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Für „Air Defender 23“-Manöver - USA schicken 90 Militär-Flieger nach Deutschland

Jetzt geht alles ganz schnell: Im Februar beginnt die Ausbildung der ukrainischen Soldaten auf dem Leopard 2, Ende März soll der Kampfpanzer aus Deutschland im Einsatz sein und die russischen Angreifer zurückdrängen.

Kanzler Olaf Scholz (64, SPD) hat lange gezögert, Kiew den gefährlichsten deutschen Panzer zu liefern. Er wollte nur gemeinsam mit den USA diesen nächsten militärischen Schritt gehen und drängte US-Präsident Joe Biden (80) dazu, Abrams-Panzer zu schicken. Seit dieser Woche steht die große Kampfpanzerallianz.

► Der Kreml reagierte wütend. Kriegstreiber Wladimir Putin (70) ließ verkünden: Die Lieferung der Panzer werte Moskau als „direkte Beteiligung an dem Konflikt“.

Scholz weiß: Im Zweifel kann sich Europa nicht allein verteidigen. Deutschland selbst hat keine eigenen Atomwaffen. Und auch keinen Schutzschirm gegen Raketenangriffe. Im Fall der Fälle bräuchte Deutschland die Hilfe der USA.

Dass Europa und die USA zusammenhalten – dieses Signal soll eine große Luftkampf-Übung senden. Im Juni verlegen 15 Nato-Nationen rund 200 Flugzeuge für das Manöver „Air Defender 23“ nach Deutschland. Zwölf Tage lang trainieren die Piloten Luftkriegsoperationen im gesamten deutschen Luftraum, teilweise auch über Polen, Tschechien, dem Baltikum und Rumänien.

Allein die USA schicken laut BILD am SONNTAG-Informationen rund 90 Flugzeuge, darunter ihre Kampfjets F-35, F-16 und F-15. Das ist die größte Verlegung von US-Luftstreitkräften nach Deutschland seit Gründung der Nato. Die Luftwaffe hat Eurofighter, Tornados und den Militärtransporter A400M im Einsatz.

Das Manöver soll Moskau zeigen, dass die Nato bei einem Angriff ihren Luftraum gemeinsam verteidigt.

Unterschiedliche Haltungen gibt es bei der Frage, ob die Ukraine vom Westen auch Kampfjets bekommen soll. Die USA, Frankreich und Polen zeigen sich in dem Punkt zumindest offen. Scholz hingegen schloss diese Woche im Bundestag die Lieferung von Kampfjets aus.

Und auch in der Kabinettssitzung am Mittwoch unterstrich er diese Haltung und machte den Ministern laut Teilnehmerangaben deutlich, dass er da Geschlossenheit erwartet.

Foto: BILD

Dieser Artikel stammt aus BILD am SONNTAG. Das ePaper der gesamten Ausgabe gibt es hier.