Austria

Statue beschädigt: "Das war verantwortungslos, es tut mir wirklich leid"

In dem Schreiben an den Kunstexperten und Parlamentarier Vittorio Sgarbi erklärte er sich bereit, die Verantwortung für den Schaden zu übernehmen. Der Tourist, der in Italien seinen 50. Geburtstag feiern wollte, gab zu, dass er sich "verantwortungslos" verhalten habe. Er habe sich bereits bei der Museumsleitung entschuldigt.

Auch im OÖN-Gespräch gesteht der Jubilar einen "großen Fehler" ein. "Das war verantwortungslos", sagt er. "Es tut mir wirklich leid." Nach dem Wirbel um die beschädigte Statue gehe es ihm "sehr schlecht".

Was war passiert? Für den Oberösterreicher hagelte es eine Anzeige, weil er ein Werk des italienischen Bildhauers Antonio Canova (1757-1822) in einem Museum in Possagno unweit von Treviso beschädigt hatte. Ein Überwachungsvideo zeigt den verhängnisvollen Schnappschuss:

Spendensammlung in Italien

Der Jubilar gehörte zu einer Gruppe aus zirka zehn Österreichern, die das Museum am Samstag besucht hatten - die OÖN haben berichtet. Die Anzeige wurde von der Museumsleitung eingereicht und wird jetzt von der Staatsanwaltschaft Treviso geprüft. Der Oberösterreicher, der inzwischen mit den anderen Touristen in die Heimat zurückgekehrt ist, könnte zur Rückerstattung der Schäden gezwungen werden, berichteten die Carabinieri. Im schlimmsten Fall müsse er sich vor Gericht verantworten.

In Italien hat nun eine Spendensammlung begonnen. "Es sind schon einige Spenden eingetroffen", berichtete der Kunstexperte Sgarbi. Ein Restaurierungsteam prüft derzeit noch das Ausmaß des Schadens. "Der österreichische Tourist hat die Paolina Bonaparte mit einem Sofa verwechselt. Als Sicherheitsvorkehrung werden wir unweit der Gipsstatue einen Diwan hinstellen", scherzte Sgarbi.

"Entschuldigungen genügen nicht"

Luca Zaia, Präsident der Region Venetien, zu der die Kleinstadt Possagno gehört, lobte die Arbeit der Carabinieri bei der Identifizierung des Touristen, der mit einer Gruppe von Touristen verschwunden war, ohne den Schaden zu melden. "Ich erwarte mir jetzt eine Strafe, Entschuldigungen genügen nicht. Wer die Canova-Statue beschädigt und dem künstlerischen Erbgut unser Regionen einen schweren Schaden zugefügt hat, muss dafür zahlen. Der Schaden ist nicht nur einem Kunstjuwel, sondern der gesamten Gemeinschaft zugefügt worden", sagte Zaia.

Reisegruppe mit Videoaufzeichnungen ausgeforscht

Um ein Selfie zu schießen, setzte sich der Tourist auf das Originalmodell in Gips der Marmorstatue der Paolina Bonaparte und brach damit zwei Fußzehen ab. Mit der Bezifferung des Schadens wurde ein Restaurierungsteam beauftragt, berichtete die Museumsleitung.

Die "ZiB" berichtet über das Missgeschick:

Die österreichische Gruppe konnte mithilfe der Videos von Überwachungsanlagen und des Anmeldungsformulars identifiziert werden. Den Museumsbesuch hatte die Frau des Angezeigten gemeldet. Die Touristen seien über den medialen Eklat des Vorfalls in Italien beeindruckt, berichteten die Carabinieri.

Strafen für "kopflosen Vandalen" gefordert

Der Fall hatte in Italien für Aufsehen gesorgt. Der bekannte italienische Kunstexperte und Parlamentarier Vittorio Sgarbi, Präsident der Stiftung "Antonio Canova" hatte vorbildhafte Strafen für den "kopflosen Vandalen" gefordert. Er hatte die Polizei aufgerufen, den Touristen an der Heimkehr in die Heimat zu hindern. "Die Beschädigung des Canova-Werks ist unannehmbar", kritisierte Sgarbi.

Die beschädigte Marmor-Abbildung der Paolina Bonaparte Borghese, Schwester Napoleons, ist eines der Meisterwerke des Neoklassizismus. Die hier als siegende Venus dargestellte Prinzessin ist das bekannteste Werk der aktuellen Sammlung im Canova Museum in Possagno, dem Geburtsort des Bildhauers. Dabei handelt es sich um das Originalmodell in Gips der Marmorstatue der Paolina Bonaparte, die in der Galleria Borghese in Rom ausgestellt ist.

Das Museum Antonio Canova in Possagno wurde 1836 im Wohnhaus des Künstlers von dessen Bruder Gian Battista Sartori eingerichtet. Im Museum sind Gipsmodelle zu sehen, die Canovas Marmorarbeiten vorausgingen. Aufbewahrt sind auch Gemälde, Stiche, Zeichnungen, Stücke aus Marmor, Werkzeuge und einige Kleider des Künstlers.

"Ausmaß des Schadens anfangs nicht klar"

"Das Ausmaß des Schadens war mir anfangs nicht klar", schrieb der Mann aus dem Bezirk Grieskirchen , der sich mit einer Gruppe von zehn Personen an einer viertägigen Reise entlang der Wege des Prosecco in der Provinz Treviso beteiligt. Der Tourist erklärte sich bereit, "alle notwendigen Schritte" zu unternehmen, um den Schaden zu beheben.

Vittorio Sgarbi, Präsident der Stiftung "Antonio Canova" begrüßte den Brief des Oberösterreichers. "Ich schätze seinen Bürgersinn und nehme seine Entschuldigung an", sagte Sgarbi, der zu Italiens bekanntesten Kunstexperten zählt.

Der Tourist setzte sich für ein Foto auf den Gipsfuß der Statue.

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