Germany

Zweiter Tag im Lübcke-Prozess - Neonazi Stephan Ernst heult im Gerichtssaal

Neonazi Stephan Ernst im Gerichtssaal
Neonazi Stephan Ernst im GerichtssaalFoto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt – Neonazi Stephan Ernst (46) soll den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke († 65) am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha (Nordhessen) mit einem Kopfschuss ermordet haben. Wegen Beihilfe zum Mord ist Markus H. (44) ebenfalls angeklagt. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremistischen Motiv aus.

Der zweite Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht startete um 10 Uhr. Wie am ersten Tag wirkte Stephan Ernst zunächst emotionslos. Ein vierstündiges Video seiner Vernehmung bei der Polizei soll gezeigt werden.

Doch schon wenige Minuten später fängt der Mann, der Lübcke kaltblütig erschossen haben soll, an zu heulen.

Krokodilstränen oder echte Gefühle?

Die Szene auf dem Bildschirm: Stephan Ernst erzählt, wie er sich der rechten Szene angeschlossen hat. Nach ein paar Jahren habe er aussteigen wollen, das sei circa 2010 oder 2011 gewesen. Er wollte mit der Szene nichts mehr zu tun haben, sich auf den Job konzentrieren, spricht über seine Kinder und angebliche Werte, die er ihnen mitgeben wollte. Im Video sagt er: „Ich habe damals meinen Kindern gesagt, dass diese Gesellschaft, wie sie ist, richtig ist.“

Ernst hat zwei Kinder - einen Sohn und eine Tochter. Die beiden waren zum Zeitpunkt der Vernehmung 15 und 17 Jahre alt.

Immer wieder hört man anschließend das Geschniefe des Angeklagten im Gerichtssaal.

Irmgard Braun-Lübcke und ihre Söhne Christoph Lübcke (M) und Jan-Hendrik Lübcke am zweiten Verhandlungstag
Irmgard Braun-Lübcke und ihre Söhne Christoph (Mitte) und Jan-Hendrik Lübcke am zweiten Verhandlungstag Foto: Fredrik von Erichsen

Auf wen das Eindruck machen soll? Auf die Familie Lübcke jedenfalls nicht. Witwe Irmgard Braun-Lübcke und die Söhne Christoph und Jan-Hendrick, schaut sich das Video reglos an, reagiert nicht auf das Geheule.

Auch der Mitangeklagte Markus H. zeigt keine Regung. Noch wurde das Video (Dauer: vier Stunden!) nicht komplett abgespielt. Der Prozess geht weiter.

Markus H. (44) ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt
Markus H. (44) ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagtFoto: Fredrik von Erichsen

Football news:

Ole-Gunnar sulscher: ich Denke, es war ein Elfmeter für Aston Villa
Die Polizei hatte die Täter in T-Shirts mit den Namen der dunkelhäutigen gespielt
Kompany versucht alles in Anderlecht: trainierte ohne Lizenz (schrecklich), spielte 15 Spiele und investierte 3 Millionen Euro in den Verein
Aston Villa Trainer über den Elfmeter von Manchester United: eine Beschämende Entscheidung
Paul Pogba: die Europa League und den fa Cup zu Gewinnen, sind zwei Ziele von Manchester United für diese Saison
Manchester United hat zum ersten mal in der Geschichte des APL 4 Spiele in Folge mit einer Differenz von mindestens 3 Toren gewonnen
Bruna erzielte 7 (4+3) Punkte in den letzten 3 spielen für Manchester United