Austria
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Elektroautos schlagen Verbrenner bei Tankpreisen

Mehr als jeder achte neu zugelassene Pkw dieses Jahr ist bereits ein reines Elektro-Fahrzeug. Insgesamt sind somit in Österreich aktuell schon fast 94.000 E-Autos angemeldet, vor zwei Jahren waren es noch weniger als die Hälfte. Mit der zunehmenden Nachfrage steigt aber auch der Bedarf nach Ladeinfrastruktur weiter an. Laut dem Bundesverband Elektromobilität Österreichs (BEÖ) gibt es aktuell etwa 15.000 öffentliche Lademöglichkeiten.

Wie beim Sprit lohnt sich auch beim E-Laden ein Vergleich. Die Preisunterschiede sind laut neuer AK-Erhebung enorm. (Bild: Krone KREATIV)

Wie beim Sprit lohnt sich auch beim E-Laden ein Vergleich. Die Preisunterschiede sind laut neuer AK-Erhebung enorm.

(Bild: Krone KREATIV)

Zu Hause laden am billigsten
In einer Analyse kritisiert die AK jedoch die unzähligen Preis- und Tarifmodelle fürs Laden. „Für Konsumenten ist ein Vergleich dadurch extrem schwierig“, betont AK-Experte Michael Soder. Er empfiehlt, sich den eigenen Vertrag immer im Detail anzusehen und auf das eigene Fahrverhalten abzustimmen.

Im Durchschnitt am günstigsten sei es, zu Hause zu laden. Dort zahlt man laut AK-Berechnung im Schnitt nur knapp 5,60 Euro je 100 Kilometer Wegstrecke. Bei einem Mix von 80 Prozent zu Hause vs. 20 Prozent öffentlich laden sind es knapp 6,60 Euro, nur „auswärts“ aufladen kostet im Schnitt 10,60 Euro. Zum Vergleich mit dem Verbrenner-Motor: Diesel kostet derzeit rund ein Viertel, Superbenzin sogar ein Drittel mehr.

Neue Bedingungen gefordert
Um den Preisdschungel zu lichten, fordert die Arbeiterkammer unter anderem eine einheitliche Abrechnung in Kilowattstunden. Derzeit wird mitunter nach Zeit abgerechnet, was etwa über Nacht teuer werden kann. Der BEÖ betont, dass man bei den Mitgliedsbetrieben sehr wohl detaillierte Informationen zu den Tarifen bekomme und diese auf deren Webseiten auch vergleichen könne. Gleichzeitig fordert aber auch der Verband - zur Verbesserung der Transparenz - neue gesetzliche Rahmenbedingungen.