Austria

"In dem Moment fühlst du dich hilflos und betroffen"

Die Schweizer Moderatorin Mona Vetsch muss zusehen, wie ein Mann während ihrer Sendung "Mona mittendrin" stirbt.

Der Todesfall, der sich vor laufender Kamera bei "Mona mittendrin" ereignet hat, geht nicht spurlos an der SRF-Moderatorin vorbei. "In diesem Moment fühlst du dich hilflos und betroffen. Zwei Meter weiter trinken sie Kaffee, und hier ist ein Mensch gestorben", so Vetsch zu 20 Minuten. "Unser ganzes Team war dabei, solche Momente sind ja zum Beispiel auch für unsere Kameraleute schwierig. Das Team ist ganz wichtig. Ich bin in solchen Situationen nie allein."

Die Szenen werden in der Sendung am Donnerstag um 21.05 Uhr ausgestrahlt. Mona Vetsch, die für 24 Stunden mit der Basler Berufsfeuerwehr unterwegs war, musste mit ansehen, wie ein Mann ums Leben kommt.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Feuerwehr wird nicht immer wegen eines Brandes gerufen. So auch an diesem Tag: In dem Supermarkt angekommen, finden die Einsatzkräfte den bewusstlosen Mann auf dem Boden einer Toilette. Die Feuerwehrleute brechen laut Bericht die Tür auf und bringen den Bewusstlosen aus der Kabine.

Zwölf Minuten bangen

Trotz Reanimierungsversuchen während zwölf Minuten ist dem Mann nicht mehr zu helfen. Sein Herz bleibt stehen. Die Moderatorin ist traurig und schockiert. Marcel Nyffeler, Leutnant der Berufsfeuerwehr, versucht, sie zu trösten, und sagt, dass man manchmal helfen könne und manchmal spiele die Zeit gegen einen. "Es war ein heftiger Einstieg für dich. Das ist aber unser Leben, und es ist tragisch", so Nyffeler.

Das SRF wird die Szenen des Todesfalls zeigen: "Der Verstorbene ist in der Sendung selbstverständlich anonymisiert und nicht erkennbar", sagt Produzent Markus Storrer auf Anfrage von 20 Minuten. "Wir begleiteten die Berufsfeuerwehr Basel bei ihrem Alltag. Dazu gehören leider auch tragische Fälle. Feuerwehrleute sind mit solchen Ereignissen immer wieder konfrontiert. In der Sendung wird ausführlich thematisiert, wie sie mit solchen Erlebnissen umgehen und sie verarbeiten. Dies zu thematisieren erscheint uns wichtig."