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Experte spricht von „Daten-Super-GAU“ - „Letzte Generation“ leakt Mitglieder-Daten

Die Klima-Kleber der Protestgruppe „Letzte Generation“ sorgten bisweilen meistens auf Deutschlands Straßen für Ärger – jetzt haben die Chaoten sich selbst eine geklebt...

▶︎ Das Team der „Welt am Sonntag“ stieß bei ihren Recherchen zu der Organisation auf mehrere Excel-Listen. Darin zu lesen: sensible private Daten wie Adresse und Lebenssituation der Mitglieder. Frei für jeden im Netz einsehbar.

Peinliche Daten-Panne bei den Klima-Klebern!

Insgesamt fanden die Journalisten Daten von über 2200 Aktivisten, die über den Cloud-Dienst Google Drive für jedermann abrufbar waren. Erst, nachdem die „Welt am Sonntag“ eine Presseanfrage bei der Gruppierung einreichte, schränkte diese den Zugriff für Unbefugte ein.

Köln: Polizisten lösen die festgeklebte Hand eines Aktivisten von der Fahrbahn

Foto: Ann-Marie Utz/dpa

Auf die Datenschutzpanne angesprochen, winkt eine Pressesprecherin ab. Die dortigen Angaben seien veraltet. Und weiterhin rechtfertigte sie die Datensammlung: „Es ist jetzt essenziell, dass Menschen auf die Straße gehen. Wir stecken mitten in einer Klimakatastrophe und die Regierung bleibt untätig. Menschen entscheiden sich für den zivilen Widerstand und sind auch bereit, mit ihrem Namen dazuzustehen.“

Skurril: Das Team der „Welt am Sonntag“ fand zudem heraus, dass die selbst ernannten Klima-Retter die Daten hauptsächlich nutzten, um nach Vorträgen der Gruppierung Interessierte per Telefon von einer Mitgliedschaft zu überzeugen.

In den internen Dokumenten heißt es dazu: „Alle interessierten Menschen müssen möglichst schnell nach dem Vortrag angerufen werden, am besten direkt am Vortragsende schon die Nummer in einen Chat hinzugefügt werden.“

Pikant: Neben Telefonnummer, Adresse und Co. bekommt jeder, dessen Daten in die Listen eingetragen wurden, ein paar persönliche Notizen verpasst. Das sind dann Sätze wie „Konnte sich bislang nicht durchringen, das Studium zu schmeißen“, „zu ängstlich für Gefängnis“, „gesundheitlich nicht so fit“, „depressive Phase“, oder: „fürchtet Deportation im Falle einer Festnahme“.

Und: Rund 250 Personen haben ihre Bereitschaft signalisiert, für das gemeinsame Ziel ins Gefängnis zu gehen.

Stuttgart: Klima-Kleber blockieren auf der Bundesstraße 10 zur Hauptverkehrszeit den Verkehr

Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Politiker sehen diese Daten zur Gefängnisbereitschaft als Indiz für die kriminellen Hintergründe der Gruppe. Alexander Throm, innenpolitischer Sprecher der Union, sagt: „Die Recherchen erhärten den Verdacht, dass es sich bei der ‚Letzten Generation‘ um eine kriminelle Vereinigung handelt.“

Die Vereinigung biete ihren Mitgliedern eine professionalisierte Plattform, um bewusst Straftaten zu begehen. „Das ist kriminell und hat mit friedlichem Protest für den Klimaschutz nichts zu tun.“

Für den Berliner Rechtsanwalt Niko Härting gleicht der Leak einem „Daten-Super-GAU“. Datenschutzrechtlich zählen die veröffentlichten Angaben zu den nach Art. 9 DSGVO gesteigert geschützten „besonderen Kategorien (sensibler) personenbezogener Daten“. Und auch die Datenschutzerklärung auf der Website der „Letzten Generation“ sei völlig unzureichend.

Damit könnten sich die Klima-Kleber nun den nächsten Ärger seitens der Behörden einhandeln.