Brennende Reifen vor dem polnischen Regierungssitz in Warschau, wütende Kohlekumpel aus Oberschlesien, die auf ihrem Demonstrationsmarsch auch schon einmal Schaufenster einwerfen, mit Straßenschildern um sich schlagen und am Ende ein Bild der Zerstörung hinterlassen – diese Szenen liegen viele Jahre zurück. Dennoch bekommen auch heute noch Regierungspolitiker in Warschau Panikattacken, wenn sie daran zurückdenken. So gelang es Polens Bergmännern über Jahre, jede tiefgreifende Reform oder Restrukturierung des Kohlereviers rund um Kattowitz zu verhindern.