Austria

Johnny Depp und Amber Heard: Ja, man kann noch tiefer sinken

© Jon Kopaloff/FilmMagic

Der Gerichtsstreit zwischen Johnny Depp und Amber Heard nimmt immer mehr kompromittierende Ausmaße an.

von Elisabeth Spitzer

Johnny Depp und Amber Heard liefern sich dieser Tage eine der wohl peinlichsten Schlammschlachten zwischen einem Hollywood-Expaar. Vor einem Londoner Gericht machen die beiden, die mit ihrer skandalträchtigen Scheidung ohnehin schon für reichlich Schlagzeilen gesorgt hatten, bisher unbekannte Details über ihr brisantes Eheleben publik. Und die Vorwürfe werden jeden Tag unbehaglicher.

Rosenkrieg vor Londonder Gericht eskaliert

Nachdem die britische Sun 2018 einen Artikel veröffentlicht hatte, in dem man den "Fluch der Karibik"-Star in Anlehnung an Aussagen von Amber Heard als "Frauenschläger" bezeichnet hatte, klagt dieser das Blatt nun wegen Verleumdung. Ganze drei Wochen soll der Prozess dauern, in dem von Anbeginn an öffentlich Schmutzwäsche gewaschen wird.

Heard wirft ihrem Exmann vor, regelmäßig Drogen konsumiert zu haben und ihr gegenüber wiederholt handgreiflich geworden zu sein. Depp hingegen dementiert die Vorwürfe der häuslichen Gewalt und setzt alles daran, die 34-Jährige als Täterin und sich als Opfer darzustellen.

"Ich bin nicht das Monster, das sie aus mir machen möchte", beteuerte der Hollywoodstar laut Daily Mail.

Bereits am ersten Prozesstag hatte Depp seine langjährige Drogensucht geschildert und verraten, dass er bereits mit vierzehn Jahren "jede Droge unter der Sonne probiert" habe. Heard habe seine Sucht jedoch bewusst ausgenutzt, behauptete der Hollywoodstar weiter.

"Das war mehr als eine Sorge ihrerseits, es war eine Waffe. Und sie wurde permanent benutzt", sagte er laut Gerichtsdokumenten über seine Exfrau und behauptete, dass ihm diese bewusst seine Entzugsmedikamente verweigert habe, um ihn fertig zu machen. Obendrein soll Amber Heard selbst fleißig Drogen konsumiert haben.

Er habe zwar in der Vergangenheit "Schmerz aufgrund seiner Süchte" verursacht, Probleme, seine Wut zu kontrollieren, habe er aber nicht.

Heard soll in Ehebett defäkiert haben

Depp bezeichnete Heard als "berechnend" und "soziopathisch", nannte sie eine "Narzisstin" und ihre Ehe "kompliziert". Als eines von vielen Beispielen, um seine Behauptung zu untermauern, nannte Depp den Umstand, dass Heard 2016 absichtlich ihr großes Geschäft im Ehebett verrichtet habe. Vorwürfe, die diese wiederum dementiert.

Erniedrigendes Beweismaterial

Und wenn man glaubt, man kann nicht noch tiefer sinken, setzt das Ex-Paar noch eins obendrauf.

So ging Heard nun in die Offensive, indem sie kompromittierendes Bild- und Videomaterial der Öffentlichkeit zugänglich machte, um Depps Schuld und sein übergriffiges Verhalten zu beweisen. So soll der Mime sie immer wieder dazu aufgefordert haben, ihn mit einem Messer zu verletzen, wie Tonbandaufnahmen offenlegen.

Doch das war nicht ihr letzter Streich. Jetzt machte Heards Team ein Foto von Johnny Depp aus dem Jahr 2014 publik, das ihn an jenem Tag zeigen soll, an dem er eine stationäre Suchttherapie beginnen sollte. Darauf sitzt der Hollywoodstar völlig weggetreten auf einem Sofa, den Kopf nach hinten geworfen, auf seinem Schoß ist ein Becher mit Eis ausgelaufen.  

Das von Heard aufgenommene Bild soll beweisen, wie fertig Depp damals war.

Der 57-Jährige rechtfertigte die Aufnahme mit den Worten: "Ich bereitete mich darauf vor, auf die Bahamas zu reisen, um von den Opiaten zu entgiften, und hatte zuvor 17 Stunden am Tag gearbeitet. Sie hatte mich gebeten, ihren Eisbecher zu halten. Ich hatte meine rechte Hand in der Tasche und das Eis in der anderen Hand. Ich war offensichtlich am Einnicken und sehr müde, schlief ein und das Eis lief dann über mein ganzes Bein. Sie machte das Foto und zeigte es mir am nächsten Tag und sagte 'Schau, was du geworden bist sieh dich an, es ist erbärmlich'."

Depp von Heard erniedrigt?

Generell soll Heard ihn psychisch terrorisiert haben. In einer Reihe von Nachrichten, die Depp angeblich an seinen Arzt verschickt haben soll, behauptete Depp, von Heard ständig beleidigt, erniedrigt und kleingemacht worden zu sein.

In den Textnachrichten, die nun dem Gericht vorgelegt wurden, beschwert sich der Schauspielerin darüber, dass sie ihm vorgeworfen habe, ein "trauriger, alter Mann" zu sein – während sie gleichzeitig seine Bekanntheit dafür nutzte, ihre eigene Karriere voranzutreiben.

Das ließ Amber Heard, die sich vor Gericht von Anwältin Elaine Bredehoft und der Rechtsberaterin Jennifer Robinson, einer engen Freundin der Clooneys, unterstützen lässt, nicht auf sich sitzen. Prompt holte sie zum Gegenschlag aus und machte jetzt auch noch intime Auszüge aus ihrem privaten Tagebuch bekannt.
 

Darin schildert sie unter anderem einen Ehestreit, der im Jahr 2015 stattgefunden haben soll. "Unser Streit war furchtbar", schreibt Heard. "An einem Punkt wickelte er mein Shirt um meinen Hals. Er hat mich mehrfach geschlagen", schrieb Heard damals über die vermeintliche Auseinandersetzung. Zuvor hatte sie behauptet, dass Depp ihr gegenüber bereits im Jahr 2013 zum ersten Mal handreiflich geworden sei.

Das letzte Wort ist aber noch nicht gesprochen. Schon bald sollen Depps Ex-Partnerinnen Vanessa Paradis und Winona Ryder vor Gericht erscheinen. Medienberichten zufolge wollen beide zu Depps Gunsten aussagen.

Depp und Heard hatten sich 2011 bei den Dreharbeiten zu "The Rum Diary" kennengelernt. Das Paar hatte sich 2016 nach 15 Monaten Ehe getrennt und danach einen monatelangen Rosenkrieg ausgetragen.

Football news:

Matuidi wechselte zu Inter Miami Beckham
Morata ist einer von Juves Kandidaten für die Position des Stürmers
Karl-Heinz Rummenigge: Messi kann man nur stoppen, wenn man ihm den Spaß am Spiel beraubt
Napoli bot 15 Millionen Euro für Regilon. Real will 25 Millionen.Real-Verteidiger Sergio Regilon kann seine Karriere in der Serie A fortsetzen
Neymar hat ein schönes Spiel gemacht (trotz der schlechten Umsetzung). Tuchel schuf ihm bequeme Voraussetzungen, um Atalanta-pressing zu zerstören
Guilem Balage: Juventus will Ronaldos Gehalt loswerden. Es wurde allen angeboten, einschließlich Barcelona
Mbappe bedankte sich bei den PSG-ärzten: erzähl mir nicht von Schmerzen