Austria

Borealis mit Umsatz- und Gewinneinbruch

Der Nettogewinn brach im ersten Halbjahr um rund 60 Prozent auf 215 Mio. Euro ein.

Der auf Kunststoffe und Düngemittel spezialisierte Chemiekonzern Borealis, an dem die OMV bald eine 75-Prozent-Mehrheit halten wird, hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn brach um rund 60 Prozent auf 215 Mio. Euro ein, der Umsatz um ein Fünftel auf knapp 3,5 Mrd. Euro. Für die zweite Jahreshälfte rechnet CEO Alfred Stern mit einer Erholung.

Im zweiten Quartal ging der Nettogewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 328 Mio. auf 64 Mio. Euro zurück - schuld daran waren vor allem Lagerabwertungen auf Grund des gesunkenen Ölpreises, ein geringerer Vorteil aus der Nutzung leichter Rohstoffe im Vergleich zu Naphtha sowie ein Produktionsstopp des Steamcrackers in Schweden durch einen Brand.

Optimistisch

"Angesichts der Markt- und Industriebedingungen haben wir ein doch gutes zweites Quartal hingelegt", zeigt sich Borealis-Chef Stern dennoch zufrieden. "Im Vergleich zu 2019, als es kein Corona gab und die Ölpreise auf einem anderen Niveau waren, haben wir natürlich schon einen Einbruch", sagte Stern am Donnerstag zur APA. Die Nachfrage nach den Borealis-Produkten und die Auslastung der Werke seien aber gut.

Der Polyolefinabsatz (Kunststoffe) blieb auch während der Pandemie relativ stabil, und auch das Düngemittelgeschäft konnte das Vorjahresniveau halten.

Borouge, das Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) in Ruwais (Vereinigte Arabische Emirate, VAE), konnte zwar seinen Absatz im Vergleich zum Vorjahr erhöhen, musste jedoch Ertragseinbußen aufgrund der niedrigeren Polyolefinpreise in Asien hinnehmen. Inzwischen hätten sich die Preise etwas erholt, "allerdings gibt es da noch Luft nach oben", sagte Stern. Der Ergebnisbeitrag von Borouge macht laut Finanz-Vorstand Mark Tonkens zwischen 40 und 60 Prozent aus.

Der Gewinneinbruch durch die Vorratsabwertungen sei eine Momentaufnahme, betonte der CEO. "Wir haben aufgrund von Corona ein Resilience-Programm aufgestellt, um den Fokus hauptsächlich auf Liquidität zu haben." Man habe zwar Investitionen verschoben, aber bisher noch keine abgesagt, sagte Finanzchef Tonkens.

Keine Kurzarbeit

Da die Mengennachfrage nur geringfügig zurückgegangen sei, habe man keine Kurzarbeit einführen müssen, erklärte Stern. "Wir mussten uns eher darauf fokussieren, wie wir unsere Produktion in Bezug auf das Coronavirus sicher weiter betreiben können und wie wir die Logistik aufrechterhalten. Wir haben die Kosteneinsparungen in anderen Bereichen als im Personalbereich erzielt."

Die drei großen Wachstumsprojekte - ein Joint Venture in Texas, eine neue Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Belgien und die fünfte Polypropylenanlage (PP5) in Abu Dhabi - seien weiterhin am Laufen, betonte Stern. "Natürlich sehen wird dort, dass es wegen Corona Verzögerungen geben wird, etwa weil man teilweise weniger Leute auf der Baustelle haben darf, aber die Projekte laufen weiter." Auch das Projekt Borouge IV treibe man mit dem Joint-Venture-Partner ADNOC weiter voran.

Gestoppt wurde hingegen ein Projekt in Kasachstan, wo eine integrierte Cracker- und Polyethylenanlage geplant war, weil es sich auch angesichts der Coronakrise als zu riskant erwiesen habe.

Auch die Strategie, künftig mehr Kunststoff-Abfall als Rohstoff in der Kunststofferzeugung zu verwenden, werde man weiterverfolgen, so Stern.

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