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Zweite Chance als echte Chance?: Hülkenberg kämpft gegen das Kasalla

Kein Comeback beim Comeback: Ein gebrochener Bolzen hat das erste Formel-1-Rennen von Nico Hülkenberg nach seinem Aus bei Renault verhindert. Nun gibt es einen zweiten Anlauf, wieder in Silverstone. Das Rennen soll für den 32-Jährigen nun eine echte Herausforderung werden.

Silverstone als Wiedereinstieg - das muss man schon wollen. Oder nehmen, wie es kommt. So wie Nico Hülkenberg. Weil der Mexikaner Sergio Perez sich mit dem Coronavirus infiziert hat, wurde das Cockpit seines Racing Point frei. Die Comeback-Chance für Nico Hülkenberg, der nach dem Aus bei Renault zum Ende der vergangenen Saison auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist. Gefunden hat er sie vorübergehend bei der alten Liebe Formel 1. "Natürlich habe ich am Wochenende Blut geleckt. Und bin heiß, wieder ins Auto zu steigen. Gar keine Frage", sagte er nach seinem Comeback gegenüber RTL/ntv.

Es war ein Comeback ohne Comeback. Zumindest eines ohne Renn-Einsatz. Ein gebrochener Bolzen im Kupplungsgehäuse seines Boliden hatte den Start verhindert. Das Bauteil hatte sich zunächst gelöst und dann verklemmt, sagte Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer: "Deshalb konnten wir den Motor wohl nicht starten." Infolge des Problems musste der 32-Jährige noch vor dem Start aufgeben. "Das ist bitter. Ein krasser Krimi, in dem ich mich befinde", ärgerte sich Hülkenberg noch am Sonntag. Das kleine Drama ist verarbeitet, der Blick geht auf die zweite Chance, eine hoffentlich nun echte.

"Schon an meine Grenzen gekommen"

Eine, die Hülkenberg körperlich in den Extrembereich treibt. "Ich habe den Nacken auf jeden Fall gespürt. Es gibt eine generelle Fitness, wie wir sie alle kennen, wenn man laufen geht oder im Gym Zirkeltraining macht. Aber das Rennfahren mit den G-Kräften - das ist die Fahrfitness und die kriegst du einfach nur beim Fahren. Da kann man Gewichte stemmen, wie man will. Und das ist von 0 auf 100 recht brutal." Erst recht auf einem Kurs wie Silverstone mit seinen Querbeschleunigungen von über 5G ein paar Mal pro Runde. "Das ist schon richtig Kasalla auf den Nacken", bekannte Hülkenberg.

Dabei sei das Qualifying auch noch mal eine besondere Herausforderung, weil die Fliehkräfte dort natürlich am höchsten sind. Die Autos sind leer, jedes Mal neue Reifen, es wird schneller und schneller - "da bin ich schon an meine Grenzen gekommen. Das hat mich auch ein bisschen beeinträchtigt, inwieweit ich pushen kann und noch sicher dabei bin. Das war schon eine echte Herausforderung", sagt Hülkenberg.

Mercedes zeigt Interesse an Hülkenberg-Verpflichtung

Um nun beim zweiten Rennen in England, dem Großen Preis zum 70. Jubiläum der Königsklasse, richtig fit zu sein, absolvierte er ein strenges Fitnessprogramm. Zusätzlich stieg er an drei Tagen in den Simulator des Teams. Das Ziel: Sich weiter mit dem "pinken Mercedes" vertraut machen, der angesichts seiner Ähnlichkeit zum Vorjahres-Silberpfeil für Aufsehen sorgt. Denn nicht nur optisch erinnert der RP11 an das Weltmeister-Auto von 2019, auch die Performance stimmt.

Ein gutes Ergebnis, es würde auch die Chance für ein längeres Comeback in der Formel 1 erhöhen. Zwar mutmaßlich nicht bei Racing Point, wo Sebastian Vettel ja nach wie vor als Kandidat für das Cockpit von Perez gilt, dafür aber eventuell beim dominanten Mercedes-Team - als Ersatzfahrer. "Er ist ein guter Kandidat", erklärte Teamchef Toto Wolff gerade erst, der Hülkenberg vor allem dafür lobte, wie schnell er nach neun Monaten Pause schnelle Runden zeigte: "Ein deutscher Fahrer kann immer eine interessante Idee sein. Auch als Reservefahrer." Das einzige deutsche F1-Team ist seit dem Rücktritt von Nico Rosberg Ende 2016 ohne einen deutschen Piloten.

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