Einer Polizeistreife fiel am frühen Samstagmorgen in Berlin-Neukölln der Fahrer eines schwarzen Renault auf, der an der Kreuzung Flughafenstraße / Reuterstraße eine rote Ampel passierte und dann stark beschleunigte.

Der Vorfall ereignete sich um 1.30 Uhr. Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung in Richtung Columbiadamm auf. Von dort bog der Renault-Fahrer links in die Mainzer Straße ein und reagierte nun bremsend auf das Blaulicht eines Funkwagens.

Er hielt an Ecke Boddinstraße, wartete bis sich die Einsatzkräfte näherten – nur um dann wieder Vollgas zu geben und seine Flucht fortzusetzen. 

Beim Abbiegen von der Werbellinstraße in die Morusstraße touchierte der Renault einen parkenden VW. Die Besatzung des Funkwagens verlor den Raser danach kurzzeitig aus den Augen.

Inzwischen herbeigerufene Unterstützungskräfte stellten den Renault kurz danach in der Herzbergstraße fest. Hier stand er unmittelbar neben drei – vermutlich durch seine Einwirkung – beschädigten Fahrzeuge.

Der Fahrer bekam von der Polizei eine amtliche Standpauke (Foto: spreepicture)
Der Fahrer bekam von der Polizei eine amtliche Standpauke (Foto: spreepicture)

Den mutmaßlichen Fahrer, einen 32-jährigen Mann, nahmen die Beamten in einem Wohnhauses in der Nähe fest.

Laut B.Z.-Informationen hatten Anwohner, die den Unfall von ihrem Balkon aus beobachtet hatten, der Polizei Hinweise gegeben, die sie über Hinterhöfe bis ins Dachgeschoss geführt haben sollen – wo sie den Mann schließlich fanden.

In seiner Bauchtasche fanden die Beamten die passenden Fahrzeugschlüssel und -papiere zum Renault. Außerdem hatte der Tatverdächtige ein verbotenes Messer dabei. Die aufgefundenen Gegenstände und das Fahrzeug wurden beschlagnahmt. Die Polizeidirektion 5 übernimmt die Bearbeitung.