Germany

Zeit für „gewaltige Veränderungen“

45 Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen der Marie-Pettenbeck-Schule in Wartenberg haben sich der Abschlussprüfung unterzogen, und nur einer davon hat es am Ende nicht geschafft. Weitere 26 haben am Ende der zehnten Klasse die Prüfung gemacht, und hier haben alle bestanden.

VON KLAUS KUHN

Wartenberg – Schulleiter Michael Braun ist glücklich: „Das ist doch ein ausgezeichnetes Ergebnis.“

Und noch etwas sagte er der Heimatzeitung am Rande einer gelungenen Abschlussfeier am Donnerstagabend im Reiter-Saal: „Wir haben wieder alle untergebracht. Entweder machen sie weiter mit der Schule, oder sie machen eine Ausbildung.“

Natürlich gibt es bei solchen Schulabschlüssen immer welche, die herausstechen. So schloss Sara Klee die Klasse zehn mit 1,78 ab und markiert damit die Leistungsspitze vor Carla Ewen, Marie Hüfner und Melanie Schrödl, die alle drei 1,89 auf dem Zeugnis stehen haben.

Die Klassenbeste, die aus Langenpreising stammt, bleibt zur weiteren Ausbildung in Wartenberg. „Ich mache Technische Systemplanerin bei einem Planungsbüro im Gewerbegebiet Thenn. Technische Systemplanerin ist gewissermaßen die neue Bezeichnung für Technische Zeichnerin. Diese Ausbildung dauert drei Jahre.“

Die Leistungsspitze repräsentieren Sara Klee (Bild r.) und Ana Jukcic, die erst vor neun Monaten nach Deutschland gekommen ist.

In Klasse neun wurde Platz drei zweimal vergeben: René Brandenberg und Sophia Hofer gehen mit 1,7 ab, Melissa Wimmer ist einen Tick besser mit 1,6. Die beste Note dieses Abends aber gehört einer absoluten Ausnahmeschülerin: Ana Jukcic kommt nämlich aus der kroatischen Hauptstadt Zagreb, ist erst seit neun Monaten in Deutschland und beendete ihre schulische Laufbahn vorläufig mit 1,2. Vorläufig deshalb, weil die erfolgreiche Schülerin noch einiges vorhat: „Jetzt mache ich 9+2, danach gehe ich auf die FOS.“ Natürlich hatte die Neu-Berglernerin ein schulisches Vorleben: „In Kroatien bin ich aufs Gymnasium gegangen und hatte die Fremdsprachen Englisch, Deutsch und Latein.“

Erstmals hatte die Feier auf Wunsch der Schüler im Reiter-Saal stattgefunden, und das könnte zur Tradition werden. Wirt Anton Müller und sein Team gaben sich alle Mühe, die Saal-Infrastruktur gab einen solchen Anlass problemlos her, wenn auch an der einen oder anderen Ecke etwas improvisiert werden musste.

Schulverbandsvorsitzender Hans Wiesmaier jedenfalls staunte nicht schlecht, als er in den Saal kam: „Da soll noch mal einer sagen, die Wartenberger hätten nichts.“ Tatsächlich machte die Feier deutlich, dass der Reiter-Saal das Zeug hat, Wartenbergs gute Stube zu werden.

In einer solchen Atmosphäre ließ sich hervorragend feiern, Schulleiter Braun machte den Anfang. In seiner Rede lobte er unter anderem das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Schüler. Das war auch ein Thema, das sich Wiesmaier auf die Fahnen geschrieben hatte. Leidenschaftlich rief er die jungen Leute dazu auf: „Traut euch, euch selber einzubringen!“

Versteckt, aber doch deutlich machte der Schulverbandschef auch Front gegen Rechtspopulisten: „Hinterfragt Botschaften! Lasst euch nicht verbraten und vor einen Karren spannen!“

Fördervereinsvorsitzender Hermann Zoglauer rief ebenfalls zu Aktivität auf, erinnerte an die „gewaltigen Veränderungen“, die es in der Zukunft zu bewältigen gebe.

Das in der Schule Gelernte könnte dabei durchaus hilfreich sein, zumindest meinte Elternbeiratsvorsitzender Martin Hagner: „Ihr werdet nicht von der Erkenntnis verschont, dass man das, was man in der Schule gelernt hat, ganz gut brauchen kann.“

Wie gelernt wurde, das wurde in den Reden der Entlassschüler Julia Gruber, Carla Ewen und Marie Hüfner auf launige Weise ebenfalls deutlich.

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