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Germany

Zurückhaltung an der Wall Street: Virus bringt Anleger nicht aus der Ruhe

Die Coronavirus-Epidemie hat die Wall Street auch heute nicht beunruhigt. Die Anleger hoffen weiterhin, dass die Mediziner und die verantwortlichen Behörden die Krise in den Griff bekommen können. Ein Ende der Epidemie ist aber weiter nicht absehbar.

Das Geschäft an der Wall Street ist am Freitag zwar verhalten verlaufen. Doch dass trotz des langen Wochenendes keine größeren Gewinnmitnahmen stattfanden, belegte die Marktstärke. Am Montag bleiben die US-Börsen wegen des Gedenkens an den ersten US-Präsidenten George Washington geschlossen. Es gab keine neuen alarmierenden Meldungen zum Coronavirus. Sorge bereitete allerdings die Meldung, dass das Virus in Ägypten angelangt ist. Die Investoren bleiben bei dem Thema auf der Hut.

Der Dow-Jones-Index tendiert mit einem Minus von 25 Punkten auf 29.398 nahezu unverändert, S&P-500 legte 0,2 Prozent zu auf 3380 Punkte und der Nasdaq-Composite um 0,2 Prozent auf 9731 Punkte zu.

S&P 500
S&P 500 3.380,75

Das ohnehin vorhandene Misstrauen gegenüber den chinesischen Fallzahlen zum Coronavirus wird durch die breiteren Diagnosemethoden noch verstärkt. Diese könnten bedeuten, dass mehr undiagnostizierte Fälle ans Tageslicht kommen könnten, hieß es. Darüber hinaus bauen sich neue Spannungen zwischen Washington und Peking auf. Huawei und zwei ihrer US-Töchter wurden in einer Bundesanklage wegen krimineller Machenschaften und Verschwörung zum Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen angeklagt.

Der Euro stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Die Gemeinschaftswährung war in den vergangenen Tagen auf den tiefsten Stand seit April 2017 gesunken. Die aktuell schwachen BIP-Daten aus Deutschland verhinderten eine Erholung, heißt es. Der Euro kostet 1,0836 Dollar und liegt damit leicht über dem Tagestief von 1,0827 - Ende Januar waren es aber noch knapp 1,10 Dollar gewesen.

Öl zieht unbeeindruckt an

Am Ölmarkt setzt sich die Preisrally der vergangenen Tage trotz der Konjunktursorgen im Zuge des Coronavirus und der gesenkten Nachfrageprognosen durch verschiedene Institutionen fort. Seit Tagen rätseln Händler über die Gründe. Nun heißt es, kleine chinesische Raffinerien deckten sich wegen des insgesamt niedrigen Preisniveaus mit Erdöl ein. Das Fass US-Leichtöl der Sorte WTI verteuert sich um weitere 1,2 Prozent auf 52,06 Dollar, europäisches Referenzöl der Sorte Brent um 1,7 Prozent auf 57,31 Dollar.

Während der Goldpreis um 0,4 Prozent auf 1583 US-Dollar zulegt, ziehen auch die Notierungen am Rentenmarkt an. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fällt um 2,8 Prozent auf 1,59 Prozent. Die Stärke des Rentenmarktes sowie die Nachfrage nach Gold offenbarten, wie labil die Stimmung am US-Finanzmarkt sei, heißt es mit Blick auf die Lage in China.

Nvidia und Expedia mit kräftigen Aufschlägen

Unter den Einzelaktien steigen Nvidia um 7 Prozent. Der Chiphersteller hat im vierten Geschäftsquartal Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Dass das Unternehmen wegen einer etwaigen Belastung durch die Coronavirus-Epidemie vorsichtshalber die Umsatzprognose für das erste Quartal leicht gesenkt hat, drückt nicht. Denn auch die reduzierte Prognose liegt noch über der Analystenerwartung.

Expedia springen um 11 Prozent. Das Online-Reisebüro hat mit den Zahlen zum vierten Quartal die Erwartungen übertroffen. Mit Enttäuschung werden dagegen die Geschäftszahlen von Yelp aufgenommen. Die Titel fallen um 3,5 Prozent, nachdem der Betreiber eines Empfehlungsportals im vierten Quartal schlechter abgeschnitten hat als gedacht.

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