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Wut auf deutsche Corona-Sommerurlauber: Brandbrief über Müllchaos - Zustände „immer schlimmer“

„Aus dem Leben einer Reinigungskraft" - auf Facebook berichtet eine Nutzerin von schlimmen Zuständen in der Branche. Die Lage werde immer beschämender. Die Wut auf Touristen wächst.

Sylt - „Aus dem Leben einer Reinigungskraft" - so beginnt ein Facebook-Post, der aktuell viral geht. In einem 50-zeiligen Brandbrief, der in der Facebookgruppe Sylt geteilt wurde, rechnet die Nutzerin Heike Kulk schonungslos mit den Touristen auf der Insel ab, in dem sie einen Text einer Reinigungskraft veröffentlicht. Sylt ist sehr beliebt bei den Deutschen, war auch nach den Corona-Lockerungen das Ziel vieler Reisender.

Wie sich manche Urlauber jedoch auf der Insel benehmen, sei nicht nachvollziehbar - vor allem in den aktuellen Pandemie-Zeiten, in denen „man möchte, dass es sauber und ordentlich ist, damit neue Gäste das Gefühl haben, dass hier alles richtig gereinigt worden ist, dass hier keine Bakterien oder Viren noch unterwegs sind.“

Sylt in Corona-Zeiten: Müll-Chaos auf der Insel - „vielleicht liest das ja der eine oder der andere Gast und denkt ein wenig darüber nach“

Die Wertschätzung für diesen „undankbaren Job“ halte sich jedoch in Grenzen. Bei Abreise fänden die Reinigungskräfte Sylts immer öfter Chaos wider: „ In der einen Woche schaffen es die Gäste, die ganze Wohnung nach ihrem Geschmack umzuräumen. Sie vergessen wie der Abwasch oder die Spülmaschine geht und wie man den Müll rausbringt. Es gibt auch richtig kluge Menschen die den Müll ohne Müllbeutel im Eimer lassen.“

Daher kommt sie zu einem traurigen Fazit: „Man hat das Gefühl die Menschen haben die Ordnung verlernt. Und es wird immer nur schlimmer.“ Am Ende bleibt die Hoffnung auf Besserung, denn „vielleicht liest das ja der eine oder der andere Gast und denkt ein wenig darüber nach.“

„Aus dem Leben einer Reinigungskraft.“ Die Zustände auf Sylt werden immer schlimmer.

Sylt im Corona-Sommer: Verständnis nach Facebook-Post - „schade, wie wenig manche Menschen Respekt haben“

Geht man nach den Kommentaren unter dem Post, scheinen viele Menschen die Reinigungskraft zu verstehen. So schreibt die Nutzerin Mara Ge etwa: „Das sind wahre Worte. Wir waren gerade zehn Tage in einem relativ teuren Hotel. Ich habe das Gefühl, wenn ich morgens beim Verlassen unserer Suite einen kurzen Blick in benachbarte Zimmer erhaschen konnte, dass das Zimmerchaos immer schlimmer wird. Wir haben unseren Abfall selbst entsorgt und das Zimmer so aufgeräumt, als wären wir gar nicht da. Soviel Respekt muss sein und schafft der, die alles wieder auf Hochglanz bringt, zeitlich etwas Luft und vereinfachte Arbeitsbedingungen. Danke, dass ihr für uns da seid."

Die Nutzerin Kati Richter berichtet unterdessen von ähnlichen Erfahrungen auf der friesischen Nordseeinsel: „Meine Oma hat jahrelang auf Sylt geputzt und ich sie ab und zu begleitet. Schade, wie wenig manche Menschen Respekt haben.“ Vielleicht verbessert sich die Lage ja nun durch den geteilten Brandbrief. *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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