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Austria

Suche nach Waffenruhe für Libyen [premium]

GERMANY-LIBYA-CONFLICT-SUMMIT
An dem Treffen in Berlin nahmen unter anderem der türkische Präsident Erdoğan, Frankreichs Präsident Macron, Deutschlands Kanzlerin Merkel, UN-Generalsekretär Guterres und Russlands Präsident Putin teil (v. l.). APA/AFP/ODD ANDERSEN

Im Kanzleramt in Berlin versammelten sich am Sonntag alle Teilnehmer des verworrenen Libyen-Konflikts. Das allein galt als Erfolg. Nun soll zumindest das Waffenembargo halten. Was Gastgeber und Konfliktparteien wollen - ein Überblick.

Berlin. Am Himmel über dem Kanzleramt zieht ein Polizeihubschrauber knatternd seine Kreise. Scharfschützen in grellen Warnwesten stehen auf den Dächern und wachen über die Szenerie im abgeriegelten Berliner Regierungsviertel. Die „Waschmaschine“, wie man das Kanzleramt augenzwinkernd nennt, ist an diesem Sonntagnachmittag der Nabel der Weltpolitik. Denn Kanzlerin Angela Merkel hat sich einen Konflikt ins Haus geholt, der 2000 Kilometer Luftlinie entfernt in Libyen wütet.

Im internationalen Konferenzsaal hat sie jene Parteien um den runden Tisch versammelt, die in diesem verworrenen Konflikt mitmischen. Staats- und Regierungschefs drängten sich dort im ersten Stock des Kanzleramts, darunter auch Russlands Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdoğan (Türkei) und Abdel Fattah al-Sisi (Ägypten), drei Männer also, die den Krieg in Libyen mit Geld, Waffen sowie Soldaten oder Söldnern befeuern. Auch Khalifa Haftar war nach Berlin geeilt, jener abtrünnige General, der weite Teile Libyens unter seine Kontrolle gebracht hat.

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