Man mag ja, nach den Wochen der klerikalen Einsamkeit, den Drang zum gemeinsamen Gebet durchaus verstehen. Doch ohne Sicherheitsabstand auf engstem Raum in blindem Gottvertrauen zu lobpreisen kann sich in Zeiten der Pandemie bitter rächen. Der Ausgangspunkt ist mit einigen wenigen Großfamilien, die in mehreren Pfingstkirchen gefeiert haben, zwar überschaubar klein, die Folgen aber umso schwerwiegender: Die Corona-Infektionen stiegen in Oberösterreich rasant an, die Landesregierung sah sich zum kleinen Lockdown gezwungen. Für immerhin rund 81.000 Schüler hieß es am Mittwoch überraschend wieder Covid statt Ovid.