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Wirken Impfstoffe gegen Omikron? Biontech-Chef äußert sich - und spricht von „neuem Vakzin“

Biontech-Chef Ugur Sahin glaubt an eine notwendige Modifizierung seines Vakzins wegen der Omikron-Variante.

Wie gut wirken die Impfungen gegen Omikron? Biontech-Chef Ugur Sahin äußerte sich nun dazu - und sieht die Notwendigkeit eines neuen Impfstoffes.

Frankfurt - Sie ist die große Unbekannte in der Coronavirus-Pandemie* - und führt reichlich neue Unsicherheit mit sich. Die Omikron-Variante stellt Wissenschaftler, Politiker und Gesundheitsbehörden vor zahlreiche Fragen. Wie infektiös ist die Variante? Wie schwer sind die Verläufe? Wie gut wirken die Impfstoffe dagegen? Eine sorgenvolle Studie* teilte kürzlich SPD-Mann Karl Lauterbach zur dazu. Auch Virologe Christian Drosten äußerte sich besorgt*. Es bleiben außerdem Fragezeichen bezüglich der Wirksamkeit der Impfstoffe. Nun äußerte sich auch Ugur Sahin, Chef des Vakzin-Herstellers Biontech, zur Causa.

Auf der Konferenz „Reuters Next“ sprach Sahin demnach über die Wirksamkeit des Impfstoffes seines Unternehmens gegen die Omikron-Variante, wie die Nachrichtenagentur Reuters selber berichtet. Demnach gehe er davon aus, dass voraussichtlich ein modifizierter Impfstoff gebraucht werde. „Ich glaube, dass wir ab einem bestimmten Zeitpunkt einen neuen Impfstoff gegen diese neue Variante brauchen werden“, sagte er demnach auf der Veranstaltung.

Omikron: Biontech-Chef Sahin wurde von neuer Variante überrascht - und spricht von Impfstoff-Modifizierung

Warum er dies für notwendig hält, machte er offenbar ebenfalls deutlich. So glaube Sahin, dass Omikron sich zu einer sogenannten Antikörper-Escape-Variante entwickeln könne. Dies würde bedeuten, dass die Variante „möglicherweise in der Lage ist, geimpfte Personen zu infizieren“, sagte Sahin laut Reuters. Selbiges würde ebenfalls für Genesene gelten. Vor schweren Verläufen würden die aktuellen Impfungen aber auch bei der Omikron-Variante weiterhin gut schützen.

Gleichzeitig gab Sahin auch zu, dass das Auftreten der Mutation ihn überrascht habe. Die hochmutierte Version des Coronavirus sei früher gekommen, als er erwartet habe. „Ich hatte irgendwann nächstes Jahr damit gerechnet, nun ist es schon bei uns“, sagte Sahin demnach. Zum Zeitpunkt, wann eine modifizierte Version des Impfstoffes vorhanden sein müsse, machte er allerdings keine Angabe.

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Biontech-Chef Sahin mit hoffnungsvollen Nachrichten im Kampf gegen Omikron

Dennoch verkündete er eine weitere hoffnungsvolle Nachricht: Nicht nur sei der Schutz vor schweren Verläufen auch bei Omikron offenbar weiterhin gegeben, Biontech* könne laut Sahin seinen Impfstoff auch bei Bedarf relativ schnell anpassen. Sahin ging sogar noch weiter, äußerte, dass ein derartiges Verfahren gar in rund 100 Tagen vonstattengehen würde und an einer ersten Anpassung bereits gearbeitet werde.

Erst kürzlich hatte sich auch Stéphane Bancel, Chef des Vakzin-Produzenten Moderna, zur Wirksamkeit der Impfstoffe gegen die Omikron-Variante geäußert - und klang eher besorgt*. (han)