoch anderes für das Wetter im Februar 2021 voraus. Gute Aussichten für einen richtig winterlichen Monat geben sie nicht. Der amerikanische Wetterdienst NOAA prognostiziert eher zu milde Temperaturen. „Deutlich zu warm könnte dieser Monat ausfallen“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst „Q.met“ gegenüber dem Wetterportal „wetter.net“.

Winterwetter in Deutschland: Rote Wetterkarten – Das bedeuten sie

In Mittel- und Osteuropa könnte der Februar bis zu 3 Grad wärmer werden, als das langjährige Klimamittel. Der amerikanische Wetterdienst benutzt bei seinen Berechnungen das Klimamittel von 1999 bis 2010. Es zeichnet sich also ein ähnlicher Trend ab, wie bereits im Wintermonate Dezember, der bereits deutlich zu mild ausfiel. Sogar von einer „Schockprognose“ für Winterfreunde war die Rede. Laut DWD war der Dezember rund 2,3 Grad wärmer als das langjährige Klimamittel.

Bei den Vorhersagen für Januar bis März des deutschen Wetterdienstes sieht es ähnlich aus. „Leicht zu warm als zu kalt“, fasst Meteorologe Jung zusammen. Große Kaltluftmassen, von denen bereits die Rede seien, sind derzeit also nicht zu erwarten. Dem schließt sich auch die Prognose des europäischen Wettermodells an, nach dem im Februar keine Kälte in Sicht ist. „Die große Kältepeitsche, die hier und da angekündigt war für Februar, ist auch bei den Europäern nicht zu erkennen“, sagt Jung. (svw)

Rubriklistenbild: © Harald Tittel/dpa

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